"noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von NeC » Mittwoch 3. Juli 2019, 13:34

Knallgrau hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 10:46
Für mich ist wohnhaft bei den Eltern ab nem gewissen Alter ein Zeichen für mangelnde Selbstständigkeit und Abnabelung und ich nehm mir die Zeit einfach nicht, herauszufinden, ob ich bei nem bestimmten Mann falsch liege.
Finde ich klasse, dass Du es so differenziert beschreibst! :good:
Das, was eigentlich abschreckt, sind Eigenschaften der Menschen.
Bestimmte (Lebens- und Wohn-)Situationen korrelieren erfahrungsgemäß oft mit den unerwünschten Eigenschaften, und man kann sich deshalb entscheiden, das einfach gleichzusetzen. Es ist aber trotzdem nicht dasselbe.


Anders als InVinoVeritas schreibt, versuche ich auch gar nicht, die abschreckenden Eigenschaften mit irgendwelchen Argumenten zu entkräften. Unselbstständigkeit wird überwiegend unattraktiv gesehen; das kann ich genauso hinnehmen, wie ich es für z.B. kleine Körpergröße oder die "falsche" Statur oder für pedantisches oder belehrendes oder bevormundendes Verhalten tue.

Ich möchte nur bei speziell dem Thema der Wohnsituation ein wenig dafür werben, sich eben doch den einzelnen Menschen jeweils genauer anzuschauen, bevor man ihn links liegen lässt. Ich habe zwar keine Statistikdaten vorliegen, aber glaube doch nicht so ganz, das es ein so erdrückend großer Teil der Menschen, die so leben, das nur wegen fehlendem Selbstständigkeitsdrang so machen. Mir scheint das vielmehr ein Bild zu sein, was durch die Gesellschaft zunehmend geprägt wird: Man hat gefälligst ab einem gewissen Alter erstmal allein zu leben, und wer das nicht tut, mit dem stimmt was nicht. Dabei hat das Nachteile: für mich ist es z.B. auch eine Verschwendung von Ressourcen, und es führt anscheinend auch nicht selten zur Vereinsamung. Man kennt ja das Ranking der "Single-Hauptstädte Deutschlands". Es ist eigentlich kein Wunder, wenn die Anzahl der Single-Haushalte so rasant steigt, wenn alle glauben, dass man das so machen müsste.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von knopper » Mittwoch 3. Juli 2019, 13:37

LonesomeCoder hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:16

Ich meinte mit meinem "früher" die 70er und 80er des 20. Jhd. Da gabs schon Autos, Zug und Bus. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren damals sogar noch deutlich besser als heute. Die Bahnverbindungen gibt es nicht mehr und die Busse wurden meist bis auf die Schulbusse und Bürgerbusse mit sehr wenigen Fahrten (sollten etwa Senioren ein- oder zweimal pro Woche die Option für eine Fahrt in den nächsten Ort mit Geschäften, Friseur, Arzt und Apotheke haben bieten) gestrichen. Mangels Nachfrage.
ja das ist so ein allgemeiner Trend der sich imer weiter fortzusetzen scheint. Die Bahnhöfe in den kleine Orten werden zugerammelt, und verfallen und notfalls noch n kleines Wartehäuschen hingesetzt...falls noch ein Züge verkehren, und das wars dann.
Es ist wirklich ein Schandbild wenn man sich das mal so ansieht.... und immer wieder "eehh das kostet zu viel GELD" :hammer: …ich kanns nicht mehr hören.
Aber gut, ist jetzt OT
und dann, die Zeit von 2010 bis jetzt sind es nochmal mehr Autos geworden so mein Eindruck. ich fahre ja nun auch schon n Weile (kein eigenes) und als ich Führerschein gemacht habe war noch nicht so viel Verkehr wie heutzutage.
Und die Großstädte...hoffnungslos überfüllt und explodierende Mieten...was ja nur die Folge davon ist. kann da auch jeden verstehen der das einfach nicht möchte, der kein Bock hat auf ne über füllte S-Bahn in Berlin (sorry an alle Berliner) oder ner 60 qm Bude in München für 1000 € kalt :D ...obwohl das Level in Berlin wohl auch bald in Berlin erreicht sein dürfte.

Aber gut wenn alle meinen das es heute soo toll und viel viel besser ist, dann muss ich das so annehmen und wird wohl was Wahres dran sein....

