richiger weg?

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Kumpeline
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richiger weg?

Beitrag von Kumpeline » Mittwoch 24. Februar 2016, 07:06

Ich hatte gestern eine Erfahrung die mich zweifeln läst ob ich nicht doch besser alleine bleiben sollte.
(da zu sei gesagt das ein kleiner Teil von mir immer noch schreit do kommst doch gut klar verschwände doch deine Zeit nicht auf pathnersuche)
ich kommezueiner meiner Kundinen eine sonst seer resulute und ab geklärte Frau. mit der ich mich wirklich gut verstehte.
sie sagt zu mir das ihr mann verstorben ist und bricht da bei so in tänen aus das ich nichts anderes machen kann als sie in den arm nehmen. dan nach dem sie sich etwas gefasst hat er zählt sie das es schon das 2te mal ist das ihr pathner stirbt und das sie nun gar nicht weis wie sie allein klar kommt.
Das bringt mich ins grübeln und nährt meine zweifel.
ich frage mich ob liebe wirklich diese art leid auf wiegt? ob mann im leben nicht schon genug davon hat?
wie eit mann ohne es zu wissen seine selbständiegkeit verliert ohne es zu merken?
ich bin gewohnt alleine posten zu beziehen und selbst wenn die welt gegen mich wehre meinen standpunkt zu halten. verliert man in einer bezieung die fehig keit da zu?
bitte zerstreut meine Zweifel?
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Re: richiger weg?

Beitrag von Wuchtbrumme » Mittwoch 24. Februar 2016, 07:32

Deine Eigenständigkeit kannst Du nicht verlieren. Was Du gelernt und verstanden und im Leben umgesetzt hast, Dein Können auf verschiedenen Gebieten ist alles Deins. Das bleibt Dir auch in einer Partnerschaft.

Wenn diese Frau sagt, sie wisse nicht, wie sie allein zurechtkommen solle, kann das einfach bedeuten, dass sie ihren Kameraden vermisst, den Menschen mit dem sie alles geteilt hat. Es muss nicht bedeuten, dass sie unselbständig ist.

Natürlich gibt es auch unselbständige Frauen. Die sind das aber "von Anfang an" und suchen sich einen Partner, der z. B. Alltagsdinge für sie übernimmt.

Wenn Du gern einen Partner hättest, dann suche Dir einen! Allein zu bleiben, nur weil der Partner nicht für immer da sein könnte, ist keine Lösung. Liebesbeziehungen können immer scheitern, aber die meisten Leute rappeln sich danach wieder auf und gehen erneut auf die Suche. Selbst wenn Deine nächste Beziehung scheitern sollte bist nicht Du gescheitert sondern hast Erfahrungen hinzugewonnen und bist dann ein interessanterer Mensch.

Nur Mut! :vielglueck:
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Re: richiger weg?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 24. Februar 2016, 09:11

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Selbst wenn Deine nächste Beziehung scheitern sollte bist nicht Du gescheitert sondern hast Erfahrungen hinzugewonnen und bist dann ein interessanterer Mensch.

Nur Mut! :vielglueck:
Schöner Satz!
So etwas frage ich mich momentan auch. Ist das kurzzeitige Glück den darauffolgenden Schmerz wert?
Viele ABs hier sagen dass das Abtum sie "beschädigt", depressiv und unglücklich macht.
Aber nach mehreren gescheiterten Beziehungen, ist man da nicht auch irgendwie beschädigt durch die ganzen Verletzungen?

Ich möchte schon glauben dass es das Wert ist, aber ich schwanke noch.
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Re: richiger weg?

Beitrag von Kief » Mittwoch 24. Februar 2016, 13:19

Esperanza hat geschrieben:Schöner Satz!
So etwas frage ich mich momentan auch. Ist das kurzzeitige Glück den darauffolgenden Schmerz wert?
Viele ABs hier sagen dass das Abtum sie "beschädigt", depressiv und unglücklich macht.
Aber nach mehreren gescheiterten Beziehungen, ist man da nicht auch irgendwie beschädigt durch die ganzen Verletzungen?
Es gibt Verletzungen, die fuer einen Augenblick weh tun.
Und andere Verletzungen, die tieferen Schaden anrichten.

Wie gut man Verletzungen und Rueckschlaege verarbeiten kann, damit sie nicht mehr lange weh tun, ist das nicht eine Alltagskompetenz? Die man staendig im Leben braucht?

