Smalltalk

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Wenona

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Beitrag von Wenona » Samstag 3. Juni 2017, 14:28

Hier im Thread geht es um Alltagsgespräche. Vielen fällt es schwer, eins auf die Beine zu stellen, vielleicht können wir uns da gegenseitig Ideen zuspielen.

Durch diesen Thread bin ich auf die Idee gekommen (ca. ab S. 46), vielleicht können wir gleich das Beispiel aufgreifen:
Im ICE sitzt dir jemand im 4er-Abteil gegenüber, worüber könnte man sich unterhalten? :)

Hier sind noch interessante Links dazu:
http://www.augsburger-allgemeine.de/wis ... 91067.html
https://www.absolventa.de/karriereguide ... small-talk
https://www.merkur.de/leben/karriere/pl ... 39299.html
https://www.berufsstrategie.de/bewerbun ... lltalk.php
Viel Spaß, und auf einen guten Austausch! :winken:

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Re: Smalltalk

Beitrag von NBUC » Samstag 3. Juni 2017, 14:44

Ohne Aufhänger sehe ich da eigentlich keine sich anbietende Option.

Ich bin mal mit jemandem real kurz ins Gespräch gekommen, weil sie gerade ein dickes Buch fertig hatte und ich vom Lesezeichen abgeleitet habe, dass sie es ggf erst zu dieser Fahrt gekauft hat.
Ist dann aber über allgemein Bahnfahren als Thema nicht weiter hinausgegangen, da sie die nächste Station raus ist. Eine Weiterführung abseits der quasi schablonenartigen Standardthemen ist also nicht erfolgt.

Kommt somit vor, ist aber extrem einem zufälligen Anlass zu verdanken.
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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 14:52

Wenona hat geschrieben:Hier im Thread geht es um Alltagsgespräche. Vielen fällt es schwer, eins auf die Beine zu stellen, vielleicht können wir uns da gegenseitig Ideen zuspielen.

...

Im ICE sitzt dir jemand im 4er-Abteil gegenüber, worüber könnte man sich unterhalten? :)
Man könnte sich über etwas unterhalten, was gerade im Zug passiert/mit der eigenen Reise zu tun hat oder mit der des Gegenüber. Auch darüber, was man im Zug macht, um sich die Zeit zu vertreiben, kann man sich häufig gut unterhalten.

Konkret wären das:
- kommentieren von Situationen, die im Abteil/auf dem Gang (geht besser im Großraumabteil) gerade passieren oder passiert sind
- Bezug nehmen auf ein Gespräch, das der Gegenübersitzende gerade mit einem Mitreisenden führt
- sich über den Zielort der Reise austauschen
- sich über den Grund der Reise austauschen
- sich gemeinsam über die Verspätung ärgern
- gemeinsam über die Bahn ablästern
- sich über andere Erlebnisse bei Bahnreisen unterhalten
- gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für Probleme bei Verspätungen überlegen
- sich unterstüzen/Tipps geben, wie die Weiterreise besser vonstatten gehen könnte
- sich über das Zielgebiet unterhalten
- sich über den Herkunftsort unterhalten
- sich über die Lektüre des anderen/die eigene Lektüre austauschen (Ich habe mal mit einer mir bis dahin Unbekannten im Zug über unsere jeweilige Lektüre gesprochen. Wir lasen uns sogar gegenseitig lustige Stellen aus den Büchern vor und lachten etwa eine Stunde viel miteinander.)
- sich über andere Hobbys, die man im Zug zum Zeitvertreib dabei hat, unterhalten
- man kann sogar Telefonnummern, Mailadressen oder (früher im Vor-Internet-Zeitalter war das eher aktuell) die Anschrift austauschen. Mitunter entwickeln sich langjährige Kontakte daraus...
..............................
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Re: Smalltalk

Beitrag von NBUC » Samstag 3. Juni 2017, 15:01

schwarzkaeppchen hat geschrieben:
Wenona hat geschrieben:Hier im Thread geht es um Alltagsgespräche. Vielen fällt es schwer, eins auf die Beine zu stellen, vielleicht können wir uns da gegenseitig Ideen zuspielen.

...