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von inVinoVeritas » Mittwoch 3. Juli 2019, 13:56

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:25
LonesomeCoder hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:16
Größer werden ist nicht und 165 cm - 1 Kopf kleiner, da bleibt kaum mehr was über, so streng selektieren kann sich nicht jeder leisten.
Aber nicht jede Frau besteht auf einen größeren Mann (auch wenn das für viele offenbar eine Vorliebe ist). Und außerdem, 1,65 ist jetzt auch nicht so klein. Du bist ja fast so groß wie ich. Und es gibt einen Haufen Frauen, die kleiner sind als ich. Das mit dem "Kopf kleiner" ist absolut nicht nötig, das hast du jetzt reingebracht, damit du dir wieder selbst bestätigen kannst, dass du absolut keine Chance hast.
Es muss ja auch nicht jedes hier im Forum geäußerte Argument auf 100% aller Menschen zutreffen, denn es wird bei allen Themen immer Extremfälle geben, die es grundsätzlich einfach sehr schwer haben.
Es ist deshalb müßig zu allen Aussagen immer ein
"Aber wenn man zu den 3% der kleinsten Männern gehört ist die Größe ein Genickbruch" oder
"Aber wenn man objektiv zum 5%-Club-der-Hässlichen gehört helfen auch innere Werte nur wenig" oder
"Rausgehen bringt nichts, wenn es im Umkreis von 50km nur Dörfer mit Familien und Senioren gibt" einzuwerfen.
Das sind alles nachvollziehbare Einwände, die der Gesamtdiskussion dennoch nicht weiterhelfen, weil hier Prämissen vorliegen die auf den absoluten Großteil der Menschen nicht zutreffen.
Will man alle Extremfälle mit jeder Beschreibung der Realität abdecken erübrigt sich doch jedwede Betrachtung von Trends und Mustern, weil es für alles und jedes eine beobachtbare Ausnahme gibt. Deshalb könnte man generell auch einfach mal etwas "milder" auf Aussagen anderer blicken ohne immer ein Beispiel zu bringen, das sich am einen oder anderen Ende einer Extremskala (wie hier stetig wiederholend von LSC) befindet.

Das Beispiel mit der Größen-Diskussion hatte ich deshalb gebracht, weil es mal vor längerem hier im Forum einen entsprechenden - sehr langen - Thread dazu gab, wo auch 1.70 und noch etwas größere Männer ihre Körpergröße als gewichtigen Grund angeführt haben, warum sie so schlecht bei Frauen ankommen. Hinzu kam dann noch die Diskussion, wo mit logischen Argumenten dargelegt wurde, warum heutzutage die Körpergröße egal sein sollte (genauso wie ein muskulöser Körper), was im Endeffekt auf den Vorwurf hinauslief, dass Frauen immer noch von Jahrtausende alten Instinkten gesteuert werden, wo der starke Mann halt am besten seine Familie gegen einen Säbelzahntiger-Angriff verteidigen konnte.
Auch in diesem Thread hat damals kaum einer geschnallt, dass sich Anziehung bzw. persönliche Präferenzen einer Frau nicht von außen durch das "Gewinnen" einer Debatte durch logische Argumente ändern lassen, sondern es wurde sehr viel Energie verwendet um möglichst wasserdicht beweisen zu können, dass die eigene Erfolgslosigkeit das Ergebnis unabänderlicher externer Faktoren ist.
Bei wirklichen Extremfällen mag das tatsächlich hinkommen (aber selbst da dürfte es Ausnahmen geben, sprich es existiert bestimmt trotzdem irgendwo ein LSC-Klon der es zu einer Bettgeschichte mit einer Frau geschafft hat), bei allen anderen verliert sich durch diese Fokussierung aber leider der Blick auf potentielle Chancen und Wege, die vorhanden wären.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 3. Juli 2019, 14:06

knopper hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:37
Und die Großstädte...hoffnungslos überfüllt und explodierende Mieten...was ja nur die Folge davon ist. kann da auch jeden verstehen der das einfach nicht möchte, der kein Bock hat auf ne über füllte S-Bahn in Berlin (sorry an alle Berliner) oder ner 60 qm Bude in München für 1000 € kalt :D ...obwohl das Level in Berlin wohl auch bald in Berlin erreicht sein dürfte.
Echt jetzt? Für knapp 700 Tacken pro Monat bekommt man hier eine vollunterkellerte Doppelhaushälfte inklusive Garage. Die Nebenkosten, von Strom und Heizung mal abgesehen, sind darin auch bereits enthalten.
Nun ja, wer unbedingt in die Großstadt will, den soll man halt ziehen lassen.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Gatem » Mittwoch 3. Juli 2019, 14:18

