Kinderwunsch

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superseele
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Re: Kinderwunsch

Beitrag von superseele » Dienstag 14. Januar 2014, 21:41

Zerkan89 hat geschrieben: Gibt noch eine ganze Menge anderer Dinge die ich machen, ausprobieren und erreichen möchte.
kurze nachfrage: kann man das nicht mit ein bisschen mehr organisationsaufwand auch mit kindern?

sicher nicht mit allen dingen, aber mit so manchen.

Rosta

Re: Kinderwunsch

Beitrag von Rosta » Dienstag 14. Januar 2014, 21:44

Savor hat geschrieben:Gerade diesen Artikel zum Thema gefunden:

Psychologie: Kinder machen nicht glücklicher
Zitat:
Die Teilnehmer sollten einschätzen, wie nahe sie einem "idealen" Lebenszustand kommen. In den USA ordneten sich beide Gruppen auf einer Skala von null (schlechtmöglichst) bis zehn (bestmöglich) bei rund sieben Punkten ein: Eltern mit Kindern aller Altersstufen bei 6,82, Kinderlose bei 6,84.
Aha, und deswegen wird im Titel direkt propagiert, dass Kinder nicht glücklicher machen. Das auch noch in Verbindung mit "weltweiter Umfrage" obwohl weit über die Hälfte der Befragten aus der USA stammen.
Mich würde mal interessieren wie die Bewertung wäre, wenn man in der Befragung mit eingeflossen hätte, dass die finanzielle Situation der Befragten irrelevant wäre.

Zum Thema:
Ich bin da selbst recht aufgeschlossen. Aber als AB stellt man sich solche Fragen eher weniger. Zumindest ich. ;)

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von butterblume278 » Dienstag 14. Januar 2014, 22:24

Kinderwunsch.... gute frage mit anfang dreißig eigentlich schon im blickpunkt.... viele meiner freundinnen haben kinder zum teil schon 2.... aber noch habe ich für mich nicht das brennende verlangen danach.... ich denke es liegt auch daran, dass ich seit fast 5 jahren 2 sittkinder habe auf die ich regelmäßig einmal die woche aufpasse. Und so hab ich ja kinder die ich aufwachsen sehe... wenn ich die beiden nicht hätte. ... keine ahnung ob ich dann für mich ein größeres Problem mit der momentanen Kinderlosigkeit hätte. ... also ich mag kinder und alle kinder lieben mich, warum auch immer .... spätestens mitten in der feier sind alle kinder bei mir und ich bin mehr mit denen beschäftigt als mit dem erwachsenen umfeld.... mit kindern gibt es ja auch nicht wirklich Gesprächsblockaden.... :sadman: :flirten:
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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Zerkan89 » Dienstag 14. Januar 2014, 22:59

superseele hat geschrieben: kurze nachfrage: kann man das nicht mit ein bisschen mehr organisationsaufwand auch mit kindern?

sicher nicht mit allen dingen, aber mit so manchen.
Möglich ist sicherlich einiges davon...aber mir wäre es trotzdem lieber ohne Kinder.
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In der Zukunft gewinnen. "

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von DannyDark » Mittwoch 15. Januar 2014, 02:35

Rosta hat geschrieben:Aber als AB stellt man sich solche Fragen eher weniger. Zumindest ich. ;)
Ab einem bestimmten Alter(30+) kann man
sich als AB von dem Thema abwenden...

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Anne87 » Mittwoch 15. Januar 2014, 10:07

Ich möchte auf jeden Fall irgendwann Kinder aber erst zwischen 30-35 :) Im Moment könnte ich es mir noch nicht vorstellen, hab erst vor 1,5 Jahren zu studieren begonnen und bin noch fast jedes We auf irgendwelchen Partys, ich bin also absolut noch nicht reif dafür und irgendwie froh, dass mein Leben noch nicht in so festen Bahnen läuft, wie bei anderen in meinem Alter ;)

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Donnerstag 16. Januar 2014, 07:13

superseele hat geschrieben:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben: Ich bin Ende 30, irgendeine biologische Uhr interessiert mich überhaupt nicht, und ich umgebe mich auch nicht mit ungefähr gleichaltrigen, die am laufenden Meter Familien gründen und Kinder in die Welt setzen – schon deshalb, weil Leute in meinem Alter Kinder auf dem Gymnasium haben.
ist das nicht ein widerspruch?

ohohoooooo günasiehum..... muss was ganz elitäres sein... da werden die besseren menschen gemacht wahhh... :wuetend:
Was ich damit meine (war mal wieder klar, daß selbst meine kürzesten Postings keiner versteht), ist:

Überlegt mal. Ende 30. Wie alt sind die Kinder, die Leute normalerweise Ende 30 haben? Hm?