Im ICE sitzt dir jemand im 4er-Abteil gegenüber, worüber könnte man sich unterhalten? :)
Man könnte sich über etwas unterhalten, was gerade im Zug passiert/mit der eigenen Reise zu tun hat oder mit der des Gegenüber. Auch darüber, was man im Zug macht, um sich die Zeit zu vertreiben, kann man sich häufig gut unterhalten.

Konkret wären das:
- kommentieren von Situationen, die im Abteil/auf dem Gang (geht besser im Großraumabteil) gerade passieren oder passiert sind
- Bezug nehmen auf ein Gespräch, das der Gegenübersitzende gerade mit einem Mitreisenden führt
- sich über den Zielort der Reise austauschen
- sich über den Grund der Reise austauschen
- sich gemeinsam über die Verspätung ärgern
- gemeinsam über die Bahn ablästern
- sich über andere Erlebnisse bei Bahnreisen unterhalten
- gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für Probleme bei Verspätungen überlegen
- sich unterstüzen/Tipps geben, wie die Weiterreise besser vonstatten gehen könnte
- sich über das Zielgebiet unterhalten
- sich über den Herkunftsort unterhalten
- sich über die Lektüre des anderen/die eigene Lektüre austauschen (Ich habe mal mit einer mir bis dahin Unbekannten im Zug über unsere jeweilige Lektüre gesprochen. Wir lasen uns sogar gegenseitig lustige Stellen aus den Büchern vor und lachten etwa eine Stunde viel miteinander.)
- sich über andere Hobbys, die man im Zug zum Zeitvertreib dabei hat, unterhalten
- man kann sogar Telefonnummern, Mailadressen oder (früher im Vor-Internet-Zeitalter war das eher aktuell) die Anschrift austauschen. Mitunter entwickeln sich langjährige Kontakte daraus...
..............................
Wie soll das abgesehen von akuten, zufälligen, und damit nicht planbaren lokalen Anlässen in der Praxis aussehen?
Einfach das Gegenüber mit "Hallo, ich bin der NBUC. Wo steigen sie eigentlich aus? " anquatschen?
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Re: Smalltalk

Beitrag von Wenona » Samstag 3. Juni 2017, 15:07

NBUC hat geschrieben: Eine Weiterführung abseits der quasi schablonenartigen Standardthemen ist also nicht erfolgt.
Ich weiß noch nicht mal, welche das sind. :?
NBUC hat geschrieben: Kommt somit vor, ist aber extrem einem zufälligen Anlass zu verdanken.
Laut den Büchern kann man ja den winzigsten Anlass als Aufhänger nutzen. :gruebel:

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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 15:09

NBUC hat geschrieben:
schwarzkaeppchen hat geschrieben:
Wenona hat geschrieben:Hier im Thread geht es um Alltagsgespräche. Vielen fällt es schwer, eins auf die Beine zu stellen, vielleicht können wir uns da gegenseitig Ideen zuspielen.

...

Im ICE sitzt dir jemand im 4er-Abteil gegenüber, worüber könnte man sich unterhalten? :)
Man könnte sich über etwas unterhalten, was gerade im Zug passiert/mit der eigenen Reise zu tun hat oder mit der des Gegenüber. Auch darüber, was man im Zug macht, um sich die Zeit zu vertreiben, kann man sich häufig gut unterhalten.

Konkret wären das:
- kommentieren von Situationen, die im Abteil/auf dem Gang (geht besser im Großraumabteil) gerade passieren oder passiert sind
- Bezug nehmen auf ein Gespräch, das der Gegenübersitzende gerade mit einem Mitreisenden führt
- sich über den Zielort der Reise austauschen
- sich über den Grund der Reise austauschen
- sich gemeinsam über die Verspätung ärgern
- gemeinsam über die Bahn ablästern
- sich über andere Erlebnisse bei Bahnreisen unterhalten
- gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für Probleme bei Verspätungen überlegen
- sich unterstüzen/Tipps geben, wie die Weiterreise besser vonstatten gehen könnte
- sich über das Zielgebiet unterhalten
- sich über den Herkunftsort unterhalten
- sich über die Lektüre des anderen/die eigene Lektüre austauschen (Ich habe mal mit einer mir bis dahin Unbekannten im Zug über unsere jeweilige Lektüre gesprochen. Wir lasen uns sogar gegenseitig lustige Stellen aus den Büchern vor und lachten etwa eine Stunde viel miteinander.)
- sich über andere Hobbys, die man im Zug zum Zeitvertreib dabei hat, unterhalten
- man kann sogar Telefonnummern, Mailadressen oder (früher im Vor-Internet-Zeitalter war das eher aktuell) die Anschrift austauschen. Mitunter entwickeln sich langjährige Kontakte daraus...
..............................
Wie soll das abgesehen von akuten, zufälligen, und damit nicht planbaren lokalen Anlässen in der Praxis aussehen?
Einfach das Gegenüber mit "Hallo, ich bin der NBUC. Wo steigen sie eigentlich aus? " anquatschen?
NBUC, ich habe unterstrichen, was wichtig ist, denn genau das ist es: Es sind akute, also sich aus der Situation heraus ergebende, zufällige, nicht geplante lokale, d.h. lokale im Abteil, aber gleichzeitig ja mobile Anlässe, da der Zug sich durch Zeit und Raum bewegt.