Ich meine, wenn ein Mensch oder eine Beziehung mir nicht gut tut, dann vertiefe ich die Beziehung nicht.
Andersherum, wenn ich zu einem Menschen den Kontakt halte oder vertiefe, dann mache ich das doch normalerweise, weil es mir gut tut.
Demzufolge sollte einem Trennungsschmerz eine gute Zeit vorangehen.

Es sei denn, ich gehe bereits auf den Menschen zu, wenn meine Einschaetzung noch oberflaechlich und riskant ist.
Das duerften dann die ganzen Ex-und-hopp-Vegas-Hochzeiten sein ...
so sollte ich mich auf einen Menschen nur einlassen, wenn ich den Eindruck habe, dass es mir gut tut.
Bzw. darauf achten, auf welche Weise mir der Mensch mein Leben bereichert.

Das letzte klingt jetzt irgendwie blafasel, aber ich kann das grad ned besser formulieren.
;-)


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Re: richiger weg?

Beitrag von Sträusschen » Mittwoch 24. Februar 2016, 13:25

Kief hat geschrieben:
Ich meine, wenn ein Mensch oder eine Beziehung mir nicht gut tut, dann vertiefe ich die Beziehung nicht.

Andersherum, wenn ich zu einem Menschen den Kontakt halte oder vertiefe, dann mache ich das doch normalerweise, weil es mir gut tut.

Demzufolge sollte einem Trennungsschmerz eine gute Zeit vorangehen.

Es sei denn, ich gehe bereits auf den Menschen zu, wenn meine Einschaetzung noch oberflaechlich und riskant ist.
Das duerften dann die ganzen Ex-und-hopp-Vegas-Hochzeiten sein ...
so sollte ich mich auf einen Menschen nur einlassen, wenn ich den Eindruck habe, dass es mir gut tut.
Bzw. darauf achten, auf welche Weise mir der Mensch mein Leben bereichert.


Das letzte klingt jetzt irgendwie blafasel, aber ich kann das grad ned besser formulieren.
;-)


CU, Kief
Ich fürchte aber, dass noch andere außer mir das Problem haben, wenn sie in der von Kief als in meinen Augen richtig erfassten wann-vertiefe-ich-Kontakte und wann-sollte-ich-es-bleiben-lassen so leben würden, würden sie noch weniger Kontakte oder Beziehungsversuche haben.
Was ist mit den Leuten, die anscheinend (ich hasse das Wort, aber es umschreibt am besten ohne dass ich viel erklären muss) einen niedrigen Marktwert haben?
Und zwar so einen niedrigen, dass sie mehr einstecken und in Kauf nehmen müssen als die Normalas?

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Re: richiger weg?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 24. Februar 2016, 13:27

Ja, aber wo steht geschrieben dass Trennungsschmerz nicht auch ewig wehtun kann?
Nie einen Partner zu haben, obwohl man möchte ist schlimm. Jemanden zu verlieren den man geliebt und mit dem Jahre verbracht hat aber auch. Da bricht ein Teil deines Lebens weg.

Wer entscheidet was schlimmer ist?
Normalos habe nicht automatisch bessere Bewältigungsstrategien als Abs.
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Re: richiger weg?

Beitrag von Skorpion » Mittwoch 24. Februar 2016, 13:36

Mein persönlicher Trennungsschmerz tat/tut nicht ansatzweise so sehr weh wie das Gefühl, alleine zu sein. Die schönen Erinnerungen kann mir außerdem niemand nehmen und werden mir immer im Kopf bleiben.

My two cents.

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Re: richiger weg?

Beitrag von Kief » Mittwoch 24. Februar 2016, 13:55

Sträusschen hat geschrieben:Ich fürchte aber, [ ... ], würden sie noch weniger Kontakte oder Beziehungsversuche haben.
Was ist mit den Leuten, die anscheinend (ich hasse das Wort, aber es umschreibt am besten ohne dass ich viel erklären muss) einen niedrigen Marktwert haben?
Und zwar so einen niedrigen, dass sie mehr einstecken und in Kauf nehmen müssen als die Normalas?
"In Kauf nehmen muessen" ist zwar ein ziemlich tragischer needy-Mehrwert, kann aber dennoch etwas darstellen, was einem einen Vorteil schaffen kann ...