Viele Leute setzen ihren Nachwuchs schon in den 20ern in die Welt. Folglich sind diese Kinder, wenn besagte Leute Ende 30 sind wie ich, schon so 12, 14 Jahre und älter, also alt genug, um beispielsweise auf dem Gymnasium zu sein. So sieht das aus.

Zum einen stehe ich ziemlich komisch da, wenn ich als einziger meiner Generation überhaupt keine Kinder habe und nein, auch keine Ehefrau und kein Eigenheim und kein Auto und kein...

Zum anderen sind Kinder oder Jugendliche in dem Alter ja noch nicht flügge. Ist ja nicht so, daß die mit 12 oder 14 zu Hause ausziehen und ihr eigenes Leben leben oder so, daß ihre Eltern sich dann nicht mehr um sie kümmern müssen, daß ihre Eltern wieder mehr Zeit für andere Dinge als Familie haben. Somit kommt dazu, daß meine komplette Generation durch die Familie komplett gebunden ist und mindestens bis Mitte 40 für nichts anderes mehr Zeit hat.

Auch deshalb kann ich mich mit solchen Leuten nicht umgeben – weil die für mich gar keine Zeit hätten. Und ehrlich gesagt, ich will das auch gar nicht.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von challenger81 » Donnerstag 16. Januar 2014, 07:57

Kinder kosten Zeit, Kinder kosten Nerven und vor allem: Kinder kosten Geld. Viel Geld.

Geld, dass in meinem RX8 und in meinen geplanten Backpackingtrips viel viel besser angelegt ist.

Außerdem möchte ich mein mißratenes Erbgut (Kurzsichtigkeit,Asthma, Haarausfall, abstehende Ohren, schiefe Nase, usw.) nicht unbedingt weitergeben.
Das wäre juristisch gesehen eine Körperverletzung.

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Daisy » Freitag 17. Januar 2014, 06:53

superseele hat geschrieben:nein es ist keine scherzfrage!!!

naja das sensibelchen vom dienst bin ich wohl eher nicht, ABER ich liefere ne andere betrachtungsweise. zumindest meiner erfahrung nach haben so einige frauen angst vor geburt dem davor und danach. so in der reihenfolge. mal die ganze sache etwas technisch/medizinischer und damit etwas abstrakter zu sehen hat wohl manchen gefallen. ohne selbstverständlich ängste zu ignorieren oder lächerlich zu machen o.ä..
Sorry aber mal ganz im Ernst ich war bei meiner Cousine dabei die Frau wurde von dem Baby zerfetzt, sie hat bei der Geburt Projektilwürgen,Pinkeln und Scheißen gleichzeitig abgezogen. Jetzt 4 Jahre später und 2 Vaginalrekonstruktionsoperationen später hat sie immer noch Schmerzen wenn sie nur für einen einfachen Abstrich zum Gyn geht. Und zu sagen es sei "quatsch" dass eine Geburt eine der traumatisierendsten Dinge überhaupt ist, ist schon echt frech.

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von SciFiGirl » Freitag 17. Januar 2014, 08:09

Daisy hat geschrieben:Sorry aber mal ganz im Ernst ich war bei meiner Cousine dabei die Frau wurde von dem Baby zerfetzt, sie hat bei der Geburt Projektilwürgen,Pinkeln und Scheißen gleichzeitig abgezogen. Jetzt 4 Jahre später und 2 Vaginalrekonstruktionsoperationen später hat sie immer noch Schmerzen wenn sie nur für einen einfachen Abstrich zum Gyn geht. Und zu sagen es sei "quatsch" dass eine Geburt eine der traumatisierendsten Dinge überhaupt ist, ist schon echt frech.
:roll: Ich kenne auch zwei Frauen, die sie zwei Tage lang in Wehen haben liegen lassen. Sollte ja alles schön natürlich ablaufen. Dann kam doch der Notkaiserschnitt. Ja, die waren hinterher beide traumatisiert, das haben sie mir selbst gesagt. Ich würde das auch nicht einfach so abtun.