Du willst jetzt konkrete Satzbeispiele, wie diese vielen, vielen Unterhaltungen, die ich in Zügen geführt habe, begonnen haben???? Ich kann dir da keinen Wortlaut nennen. Ganz klar ist allerdings, dass die Unterhaltungen sicherlich nicht damit begannen, sich vorzustellen oder zu fragen, wie die andere Person heißt. In den wenigsten Fällen kam es zum Austausch dieser Information.

Aber mich wundert das wirklich, NBUC: Wir sind etwa gleichalt und du schreibst, du hattest EINE einzige Unterhaltung in einem Zug in all den Jahren? Du bist doch total oft auf Reisen, wenn ich das richtig verstanden habe? Wie kann das sein? Bei mir ist es eher die Ausnahme, wenn es zu keiner Unterhaltung mit Mitreisenden kommt, wenn ich in Zügen unterwegs bin.
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Re: Smalltalk

Beitrag von NBUC » Samstag 3. Juni 2017, 15:22

schwarzkaeppchen hat geschrieben:
NBUC, ich habe unterstrichen, was wichtig ist, denn genau das ist es: Es sind akute, also sich aus der Situation heraus ergebende, zufällige, nicht geplante lokale, d.h. lokale im Abteil, aber gleichzeitig ja mobile Anlässe, da der Zug sich durch Zeit und Raum bewegt.

Du willst jetzt konkrete Satzbeispiele, wie diese vielen, vielen Unterhaltungen, die ich in Zügen geführt habe, begonnen haben???? Ich kann dir da keinen Wortlaut nennen. Ganz klar ist allerdings, dass die Unterhaltungen sicherlich nicht damit begannen, sich vorzustellen oder zu fragen, wie die andere Person heißt. In den wenigsten Fällen kam es zum Austausch dieser Information.

Aber mich wundert das wirklich, NBUC: Wir sind etwa gleichalt und du schreibst, du hattest EINE einzige Unterhaltung in einem Zug in all den Jahren? Du bist doch total oft auf Reisen, wenn ich das richtig verstanden habe? Wie kann das sein? Bei mir ist es eher die Ausnahme, wenn es zu keiner Unterhaltung mit Mitreisenden kommt, wenn ich in Zügen unterwegs bin.
Nein, das war jetzt einfach nur das letzte Beispiel - von Sommer 2016. Aber so alle paar Jahre als Frequenz stimmt schon ungefähr.

Ich wollte jetzt auch nicht deine Zufälle hören, weil die sind eben nicht reproduzierbar.
Mir (und ich denke mal aus ähnlicher Motivation der Übertragbarkeit auch die Themenstarterin) ginge es eher darum, was macht man, wenn es keine solchen externen Zufälle gibt? Oder meinetwegen auch auf was nicht ganz so exotisches ist dann jemand mal positiv eingestiegen?

Standardthemen meiner Kenntnis:
Betriebsstörungen und Wetter fielen mir ein als Aufhänger im ÖPNV ein.
Wenn man dort einen anderen Aufhänger gefunden hat das ÖPNV-Geschehen an sich, von wo, wohin, Wartezeiten etc.
Bei einer Einladungsparty ggf "woher kennt man die Gastgeber".
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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 15:30

Zufälle - reproduzierbar - Standardthemen - exotisch...???