Mit dem Begriff "Alltagskompetenz" wollte ich darauf hinaus, dass es sich womoeglich erstmal lohnt, mit Schmerzen umzugehen lernen.
Also Verarbeitungsmechanismen aneigenen.



Kumpelines Anfrage habe ich so verstanden, dass sie saemtlichen Schmerz komplett aus dem Leben verbannen will.
Schmerz minimieren ist klar, das will jeder Mensch.
Aber absolut jedem Schmerz vorzubeugen ist eine idealisierte Lebensform, die mMn nach illusorisch ist:
bei dem Versuch muss man jedes noch so kleine Risiko vermeiden.
ein Leben komplett ohne Risiko ist ein dramatisch eingeschraenktes Leben.
Fuer viele grundlegende Lebensqualitaeten muss man zumindest geringe Risiken eingehen.

Wenn diese grundlegenden Risiken so furchterregend sind, halte ich es fuer zielfuehrender, sich die "Resilienz" anzueignen, zumindest die grundlegendsten Risiken (er-)tragen zu koennen.

(Gott, so schriftlich per Forum klingt das uebel verkopft ... )


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Re: richiger weg?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 24. Februar 2016, 14:09

Aber du hast nich Unrecht.
Ich werde daran arbeiten. :D
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Re: richiger weg?

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 24. Februar 2016, 15:28

Angst vor der Zukunft schafft eine erschreckende Gegenwart.
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Re: richiger weg?

Beitrag von Nemo » Mittwoch 24. Februar 2016, 15:47

Kumpeline hat geschrieben: ich frage mich ob liebe wirklich diese art leid auf wiegt? ob mann im leben nicht schon genug davon hat?
wie eit mann ohne es zu wissen seine selbständiegkeit verliert ohne es zu merken?
ich bin gewohnt alleine posten zu beziehen und selbst wenn die welt gegen mich wehre meinen standpunkt zu halten. verliert man in einer bezieung die fehig keit da zu?
bitte zerstreut meine Zweifel?
Solche Überlegungen solltest du erst anstellen, wenn du selbst die Erfahrung hast. Es bringt dir nichts zu grübeln was dir die Zukunft bringt, weil andere schlechte Erfahrungen machen. Du lebst doch nicht von Erfahrungen anderer.

Natürlich bedeutet zu lieben auch das Leid des Verlusts. Spätestens mit dem Tod endet die Beziehung. Da geht jeder durch, der schon mal jemanden wirklich geliebt hat. Aber darf man sich deshalb fragen, ob es das wert ist? Die Frage sollte doch lauten, ist es mir nicht trotzdem wert? Will man ewig allein bleiben, weil man Angst hat jemanden zu verlieren? Meiner Meinung nach kann diese Frage im Allgemeinen nur nein heißen.
Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt.

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Re: richiger weg?

Beitrag von Tyvek » Mittwoch 24. Februar 2016, 19:04

Hörst du auch auf zu essen, weil man doch eh am nächsten Tag wieder Hunger bekommt?

Solange man den Wunsch nach einer Beziehung verspürst, solltest man auch daran arbeiten eine zu bekommen.
Und nur weil jemand anders unter Trennung leidet, heißt das ja nicht, dass es einem genauso ergeht. Und man kann ja auch versuchen zu fragen, ob die vergangenen guten Gefühle es Wert waren die Schlechten nun zu ertragen.

... unser Gehirn hat da auch so einen kleinen Trick, in dem es versucht schlechte Erinnerungen zu vergessen oder zu verdrängen. Wenn man also den Verlust verarbeitet hat, ist er nicht mehr so schlimm. (Und wer das alleine nicht schafft, bekommt dafür Hilfe)
Aber die Lebenszeit, die man einsam oder/und verbittert verbracht hat, gibt einem keiner zurück.

Deswegen sollte man seine Zeit möglichst mit Dingen verbringen, die einem Freude machen ... und wenn ein anderer Mensch der größte Quell der eigenen Freude ist, dann ist das eine ziemlich gute Sache :shylove:

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Re: richiger weg?