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:20
fifaboy1981 hat geschrieben:
Dienstag 2. Juli 2019, 19:27
Brax hat geschrieben: Unabhängig von den Eltern
Und mit den Eltern in einem Haus zu wohnen ist gleich zu setzen damit das man genau das nicht ist?
Na ja, theoretisch nicht. In der Praxis ist es aber in meinem Umfeld zumindest schon so. Und hier im Forum schreiben ja auch alle, die noch bei den Eltern wohnen, aber angeblich trotzdem selbständig sind, dann sowas hier dazu:
fifaboy1981 hat geschrieben:
Dienstag 2. Juli 2019, 19:27
Ich meine ja Kochen macht auch meine Mutter, bis auf wenige Gerichte die ich selbst zubereite weils einfach geht, das andere ist mir zu kompliziert.
Die Wäsche wäscht sie mit, da ich alleine nie eine Maschine voll kriege, mir ist es aber auch inzwischen egal was andere denken.
Sehr überzeugend, das mit der Unabhängigkeit...
Und das sagt jetzt genau was über seine Unabhängigkeit aus? Das bei den Eltern mitisst und die Wäsche erledigen lässt heißt ja nicht zwingend, dass er es nicht selbst machen könnte.
Es aber zu tun, auch wenn es nicht nötig wäre, wäre jedenfalls wieder hoch-ineffizient. Insbesondere die Waschmaschine öfter laufen zu lassen als nötig wäre weder ökonomisch, noch ökologisch sinnvoll, aber auch beim Essen lassen sich diese Synergieeffekte mitnehmen. Gerade das sind doch Gründe, die das Zusammenleben in Gruppen (ob jetzt mit den Eltern, oder Partner etc.) so sinnvoll machen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Elli » Mittwoch 3. Juli 2019, 14:40

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 14:18
Und das sagt jetzt genau was über seine Unabhängigkeit aus? Das bei den Eltern mitisst und die Wäsche erledigen lässt heißt ja nicht zwingend, dass er es nicht selbst machen könnte.
Es aber zu tun, auch wenn es nicht nötig wäre, wäre jedenfalls wieder hoch-ineffizient. Insbesondere die Waschmaschine öfter laufen zu lassen als nötig wäre weder ökonomisch, noch ökologisch sinnvoll, aber auch beim Essen lassen sich diese Synergieeffekte mitnehmen. Gerade das sind doch Gründe, die das Zusammenleben in Gruppen (ob jetzt mit den Eltern, oder Partner etc.) so sinnvoll machen.
Überzeugender wäre an dieser Stelle halt eine Antwort gewesen wie: "Wir essen öfter zusammen, aber ich koche dann auch mal für alle / wir wechseln uns beim Kochen ab."
Auch bei der Wäsche klingt es jetzt so, als ob die Mutter die komplette Arbeit macht. Wenn man die Maschine gemeinsam nutzt (klar ist das ökologisch sinnvoller), kann man sich beim Wäschemachen ja auch abwechseln.
Das ist jetzt alles Kleinkram, und es ist mir auch egal, wie fifaboy (oder seine Mutter) seinen Haushalt führt, darum geht es überhaupt nicht. Aber merkt Ihr denn gar nicht, dass Eure Argumente genau das Gegenteil von dem zeigen, was ihr sagen wollt?