Es scheint tatsächlich so, als würden wir uns grundsätzlich im Leben in sehr unterschiedlichen Parkdecks bewegen (Quasi in nebeneinander existierenden Parallelwelten..... Jaaaaaaaaa, ich weiß, dass ich gerade etwas redundantes von mir gegeben habe. Es war Absicht, um zu betonen, was betont sein sollte.)



Mir scheint das weniger eine Sache der Planung... - Wieso sollte ich vor der Reise planen, wie ich mit dem Gegenüber in Kontakt komme, ehe ich das Gegenüber je zu Gesicht bekommen habe???

Meiner Meinung nach ist es eine Sache des persönlichen Kommunikationsverhaltens und nicht des Zufalls, ob man häufig mit fremden Menschen ins Gespräch kommt oder eben nicht.
Zuletzt geändert von schwarzkaeppchen am Samstag 3. Juni 2017, 15:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Smalltalk

Beitrag von Wenona » Samstag 3. Juni 2017, 15:31

schwarzkaeppchen hat geschrieben: Du willst jetzt konkrete Satzbeispiele, wie diese vielen, vielen Unterhaltungen, die ich in Zügen geführt habe, begonnen haben????
Das wäre sehr hilfreich. :)
schwarzkaeppchen hat geschrieben: Aber mich wundert das wirklich, NBUC: Wir sind etwa gleichalt und du schreibst, du hattest EINE einzige Unterhaltung in einem Zug in all den Jahren? Du bist doch total oft auf Reisen, wenn ich das richtig verstanden habe? Wie kann das sein? Bei mir ist es eher die Ausnahme, wenn es zu keiner Unterhaltung mit Mitreisenden kommt, wenn ich in Zügen unterwegs bin.
Indem man z.B. schüchtern ist. :oops: :? :sadwoman:

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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 15:35

Wenona hat geschrieben:
schwarzkaeppchen hat geschrieben: Aber mich wundert das wirklich, NBUC: Wir sind etwa gleichalt und du schreibst, du hattest EINE einzige Unterhaltung in einem Zug in all den Jahren? Du bist doch total oft auf Reisen, wenn ich das richtig verstanden habe? Wie kann das sein? Bei mir ist es eher die Ausnahme, wenn es zu keiner Unterhaltung mit Mitreisenden kommt, wenn ich in Zügen unterwegs bin.
Indem man z.B. schüchtern ist. :oops: :? :sadwoman:
Schüchternheit ist nicht NBUCs Problem, Wenona. Ich habe NBUC bei diversen AB-Treffen kennengelernt. Wir kamen bei unserem ersten Zusammentreffen quasi direkt in ein angeregtes Gespräch. So empfand ICH das wenigstens. NBUC hat andere Probleme als Schüchternheit.
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Re: Smalltalk

Beitrag von Wenona » Samstag 3. Juni 2017, 15:37

schwarzkaeppchen hat geschrieben: Schüchternheit ist nicht NBUCs Problem, Wenona.
Aber meins!

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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 15:41

Wenona hat geschrieben:
schwarzkaeppchen hat geschrieben: Schüchternheit ist nicht NBUCs Problem, Wenona.
Aber meins!
Das gestehe ich dir auch zu, Wenona. Nur bezog ich mich in einem meiner Beiträge eben auf NBUCs Beitrag. In meinem ersten Beitrag bin ich ja ausführlich auf deinen Eröffnungsbeitrag eingegangen, Wenona.
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Re: Smalltalk

Beitrag von marwie » Samstag 3. Juni 2017, 16:19

Bei uns in der Schweiz ist es idr. unüblich, sich mit Fremden im Zug zu unterhalten. Wenn man angesprochen wird, dann meist von merkwürdigen Leuten... Ich hatte auch schon mibekommen, wie ein Typ eiskalt abgeblitzt ist, als er eine jüngere Frau anquatschen wollte...

Einmal hätte ich einen guten Aufhänger gehabt für Smalltak, aber ich hatte mich nicht getraut, sie anzuquatschen...
Am ehesten kann man sich noch mit Touristen unterhalten, die sind idr. gesprächiger als Einheimische.