Beitrag von BartS » Mittwoch 24. Februar 2016, 19:39

Skorpion hat geschrieben:Mein persönlicher Trennungsschmerz tat/tut nicht ansatzweise so sehr weh wie das Gefühl, alleine zu sein.
Erstaunlich, bei mir ist es genau umgekehrt. Dass ich die ganze Zeit alleine war, ist jetzt nicht toll, aber ist nun mal so. Geschmerzt haben mich stattdessen Körbe und unglückliche Lieben (von Trennungen kann man ja bei einem AB nicht gerade sprechen).
Skorpion hat geschrieben:Die schönen Erinnerungen kann mir außerdem niemand nehmen und werden mir immer im Kopf bleiben.
Falls ich mal wirklich eine richtige Trennung erleben sollte, werde ich das hoffentlich genauso sehen.
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Re: richiger weg?

Beitrag von Skorpion » Mittwoch 24. Februar 2016, 20:06

Klar kommt mit jedem Erinnern auch ein kleiner Stich ins Herz, aber insgesamt eher ein...süßer (?) Schmerz. Ist bestimmt bei jedem anders. und bei längeren Beziehungen sicher sowieso.

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Re: richiger weg?

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 24. Februar 2016, 20:37

Skorpion hat geschrieben:Klar kommt mit jedem Erinnern auch ein kleiner Stich ins Herz, aber insgesamt eher ein...süßer (?) Schmerz. Ist bestimmt bei jedem anders. und bei längeren Beziehungen sicher sowieso.
Nein, bei mir ist der schmerz auch nicht süß, eher das allerschlimmste das man überhaupt fühlen kann.
Ich bin tausend mal lieber nicht verliebt single als verzweiffelt in liebeskummer. Nicht verliebt ist bei
mir den leidensdrück nur ganz gering, und mit jedem lebensjahr verschwindend geringer.

Eigentlich habe ich mich mit den AB-tum schon längst abgefunden - zumindestens, so lange als ich
nicht verliebt bin. Konnte aber das mich verlieben nicht (immer) verhindern....
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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Re: richiger weg?

Beitrag von Christoph » Mittwoch 24. Februar 2016, 22:44

Wenn die zu Anfang beschriebene Frau um ihre Männer weint, dann bedeutet das wohl, dass sie mit ihnen etwas unvergleichlich wertvolles verloren hat. Hätte sie diese Männer als eine Belastung für ihr Leben empfunden, dann wäre sie gewiss nicht am Weinen, sondern am Jubeln. Wenn man in der Trauer weinen kann, dann muss man auch dankbar dafür sein, denn das bedeutet, dass man einen sehr lieben Menschen verloren hat.

Interessant an dieser Schilderung ist auch, dass sie nach dem Verlust des ersten Mannes offenbar eine sehr gute Motivation dazu hatte eine weitere Beziehung einzugehen, mit dem Wissen (zumindest im Unterbewusstsein), dass auch diese Verbindung durch den Tod enden könnte. Dass scheint den höheren Wert der Freude einer Beziehung gegenüber den damit verbundenen Schmerzen zu belegen.

Es ist nun auch schon einige Male in den Antworten angesprochen worden, ob es richtig sein kann, jeder Form von Verletzung aus dem Weg zu gehen, damit man von einem schönen Leben sprechen kann. Meine Meinung ist die: Wenn man einem Kind verbieten würde zu spielen, weil es dabei hinfallen oder sich anderweitig verletzen könnte, würde diese Person dann später auf eine glückliche Kindheit zurückblicken?

Und außerdem: Nur wer auch das Negative im Leben erlebt, weiß das Positive richtig zu schätzen.

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Re: richiger weg?

Beitrag von Kief » Mittwoch 24. Februar 2016, 23:13

Christoph hat geschrieben:Wenn man in der Trauer weinen kann, dann muss man auch dankbar dafür sein, denn das bedeutet, dass man einen sehr lieben Menschen verloren hat. [ ... ]
Und außerdem: Nur wer auch das Negative im Leben erlebt, weiß das Positive richtig zu schätzen.
Der erste Satz zeigt mMn sehr schoen auf, dass Trennungsschmerz oder Verlustschmerz aufzeigt, dass da etwas Positives vorbei ist.
Was also vor dem Verlust umso positiver gewesen sein muss.

Fuer die Zeit, die es waehrte, war es dann offenbar bereichernd.


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Re: richiger weg?

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 24. Februar 2016, 23:24

Hallo,

ich denke es gibt (mindestens) zwei Arten von Schmerz.