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von desigual » Mittwoch 3. Juli 2019, 15:11

knopper hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:37
Die Bahnhöfe in den kleine Orten werden zugerammelt, und verfallen und notfalls noch n kleines Wartehäuschen hingesetzt...falls noch ein Züge verkehren, und das wars dann.
Es ist wirklich ein Schandbild wenn man sich das mal so ansieht.... und immer wieder "eehh das kostet zu viel GELD" :hammer: …ich kanns nicht mehr hören.
Aber gut, ist jetzt OT
und dann, die Zeit von 2010 bis jetzt sind es nochmal mehr Autos geworden so mein Eindruck. ich fahre ja nun auch schon n Weile (kein eigenes) und als ich Führerschein gemacht habe war noch nicht so viel Verkehr wie heutzutage.
Und die Großstädte...hoffnungslos überfüllt und explodierende Mieten...was ja nur die Folge davon ist. kann da auch jeden verstehen der das einfach nicht möchte, der kein Bock hat auf ne über füllte S-Bahn in Berlin (sorry an alle Berliner) oder ner 60 qm Bude in München für 1000 € kalt :D ...obwohl das Level in Berlin wohl auch bald in Berlin erreicht sein dürfte.
Also, ehrlich gesagt, wenn ich das lese, habe ich den Eindruck, da jammert ein Rentner über 70. :shock: Wie willst du denn das Leben in den nächsten Jahren ertragen??
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 12:57
inVinoVeritas hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 09:21
Manch einer denkt aber tatsächlich immer noch, dass man eine Frau mit Argumenten davon überzeugen kann, etwas irrational emotionales wie das Bauchgefühl umzuprogrammieren?
Genau das funktioniert aber.
Das „Bauchgefühl“ kommt ja nicht aus dem nichts, sondern ist eine Art unterbewusste Bewertung, die auf den gemachten Erfahrungen und Ansichten fußt. Natürlich lässt sich sowas in einem konkreten vorliegenden Fall nicht mehr ändern, aber die grundsätzliche Einstellung generell, kann man argumentativ ändern.
Und deshalb argumentieren hier und in ähnlichen Threads manche Männer seitenweise?? In der ernsthafen Hoffnung, dass eine hier mitlesende Frau eines ihrer eigentlichen Ausschluss-Kriterien doch nicht so schlimm findet? Ich bezweifle stark, dass das zu irgendeinem Erfolg führt. Zumal diese KO-Kriterien ja nicht aus dem Nichts heraus kommen, sondern auf gemachten Erfahrungen im REALEN LEBEN, in Kontakt mit Menschen beruhen, wie hier oft genug berichtet wurde. Seitenweises Theoretisieren von Usern des Forums, die hier gefühlt tagtäglich stundenlang teils seltsam anmutende THEORIEN ausbreiten soll Frauen die gemachten Erfahrungen vergessen lassen? Ich glaube, die Mühe könnt ihr euch sparen.
Zumal ich ohnehin den Eindruck habe, dass viele der Vielschreiber-MABs den Großteil der Abinen hier sowieso nicht wollen würden, weil sie ihren eigenen Vorurteilen (zu hässlich, zu prüde, zu zickig, zu sehr Mauerblümchen) folgen. Aber damit kann ich natürlich auch falsch liegen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von t385 » Mittwoch 3. Juli 2019, 15:27

Ich wohne ja seit sieben Monaten mit einer Frau zusammen im Haus meiner Eltern. Noch erträgt sie es. :lol: Sie ist übrigens auch der Meinung, es gehöre zum Erwachsenwerden dazu, dass man sich irgendwann einmal von den Eltern abnabelt und auszieht.

Noch erträgt sie es. :lol:

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von knopper » Mittwoch 3. Juli 2019, 15:49

desigual hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 15:11
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:37
Die Bahnhöfe in den kleine Orten werden zugerammelt, und verfallen und notfalls noch n kleines Wartehäuschen hingesetzt...falls noch ein Züge verkehren, und das wars dann.
Es ist wirklich ein Schandbild wenn man sich das mal so ansieht.... und immer wieder "eehh das kostet zu viel GELD" :hammer: …ich kanns nicht mehr hören.
Aber gut, ist jetzt OT
und dann, die Zeit von 2010 bis jetzt sind es nochmal mehr Autos geworden so mein Eindruck. ich fahre ja nun auch schon n Weile (kein eigenes) und als ich Führerschein gemacht habe war noch nicht so viel Verkehr wie heutzutage.
Und die Großstädte...hoffnungslos überfüllt und explodierende Mieten...was ja nur die Folge davon ist. kann da auch jeden verstehen der das einfach nicht möchte, der kein Bock hat auf ne über füllte S-Bahn in Berlin (sorry an alle Berliner) oder ner 60 qm Bude in München für 1000 € kalt :D ...obwohl das Level in Berlin wohl auch bald in Berlin erreicht sein dürfte.
Also, ehrlich gesagt, wenn ich das lese, habe ich den Eindruck, da jammert ein Rentner über 70. :shock: Wie willst du denn das Leben in den nächsten Jahren ertragen??
da ich den Satz jetzt nicht zum 1. mal höre :D ...muss ich ja wohl :hammer:
und es sind ja lediglich meine Beobachtungen. Aufhalten kann ich die Entwicklungen eh nicht...muss sie aber deswegen lange noch nicht gut und toll und "hipp" finden.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 3. Juli 2019, 16:32