Das grösste Problem ist heute, dass viele Leute auf ihr Smartphone schauen und Kopfhörer anhaben, da ist die Hürde zum Ansprechen ziemlich gross...
schwarzkaeppchen hat geschrieben: Man könnte sich über etwas unterhalten, was gerade im Zug passiert/mit der eigenen Reise zu tun hat oder mit der des Gegenüber. Auch darüber, was man im Zug macht, um sich die Zeit zu vertreiben, kann man sich häufig gut unterhalten.

Konkret wären das:
- kommentieren von Situationen, die im Abteil/auf dem Gang (geht besser im Großraumabteil) gerade passieren oder passiert sind
Meistens passiert da rein gar nix, was eine Erwähnung wert wäre...
- Bezug nehmen auf ein Gespräch, das der Gegenübersitzende gerade mit einem Mitreisenden führt
Das ist heikel, da könnte sich jemand in seiner Privathsphäre gestört fühlen.
- sich über den Zielort der Reise austauschen
Eine Möglichkeit, aber normalerweise sagt man ja einem Fremden nicht gerne, wohin man geht....
- sich über den Grund der Reise austauschen
Könnte etwas arg persönlich sein.
- sich gemeinsam über die Verspätung ärgern
Ja, am ehesten kommt man ins gespräch, wenn der zug grosse Verspätung hat oder stehen bleibt...
- gemeinsam über die Bahn ablästern
Wäre ev. eine Möglichkeit, aber ohne konkreten Anlass kommt es wohl nicht so gut rüber.
- sich über andere Erlebnisse bei Bahnreisen unterhalten
Wie fängt man so ein Gespräch an?
- gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für Probleme bei Verspätungen überlegen
Ja, wär ein Möglichkeit, aber man muss es dann auch hinbekommen, das Gespräch auf andere Themen hinzulenken.
- sich über das Zielgebiet unterhalten
Kommt halt darauf an, wo hin der zug fährt, bei Fernzügen eher möglich als bei Regionalzügen von Dorf x zu Dorf y...

- sich über die Lektüre des anderen/die eigene Lektüre austauschen (Ich habe mal mit einer mir bis dahin Unbekannten im Zug über unsere jeweilige Lektüre gesprochen. Wir lasen uns sogar gegenseitig lustige Stellen aus den Büchern vor und lachten etwa eine Stunde viel miteinander.)
- sich über andere Hobbys, die man im Zug zum Zeitvertreib dabei hat, unterhalten
Ist ev. eine Möglichkeit, aber viele haben halt ein Smartphone oder Notebook dabei. (wie ich gerade, schreibe diesen Text im Zug ;-))
- man kann sogar Telefonnummern, Mailadressen oder (früher im Vor-Internet-Zeitalter war das eher aktuell) die Anschrift austauschen. Mitunter entwickeln sich langjährige Kontakte daraus...
Da muss man sich aber schon länger und gut unterhalten, damit man jemandem Kontaktdaten gibt...

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Re: Smalltalk

Beitrag von Wenona » Samstag 3. Juni 2017, 16:29

marwie hat geschrieben: Das grösste Problem ist heute, dass viele Leute auf ihr Smartphone schauen und Kopfhörer anhaben, da ist die Hürde zum Ansprechen ziemlich gross...
Nervigste ever. Man muss die Leute antippen, damit man mal vorbeikann, oder wie blöde vor deren Gesicht mit der Hand rumwedeln, damit die mal den Rucksack vom Sitz nehmen. :evil:

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Re: Smalltalk

Beitrag von TheRealDeal » Samstag 3. Juni 2017, 16:33

schwarzkaeppchen hat geschrieben:
Wenona hat geschrieben:
schwarzkaeppchen hat geschrieben: Aber mich wundert das wirklich, NBUC: Wir sind etwa gleichalt und du schreibst, du hattest EINE einzige Unterhaltung in einem Zug in all den Jahren? Du bist doch total oft auf Reisen, wenn ich das richtig verstanden habe? Wie kann das sein? Bei mir ist es eher die Ausnahme, wenn es zu keiner Unterhaltung mit Mitreisenden kommt, wenn ich in Zügen unterwegs bin.
Indem man z.B. schüchtern ist. :oops: :? :sadwoman:
Schüchternheit ist nicht NBUCs Problem, Wenona. Ich habe NBUC bei diversen AB-Treffen kennengelernt. Wir kamen bei unserem ersten Zusammentreffen quasi direkt in ein angeregtes Gespräch. So empfand ICH das wenigstens. NBUC hat andere Probleme als Schüchternheit.
Korrekt. NBUC's Problem ist das "total verkopft" sein. Das er im Vorfeld alles analysieren muss. So, wie gedacht und ausgemalt, kommt es aber selten. In dem Moment, wo ich mich frage, wie und worüber ich Smalltalk führen soll, ist die Lockerheit weg und die Chance vertan, diesen entspannt zu beginnen. Und bevor ich den beginne, brauche ich ein Gefühl zum Gegenüber. Dazu muss ich mich auf meiner Gefühlsebene befinden. Das fällt NBUC sehr schwer, so habe ich ihn jedenfalls kennen gelernt.