Ich hätte dennoch immer gerne Kinder gehabt. Aber zu sagen, Kinder machen per se glücklich oder unglücklich... Ich kenne keine Eltern, die nicht ab und an genervt von ihren lieben Kleinen wären oder über sie motzen und sich beschweren. Als Kinderlose finde ich das immer total schade. Die wissen anscheinend gar nicht, welches Glück sie haben. Aber klar, gibt es da gute und schlechte Zeiten, aber ich denke immer, dass die "Normalos" ihr Glück nie wirklich zu schätzen wissen.
superseele hat geschrieben:
Zerkan89 hat geschrieben: Gibt noch eine ganze Menge anderer Dinge die ich machen, ausprobieren und erreichen möchte.
kurze nachfrage: kann man das nicht mit ein bisschen mehr organisationsaufwand auch mit kindern?
sicher nicht mit allen dingen, aber mit so manchen.
Das ist eine gute Frage. Meine Cousine, voll berufstätig, sagte vor der Geburt ihres ersten Kindes immer: das ist alles eine Frage der Organisation. Tja, dann kam das zweite Kind und wenn nicht die Grußmutter immer eingesprungen wäre (die eigentlich ganz woanders wohnte immer für sie durch die Republik gurken musste) hätte sie das nicht geschafft. Ich denke, es kommt darauf an, welche Wünsche man sich verwirklichen will. Aber in jedem Fall sind es die Kinder, die Abstriche machen müssen. Daher glaube ich, dass man die meisten Wünsche vorm Kinderkriegen erfüllen sollte (wobei es wie gesagt auf die Wünsche ankommt ;) )

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von DJones82 » Freitag 17. Januar 2014, 09:18

Ich wünsche mir schon irgendwann ne Familie, mit KInd, zu gründen. Aber ich glaube es wird immer ein Frommer Wunsch bleiben. :sadman:
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Re: Kinderwunsch

Beitrag von ComtesseDeLaFére » Freitag 17. Januar 2014, 17:41

Ich hätte gerne welche gehabt, aber es hat leider nicht sollen sein. :crybaby:
Mit fast 34 Jahren ist mir jetzt auch klar geworden, dass ich nie welche haben werde, auch wenn das weh tut. :cry:
Sicher, es gibt Frauen, die mit 46 noch ein Kind bekommen, wie Narumol, aber man sollte sich auch fragen, wie fühlt sich ein Kind, das so alte Eltern hat? Jetzt mit 34 ginge es noch, aber der Partner fehlt.
Und falls ich doch noch jemand kennenlernen sollte, will man ja auch noch zwei oder drei Jahre zu zweit haben, und dann wäre ich fast 40. DAs kann also nix mehr werden mit Kindern, das ist mir längst bewusst geworden.

Was mich ärgert ist, dass alle immer klagen, dass in Deutschland zu wenig Kinder geboren werden, man aber gleichzeitig alleinstehenden Frauen die künstliche Befruchtung verbietet.
Denn wenn das nicht verboten wäre dann hätte ich mit Sicherheit längst ein Kind, und ich bin sicher, dass es vielen FRauen genauso geht wie mir.
Das Problem, das so wenig kinder geboren werden, liegt auch daran, dass es vielen Menschen an einem Partner mangelt, der Kinderwunsch aber da ist.

Neri
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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Neri » Freitag 17. Januar 2014, 17:49

ComtesseDeLaFére hat geschrieben:aber man sollte sich auch fragen, wie fühlt sich ein Kind, das so alte Eltern hat?
Ein Kind fühlt sich in der Regel wohl/gut wenn es geliebt wird, egal ob von einer 20-jährigen Mutter oder von einer 40-jährigen.
Mein ältester und mein jüngster Bruder sind knapp 20 Jahre auseinander, keiner von beiden hat ein Kindheitstrauma wegen zu junger/alter Mutter erlitten.

