richiger weg?

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Ringelnatz
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Re: richiger weg?

Beitrag von Ringelnatz » Freitag 26. Februar 2016, 10:05

Wenn du sie fragen würdest, ob sie selbst findet, dass es sich gelohnt hat, ihren Mann gekannt und geliebt zu haben, auch wenn sie ihn nun leider gehen lassen musste - was glaubst du würde sie dir antworten?

Es ist natürlich eine individuelle Sache, aber ich denke die meisten Menschen ziehen ein Leben in Wellen (mal sehr glücklich, mal sehr unglücklich, dazwischen Phasen von Zufriedenheit oder auch mal Unzufriedenheit) einem ganz monotonen, immer gleich bleibenden Zustand vor. Zudem man ja auch trotz diverser Schutzmaßnahmen nicht vor allem gefeit ist.
Christoph hat geschrieben:Wenn man einem Kind verbieten würde zu spielen, weil es dabei hinfallen oder sich anderweitig verletzen könnte, würde diese Person dann später auf eine glückliche Kindheit zurückblicken?
Reinhard hat geschrieben:ich denke es gibt (mindestens) zwei Arten von Schmerz. (...) Und dann noch diejenige Art, an der man wächst, die einem mit einer Erfahrung zurück lässt, und wo einem der Schmerz -- hinterher-- auch die Bestätigung gibt, dass es das wert war oder dass es ein wichtiger Teil des Lebens war.
Da stimme ich zu.
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Reni
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Re: richiger weg?

Beitrag von Reni » Freitag 26. Februar 2016, 10:17

Kumpeline hat geschrieben:Ich hatte gestern eine Erfahrung die mich zweifeln läst ob ich nicht doch besser alleine bleiben sollte.
(da zu sei gesagt das ein kleiner Teil von mir immer noch schreit do kommst doch gut klar verschwände doch deine Zeit nicht auf pathnersuche)
ich kommezueiner meiner Kundinen eine sonst seer resulute und ab geklärte Frau. mit der ich mich wirklich gut verstehte.
sie sagt zu mir das ihr mann verstorben ist und bricht da bei so in tänen aus das ich nichts anderes machen kann als sie in den arm nehmen. dan nach dem sie sich etwas gefasst hat er zählt sie das es schon das 2te mal ist das ihr pathner stirbt und das sie nun gar nicht weis wie sie allein klar kommt.
Das bringt mich ins grübeln und nährt meine zweifel.
ich frage mich ob liebe wirklich diese art leid auf wiegt? ob mann im leben nicht schon genug davon hat?
wie eit mann ohne es zu wissen seine selbständiegkeit verliert ohne es zu merken?
ich bin gewohnt alleine posten zu beziehen und selbst wenn die welt gegen mich wehre meinen standpunkt zu halten. verliert man in einer bezieung die fehig keit da zu?
bitte zerstreut meine Zweifel?
Nein, man verliert keine Fähigkeiten, man hat in der Zeit nur null Bock auf weitermachen und zweifelt den Sinn des eigenen Lebens massiv an. Mir ging es so, dass ich mich 6Wochen lang völlig in Watte gepackt gefühlt hab und von außen nichts mehr an mich rankam. Klar, ich hab weiter meine Arbeit gemacht, war einkaufen, hab gegessen, hab sogar meine Wohnung eingerichtet. Aber nichts davon hat mir auch nur irgendwas bedeutet. Nach 6Wochen kam dann erst richtig der Schmerz, dafür zwischendurch aber auch wieder richtiges, gefühltes Lachen, nicht nur reflexhaftes verziehen der Mundwinkel, weil es gerade irgendwie zu passen scheint. Ansonsten ist der Verlust des Lebenspartners laut Fachleuten über Burnout der größte Stressfaktor, dem ein Mensch ausgesetzt sein kann. Das muss erstmal verarbeitet werden. Dass natürlich bei langjährigen Beziehungen dazukommt, dass man irgendwo Arbeitsteilung gemacht hat und deshalb tatsächlich für den einen der Behördengang und für den anderen das Wäschebügeln erst geübt werden muss, kommt dazu, ich denk, das ist aber nicht wirklich das große Problem.

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