Wobei Smalltalk ja die Kunst ist, Unwichtiges zu sagen, während man an Wichtiges denkt. Smalltalk ist locker, oberflächlich, aber trotzdem sinnvoll und zielgerichtet. Also anspruchsvoller, als mancher Mensch denken mag.

Themen? Wetter, Verspätungen, Hund, Kind, meine eventuell störenden langen Beine, ins Auge stechende Auffälligkeiten aller Art, gelesene Bücher, aufgelegtes Parfum, blendende Sonne... Tausende Möglichkeiten...
Angst verhindert nicht den Tod, aber sie verhindert das Leben.

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Re: Smalltalk

Beitrag von alkmene » Samstag 3. Juni 2017, 16:50

Smalltalk ist so ne Sache... Ich würde mich selbst als sehr extrovertiert und auch smalltalkfähig bezeichnen, aber oft nervt dieses oberflächliche Gerede trotzdem einfach.
Da denke ich jetzt an Situationen (zB Parties, Veranstaltungen, auf denen man nur wenige Leute kennt oder in einem neuen Arbeitsumfeld) in denen man eben gezwungen ist, Smalltalk zu führen. Ich kriegs hin, es gibt mir aber nichts.

Dennoch ist Smalltalk (leider) gesellschaftlich ziemlich wichtig aus meiner Sicht. Und man kann es auch üben. Dazu bieten sich Situationen wie solche in der Bahn gerade an - wobei sich daraus u.U. eben auch wirklich nette Gespräche ergeben können. Aber jedem, dem Smalltalk schwerfällt, würde ich raten, es in solchen Situationen zu üben. Wenn das Gegenüber nicht gewillt ist oder nach kurzem Gespräch eine Redepause entsteht, ist das nicht weiter schlimm, wenn man die Leute nie wieder sieht.

Meine eigene Erfahrung: Je öfter man Smalltalk praktiziert, desto leichter geht er einem von den Lippen. Inzwischen muss ich nicht einmal mehr nachdenken und rede einfach so dahin, wenn ich in Situationen bin, in denen ich zum Smalltalk gezwungen bin.

Insgesamt habe ich aber auch das Gefühl, dass man insbesondere in Deutschland und ähnlich geprägten Ländern, schwer mit fremden Leuten ohne äußeren Anlass ins Gespräch kommt.
Würde im Zug auch niemanden ansprechen, wenn sich nicht ein äußerer Anlass (Verspätung etc) bietet. Gut üben kann man es zB beim Friseur, Nagelstudio und ähnlichem. Da hat man viel leichter einen Anknüpfungspunkt, da man ja ohnehin schon im Gespräch über Frisur etc ist, da kann man dann leichter auf allgemeinen Smalltalk umsteigen und hat nicht diese Hürde, jemanden erst ansprechen zu müssen.

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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 17:01

Oft gehen diese Gesprächsthemen auch ineinander über.