Dieses Argument "das arme Kind mit so alten Eltern" ist m.E. meist nur ein Scheinargument, solange jemand mit 40 nicht schon weiß, dass er nur noch fünf Jahre zu leben hat oder ein 90-jähriger nochmal zu großer Form auflaufen will.
Angesichts der Vielzahl von Bedürftigen muss man sparsam sein mit seiner Verachtung.
(François-René de Chateaubriand)

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Mondstaub » Freitag 17. Januar 2014, 17:51

Ich hätte schon gerne ein Kind.. aber bei mir wird es auch langsam Zeit und ich weiß ja nicht mal, ob ich überhaupt einen Heiratsantrag bekomme. Mein Freund ist zwar lieb, aber für sein Alter wohl etwas unreif und hat so etwas noch nie angesprochen. Zumal er ja schon immer Panik bekommt, ob es finanziell für uns beide reicht. Und ich werde beruflich irgendwie auch mehrfach gemobbt und weiß nicht, ob ich überhaupt auf einen grünen Zweig komme.
Warum muss immer alles so schwer sein.
Früher war ich ehrgeizig und bin damit immer nur auf die Nase gefallen.. es hat mir Null gebracht. Heute kann ich solche "bösen" Frauen verstehen, die sich einen reichen Mann suchen. Damit würden viele Probleme einfach wegfallen und die aggressiven Kolleginnen könnten mich auch mal.
Aber so ist es ja eh nicht gekommen.

ComtesseDeLaFére

Re: Kinderwunsch

Beitrag von ComtesseDeLaFére » Freitag 17. Januar 2014, 18:00

Neri hat geschrieben:
ComtesseDeLaFére hat geschrieben:aber man sollte sich auch fragen, wie fühlt sich ein Kind, das so alte Eltern hat?
Ein Kind fühlt sich in der Regel wohl/gut wenn es geliebt wird, egal ob von einer 20-jährigen Mutter oder von einer 40-jährigen.
Mein ältester und mein jüngster Bruder sind knapp 20 Jahre auseinander, keiner von beiden hat ein Kindheitstrauma wegen zu junger/alter Mutter erlitten.

Dieses Argument "das arme Kind mit so alten Eltern" ist m.E. meist nur ein Scheinargument, solange jemand mit 40 nicht schon weiß, dass er nur noch fünf Jahre zu leben hat oder ein 90-jähriger nochmal zu großer Form auflaufen will.
Naja, in meiner Familie sind späte Geburten ja keine Seltenheit, meine Oma hat erst mit 32 geheiratet und mit 35 und 38 ihre Söhne bekommen. Eine Tante von mir bekam auch mit 38 ihr zweites Kind. Meine Oma war aber wohl kein Absolute Beginner, dass sie so spät heiratete lag am Ausbruch des 2. Weltkrieges und am darauf folgenden Männermangel.
Ich hätte schon gerne ein Kind und würde es auch über alles lieben und alles tun um ihm eine glückliche Kindheit zu bieten, aber da ich keinen Partner habe, ist das völlig utopisch, und für eine künstliche Befruchtung im Ausland fehlt mir das Geld.
Und ich lebe von Hartz IV, da wäre es egoistisch ein Kind in die WElt zu setzen, wenn man diesem finanziell gar nichts bieten kann. Dann würde das Kind womöglich, weil wir wenig Geld haben, wie ich in einen Teufelskreis aus schulischem Mobbing geraten. Und ich frage mich auch gerade, ob soziale Phobie erblich ist, meine Mutter war auch eher der schüchterne, ruhige Typ, doch nicht ganz so ruhig und schüchtern wie ich.
Ich hätte schon gerne ein Kind, aber dann denke ich manchmal auch, was, wenn das arme Würchen dann genauso leiden muss wie ich wenn es in die schule kommt?