Diejenige Art, wo einen der Schmerz kaputtmacht, wo man immer mehr einen Teil von sich selbst verliert und selbst nach dem Ende des Schmerzes eine seelische Wunde zurückbleibt. Die Art von Schmerz, die verbunden ist mit Einsamkeit, Depression, Erfolglosigkeit oder Demütigung ... "Angst essen Seele auf" ...

Und dann noch diejenige Art, an der man wächst, die einem mit einer Erfahrung zurück lässt, und wo einem der Schmerz -- hinterher-- auch die Bestätigung gibt, dass es das wert war oder dass es ein wichtiger Teil des Lebens war. Zu dieser Kategorie gehört Trauer, Verlust, Nostalgie (in schwacher Form auch bei Anstrengung). Diese Arten Schmerz können sogar mehr weh tun als die erste Kategorie, wird aber trotzdem akzeptiert, weil man irgendwo schon weiß, erst durch das Erleiden wird es einem hinterher wieder besser gehen. Und vielleicht will man sie sogar durchmachen, so weh sie in dem Moment auch tun.












Leiden wird es auf beiden Wegen geben, die Menge ungewiss. Wähle weise.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

Christoph

Re: richiger weg?

Beitrag von Christoph » Mittwoch 24. Februar 2016, 23:40

Noch ein kurzer Nachtrag zu meiner vorigen Antwort:

Derzeit liegt ein akuter Trauerfall vor. Die fünf Phasen des Sterbens von Elisabeth Kübler-Ross (Nichtwahrhabenwollen, Zorn, Verhandeln, Depression und Akzeptanz) lassen sich auch ungefähr auf die Trauer beziehen (wenngleich hier oft nur 4 Punkte genannt werden (zB Verena Kast und Yorick Spiegel).

Man kann also davon ausgehen, dass die erwähnte Frau gerade emotional sehr stark angeschlagen ist und die Welt weit dunkler sieht, als sonst. Diese Phasen (sowohl beim Sterben, als auch bei der Trauer) laufen nicht stur von vorne nach hinten durch. Sie können in verschiedenen Reihenfolgen auftreten, Phasen können sich wiederholen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Wenn das nicht funktioniert (zB indem man die Trauer bewusst unterdrückt) kann es auch zu einer krankhaften Trauer kommen (zB larvierte Trauer). Oftmals zeigt sich das erst bei einem späteren Trauerfall, bei dem man dann tiefer fällt, als es normal ist.

Im Moment ist diese Frau also tief getroffen und sieht die Welt mit den Augen einer Trauernden. Nachdem sie jedoch die Trauerarbeit (und man spricht nicht umsonst von einer TrauerARBEIT) erfolgreich hinter sich gebracht haben wird, kann (und wird) sich diese Sichtweise auch wieder ändern und sie wird lernen mit ihrer neuen Lebenssituation zurecht zu kommen. Sie wird auf eine wünderschöne Zeit zurückblicken können, die sie an der Seite von geliebten Menschen verbringen durfte und wird dann auch das Jetzt wieder erträglich und schön finden können.

Deinen Rückschluss auf dein eigenes Leben und deine Einstellung zur Partnersuche würde ich also an dieser Stelle lieber nochmal überdenken!

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Re: richiger weg?

Beitrag von Kumpeline » Freitag 26. Februar 2016, 05:49

Ich weis von den 5 Phasen der trauer.
trotzdemist es schockirend wie sehr es sie traf zumal sie bereits Einen ehemann zu grabe getragen hat.
vieleicht ist es auch teil meiner eigenen empathie in der dies verhalten so sehr wiederhallt.

@Nemo
ich habe mich schon oft der erfahrungen anderer bedient . Es giebt Dinge die muss man nicht ausprobiren. ich laufe ja auch nicht mit dem kopf gegen Felsen weil ich von anderen weis das das nicht gesund ist.

@Kief jede Form von Schmerz zu verbannen ist gar nicht möglich! aber ich stehe an einem Kreuzweg bzw. habe mich ja schon einen Schritt in richtung pathnerschaft begeben wo von ich gleich eine klatsche kassirt habe. Nun um bei der methaffer zu beiben sehe ich vor mir jemand er den weg rück werts hinab geschlittert kommt voller blessuren und abschürfungen. wehrend ich auf der anderen seite soweit sehen kann das ich weis das bis zum horiront nichts kommt das mich derart in die knie zwingt. :gruebel:
achtung Legasthnikerin am werk. die Rechtscheibfehler giebts im Dutzend gunztieger

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