Beispiel 1:
Mitreisender bietet nachdem man seinen Platz gefunden hat und versucht, die mega-schwere Tasche/den Koffer ins Gepäckfach zu heben an, das für einen zu übernehmen. Dafür bedankt man sich. Alle setzen sich (wieder). Man blättert im ICE oder IC in diesem Heftchen, in dem der zeitliche Ablauf der Reise mit den Anschlusszügen aufgelistet ist. Der Zug ist inzwischen losgefahren. Man wundert sich über die Reiseroute, liest auf dem Heftchen die Zugnummer und vergleicht sie mit der Zugnummer in den eigenen Reiseunterlagen. Man schaut den Mitreisenden, der einem eben geholfen hat, einem aber ansonsten völlig fremd ist an und fragt: Das ist das falsche Heft oder sind wir in Zug Nummer .....??? Dieser bestätigt, dass der Zug ebenjener ist und erkennt den Schrecken im Gesicht der Frau, der er gerade das Gepäck hochgehoben hat. Gleich wird der Zug noch einmal am nächsten Bahnhof dieser Großstadt halten. Daher hilft er, das Gepäck wieder aus der Gepäckablage zu holen und wünscht viel Erfolg bei der Weiterreise. (Kurz und schmerzloser Smalltalk)

Beispiel 2:
Reisende steigt in den Zug und sucht den reservierten Platz. Reisende begrüßt höflich den neben ihr sitzenden älteren Herrn, der am Fensterplatz neben ihr sitzt. Auf den Reservierungen an der Gepäckablage kann man lesen, wohin der andere mit DIESEM Zug unterwegs ist. Aufgrund herumtobender Kinder im Mittelgang und zwischen den Großraumabteilen kommt man auf das erste Gesprächsthema: Die Sommerferien haben begonnen und es sind viele Familien unterwegs. Die Eltern der herumtobenden Kinder lassen ihren Sprößlingen freien Lauf, setzen keine Grenzen und vermitteln ihnen nicht, dass es sich im Zug auch gehört, in Sachen Lautstärke Rücksicht auf andere Reisende zu nehmen. Der ältere Herr erzählt, seine Tochter sei Lehrerin und würde oft ähnliches aus ihrem Berufsalltag erzählen. Früher sei dies anders gewesen. Er sei viel strenger erzogen worden. Er berichtet aus seiner Kindheit, von seiner Herkunftsfamilie und der Stadt, aus der er stammt. Später habe es ihn in eine ganz andere Region Deutschlands verschlagen, wo er jetzt gerade hinfahren würde. Er sei auf dem Rückweg, .... Informationen über seine Mutter, und ihren Lebensweg, sein Leben am Zielort und dann wurde es inhaltlich irgendwie unangenehm, so dass ich aufs Musikhören umschwenkte...

Man sieht, nicht immer ist der Gesprächsverlauf angenehm.

Beispiel 3:
Reisende steigt in den verspäteten ICE und kommt rasch mit der ob der Verspätung immer nervöser werdenden Frau, die ihr gegenüber im Abteil sitzt ins Gespräch. Die Frau hat nur noch wenige Bahnhöfe, ehe sie aussteigen muss. Sie hat heute ein Vorstellungsgespräch, da sie nach Jahren Familienpause wieder neu in ihre Branche einsteigen will. Sie ist froh um Ablenkung durch das Gespräch, überfliegt dann nochmal Unterlagen, um erneut das Gespräch zu suchen. Als die beiden endlich an ihrem Zielbahnhof anhalten (der Zug stand mehrfach pausierend auf offener Strecke), wünscht ihr die Reisende viel Erfolg und alles Gute!

Beispiel 4:
Die Reisende sitzt in einem vollen 6er Abteil. Einer der Mitreisenden ist ein flotter Mitzwanziger, der über sich in der Gepäckablage einen Rucksack mit einem daran befestigten Skateboard dabei hat. Die junge Frau neben ihm hat u.a. als Gepäckstück eine lange Papprolle dabei, wie sie für den Transport von Zeichnungen verwendet werden. Etwa eine halbe Stunde vor der Endstation kommen die beiden ins Gespräch. Die junge Frau spricht IHN an. Er studiere doch auch da und da, oder? Er bestätigt und schaut sie erstaunt an. Sie studieren also an der gleichen Uni, offensichtlich gleich oder ähnliche Studienfächer und sie hat ihn dort schon gesehen. Beide kommen vom Wochenende oder aus den Semesterferien zurück. Statt dass sie ihn vor Stunden, so lange sitzen sie nämlich schon ohne Kontakt nebeneinander, darauf angesprochen hätte, traut sie sich das erst kurz vor dem Zielbahnhof. Ein angeregtes Gespräch folgt...