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Neri » Freitag 17. Januar 2014, 18:15

@ ComtesseDeLaFére

Ich verstehe Deine Bedenken durchaus. Ebenso wie die praktischen Hinderungsumstände die Du offenbar hast. :umarmung2:

Aber das andere ist immer so "hätte, könnte, würde vielleicht, ..."-Katastrophen-Szenario.

Wenn man immer vom Schlimmsten ausgeht (was ich in den meisten Lebensbereichen sogar selbst mache *g*) dürfte eigentlich kein Mensch bei Verstand ein Kind in die Welt setzen. Denn dem Kind könnten praktisch immer schlimme Dinge passieren, ein Leben lang - auch bei ganz tollen Ausgangsbedingungen.

Um etwas nochmal deutlicher zu machen vom vorherigen Post: Ich finde es nicht "toll" noch mit ü60 oder so ein Kind zu wollen, aber hier ging es ja um Mitte 30 bis Mitte 40, und da halte ich das Alter (sofern man noch "kann") für eine Art Ausrede.

Ich kenne selbst Leute die so argumentieren (eine/n so alte/n Mutter/Vater will ich keinem Kind zumuten), aber wenn man mal nachfragt kommt man schnell dahinter, die wollen sich selbst diesen Stress nicht mehr antun und wollen praktisch nicht mehr, und trauen sich nur nicht das zuzugeben um nicht als egoistisch dazustehen.
Angesichts der Vielzahl von Bedürftigen muss man sparsam sein mit seiner Verachtung.
(François-René de Chateaubriand)

ComtesseDeLaFére

Re: Kinderwunsch

Beitrag von ComtesseDeLaFére » Freitag 17. Januar 2014, 18:31

@Neri

Was den Stress betrifft, die schlaflosen Nächte die ein KInd mit sich bringt, das würde ich gerne auf mich nehmen, und mich auch gerne sehr viel mit dem Kind beschäftigen.
40 ist ja heute nicht wirklich alt, das ist heute eher wie noch vor hundert Jahren zwanzig, also durchaus nicht zu alt um ein Kind zu bekommen.
Ich hätte gerne eines, aber solange es keinen Partner in meinem Leben gibt, steht das gar nicht zur Debatte.
Ich stelle mir das schön vor, ein Kind vom Baby-bis ins ERwachsenenalter durchs Leben zu begleiten, auch wenn es sicherlich nicht immer nur leicht ist, und man vor viele Herausforderungen gestellt wird. Aber ich würde es gerne tun, und mir würde es auch nichts ausmachen, dafür selbst zurückstecken zu müssen.
Aber der Kinderwunsch ist bei mir erst da, seit ich etwa 30 bin, vorher hab ich darüber nie nachgedacht und auch nicht so an meiner Partnerlosigkeit gelitten. Ist das was ich habe nicht einfach nur klassische Torschusspanik, die mit 45 oder 50 wieder verschwinden wird?
Wieso hatte ich, bevor ich 30 wurde nie über das Thema nachgedacht?
Zu der Zeit haben die ersten meiner ehemaligen Klassenkameradinnen Kinder bekommen und die Freundin meiner Mutter die genauso alt wie ich ist. Und erst als alle, die in meinem Alter sind, Kinder bekamen, hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt, dass auch ich mich danach sehne.
Aber ist das wirklich ein stark ausgeprägter Kinderwunsch, oder nur der Wunsch, wie alle anderen zu sein?

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Re: Kinderwunsch

Beitrag von Neri » Freitag 17. Januar 2014, 18:39

Ich versteh' Dich ganz gut. Hoffe auch, dass Du es mir nicht übel nimmst, dass ich Deinen Post wegen dem Alter als Aufhänger genommen habe um meine allgemeine Meinung zu sagen. :umarmung2:
ComtesseDeLaFére hat geschrieben:Aber der Kinderwunsch ist bei mir erst da, seit ich etwa 30 bin, vorher hab ich darüber nie nachgedacht und auch nicht so an meiner Partnerlosigkeit gelitten. Ist das was ich habe nicht einfach nur klassische Torschusspanik, die mit 45 oder 50 wieder verschwinden wird?
Wieso hatte ich, bevor ich 30 wurde nie über das Thema nachgedacht?
Bei mir ist es komischerweise genau andersrum. Bis ca. Mitte 20 war der Wunsch klar vor Augen, dann plötzlich nicht mehr (zumindest nichts was in den Terminbereich "aktuelles" fallen könnte, das war dann so eher: Naja, irgendwann mal vielleicht).