Ob sie den Kontakt an der Uni weitergeführt haben? Die Reisende weiß es nicht, war nur stumme Zeugin des Gesprächs...
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Re: Smalltalk

Beitrag von Gahaltan » Samstag 3. Juni 2017, 17:09

NBUC hat geschrieben:
Wie soll das abgesehen von akuten, zufälligen, und damit nicht planbaren lokalen Anlässen in der Praxis aussehen
das war, erwartbar, das ist ein typischer NBUC, aber das hier verwirrt mich:
NBUC hat geschrieben:Ohne Aufhänger sehe ich da eigentlich keine sich anbietende Option.

Ich bin mal mit jemandem real kurz ins Gespräch gekommen, weil sie gerade ein dickes Buch fertig hatte und ich vom Lesezeichen abgeleitet habe, dass sie es ggf erst zu dieser Fahrt gekauft hat.

Kommt somit vor, ist aber extrem einem zufälligen Anlass zu verdanken.
eigentlich hast du dir damit doch schon selbst die antwort gegeben.
inwiefern ist bitte die tatsache, dass du an ihrem lesezeichen vermutest, dass sie das buch erst für diese fahrt gekauft hat ein besseres gesprächsanlass als beispielsweise der autor ihres buches, die frage, worum es in ihrem buch geht, ihre halskette, das wetter etc. ?

ich sehe ja ein, dass die schwelle, jemanden anzusprechen, relativ niedrig ist, wenn er ein känguru dabei hat, aber dein ansprechanlass war genauso banal wie so ziemlich alle anderen möglichkeiten.
wichtig war nur, dass du eben was gesagt hast und dich interessiert hast.
„Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane.“

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Re: Smalltalk

Beitrag von schwarzkaeppchen » Samstag 3. Juni 2017, 17:16

Gahaltan hat geschrieben:
NBUC hat geschrieben:
Wie soll das abgesehen von akuten, zufälligen, und damit nicht planbaren lokalen Anlässen in der Praxis aussehen
das war, erwartbar, das ist ein typischer NBUC, aber das hier verwirrt mich:
NBUC hat geschrieben:Ohne Aufhänger sehe ich da eigentlich keine sich anbietende Option.

Ich bin mal mit jemandem real kurz ins Gespräch gekommen, weil sie gerade ein dickes Buch fertig hatte und ich vom Lesezeichen abgeleitet habe, dass sie es ggf erst zu dieser Fahrt gekauft hat.

Kommt somit vor, ist aber extrem einem zufälligen Anlass zu verdanken.
eigentlich hast du dir damit doch schon selbst die antwort gegeben.
inwiefern ist bitte die tatsache, dass du an ihrem lesezeichen vermutest, dass sie das buch erst für diese fahrt gekauft hat ein besseres gesprächsanlass als beispielsweise der autor ihres buches, die frage, worum es in ihrem buch geht, ihre halskette, das wetter etc. ?

ich sehe ja ein, dass die schwelle, jemanden anzusprechen, relativ niedrig ist, wenn er ein känguru dabei hat, aber dein ansprechanlass war genauso banal wie so ziemlich alle anderen möglichkeiten.
wichtig war nur, dass du eben was gesagt hast und dich interessiert hast.
Meine Vermutungen, warum das LESEZEICHEN ein dankenswerter EXTREM zufälliger Anlass für NBUC darstellen könnte:
Vielleicht wollte NBUC nur feststellen, ob er die Situation "Lesezeichen im dicken Buch der Mitreisenden = vor der Reise für diese Reise gekauft", richtig analysiert hat. Vielleicht wollte er auch mit seiner Fähigkeit, richtig zu analysieren punkten. Man muss schließlich irgendwelche besondere Fähigkeiten vorweisen können, um zu punkten, oder?

Einfach so ins Gespräch kommen wäre zu banal.
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Re: Smalltalk

Beitrag von Brax » Samstag 3. Juni 2017, 17:22

marwie hat geschrieben:Das grösste Problem ist heute, dass viele Leute auf ihr Smartphone schauen und Kopfhörer anhaben, da ist die Hürde zum Ansprechen ziemlich gross...
In dem Fall würde ich diese Personen nicht ansprechen. Wenn jemand sich unterhalten möchten, dann schottet er sich nicht so ab. Oft haben Leute ja gerade auch deshalb Kopfhörer auf, weil sie eben NICHT angesprochen werden möchten und ihre Ruhe haben wollen.

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