Jetzt hab' ich auch bald die 30 voll und keine Lust auf ein Kind. Also JETZT nicht. Vielleicht in ein paar Jahren, oder in zehn. Mal sehen wie alles so kommt.
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Re: Kinderwunsch

Beitrag von DiplAB » Freitag 17. Januar 2014, 19:09

ComtesseDeLaFére hat geschrieben:Aber der Kinderwunsch ist bei mir erst da, seit ich etwa 30 bin, vorher hab ich darüber nie nachgedacht und auch nicht so an meiner Partnerlosigkeit gelitten. Ist das was ich habe nicht einfach nur klassische Torschusspanik, die mit 45 oder 50 wieder verschwinden wird?
Wieso hatte ich, bevor ich 30 wurde nie über das Thema nachgedacht?
Zu der Zeit haben die ersten meiner ehemaligen Klassenkameradinnen Kinder bekommen und die Freundin meiner Mutter die genauso alt wie ich ist. Und erst als alle, die in meinem Alter sind, Kinder bekamen, hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt, dass auch ich mich danach sehne.
Ist bei mir ähnlich. Seit dem ich sehe wie sich die Kinder meiner Geschwister entwickeln, ist der Wunsch nach einer eigenen Familie stäker geworden. Früher war ich eher in Richtung "kein Kind", weil ich dachte das ich das nicht kann. Aber die Kinder meiner Geschwister haben mir da irgendwie die Augen geöffnet. Es macht mir echt Spass mich mit ihnen zu beschäftigen.
Und mit mitte 30 höre ich da auch ein wenig die Uhr ticken. Zumindest gerate ich unter Druck das meine erste Beziehung (so sie denn kommen sollte ;) ) dann auch gleich "die richtige" ist. Denn viel Zeit zum experimentieren bleibt ja nicht. Und da ärgere ich mich das ich nicht schon ein paar Jahre früher den Arsch hoch bekommen habe (bin ja erst letztes Jahr aktiv geworden).
ComtesseDeLaFére hat geschrieben:Aber ist das wirklich ein stark ausgeprägter Kinderwunsch, oder nur der Wunsch, wie alle anderen zu sein?
Gute Frage. Mag sicher auch ein Aspekt sein, aber ich denke ein eher kleiner Teil.
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Re: Kinderwunsch

Beitrag von ComtesseDeLaFére » Freitag 17. Januar 2014, 21:03

@DipAB

Du hast ja als Mann das Glück, dass deine biologische Uhr nicht so tickt, Männer haben ja den Vorteil, dass sie sogar mit fünfzig oder älter noch Vater werden können wenn sich der Kinderwunsch durch eine Beziehung ergibt, aber als Frau ist da leider mit 45, 46 Jahren Schluß und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist schon ab ca. 35 geringer.
Mir gehts genau wie dir, auch ich ärgere mich heute oft darüber, dass ich mich jahrelang in meiner Traumwelt vergraben und nicht versucht habe was zu ändern, und nun habe ich den Eindruck, dass mir die Zeit regelrecht davonläuft.
Ich bin auch erst jetzt aktiv geworden und habe beschlossen was zu ändern, aber Singlebörsen im Internet haben sich als Flop entpuppt, da die Männer dort entweder Stalker waren oder nur das eine wollten.
Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass es noch mit einer Beziehung und einem Kind klappt.
Ich persönlich hab die hoffnung schon aufgegeben und der Spruch auf jeden Topf passt ein Deckel klingt für mich manchmal wie Hohn.
Im Internet gibt es zwar Seiten, wo man private Samenspender finden kann, doch das ist mir wegen meiner Angst vor Männern auch viel zu unsicher.
So werde ich wohl nie ein Kind haben und muss irgendwann einen Weg finde das zu akzeptieren.
Gehts dir auch so, dass du dich voller Angst fragst, ob du es jemals akzeptieren wirst, wenn du keines bekommen sollest?

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