Cornerback hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:08
Die Frage ist doch generell, wie man damit umgehen kann, wenn einem gesagt wird, dass man wegen bestimmten Eigenschaften nicht als Partner in Frage kommt, also (zu) unattraktiv ist.
Liegt die Antwort nicht auf der Hand?

1. "Hm. Ist da was dran? Vielleicht sollte ich in diesen Bereichen was ändern? Kann ich?"
2. "Naja. Schade. In erster Linie für sie. Dann wird halt ne andere das Glück haben können, mit mir zusammen zu sein."
3. "Vielleicht sollte ich noch mal überlegen, ob der Typ Frau, den ich bisher interessant finde, wirklich der Richtige für mich ist. Vielleicht werd ich mal etwas experimentierfreudiger. Ich mein: wer keine (guten) Erfahrungen hat, beschafft sich welche. Jede Erfahrung bietet die Möglichkeit, was zu lernen, damit die nächste besser wird."
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Cornerback » Mittwoch 3. Juli 2019, 16:53

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:20
Cornerback hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:08
Ich meine, wenn man weiß, dass man zumindest für manche Frauen attraktiv ist, dann ist sowas sicherlich leichter einzuordnen. Für mich liest sich sowas immer wie eine Verurteilung: "Lebenslänglich AB" oder zumindest "zurecht AB".
Für irgendjemanden ist man immer attraktiv. Tania hatte ja z. B. geschrieben, dass sie kein Problem mit einem Nesthocker hätte.
Das stimmt natürlich, aber irgendwie konzentriere ich mich da eher auf das negative. :?
Es ging mir ja auch vor allem darum zu erklären, warum man halt sowas nicht so "über sich ergehen" lässt, sondern versucht Argumente zu finden, warum es doch kein Problem sein sollte, usw. auch wenn es eh nichts bringt.
Es könnte alles so einfach sein.
Ist es aber nicht.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von NeC » Mittwoch 3. Juli 2019, 17:15

Cornerback hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 16:53
Es ging mir ja auch vor allem darum zu erklären, warum man halt sowas nicht so "über sich ergehen" lässt, sondern versucht Argumente zu finden, warum es doch kein Problem sein sollte, usw. auch wenn es eh nichts bringt.
Also mir war auch schon recht früh klar, das sehr viele Frauen meine Wohnsituation im ehemaligen Elternhaus sehr negativ auslegen würde. Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich das machen soll, was allgemein propagiert wird: mir eine kleine Single-Mietwohnung suchen.
Weil ich es aber letztendlich hauptsächlich zur Chancenverbesserung getan hätte, es für mich viele Nachteile gebracht hätte, und ich mich im ehemaligen Elternhaus auch gut entfalten konnte (eigene Etage, Werkstatt im Keller, freie Hand bei Umgestaltung), habe ich mich dagegen entschieden. Eine Frau, die mir nicht zuhört, mir nichts zutraut, oder die mich diesbezüglich nicht verstehen kann oder will, ist dann wohl auch nichts für mich. ;)

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von TheRealDeal » Mittwoch 3. Juli 2019, 19:18

NeC hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:34
Knallgrau hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 10:46
Für mich ist wohnhaft bei den Eltern ab nem gewissen Alter ein Zeichen für mangelnde Selbstständigkeit und Abnabelung und ich nehm mir die Zeit einfach nicht, herauszufinden, ob ich bei nem bestimmten Mann falsch liege.
Finde ich klasse, dass Du es so differenziert beschreibst! :good:
Das, was eigentlich abschreckt, sind Eigenschaften der Menschen.
Bestimmte (Lebens- und Wohn-)Situationen korrelieren erfahrungsgemäß oft mit den unerwünschten Eigenschaften, und man kann sich deshalb entscheiden, das einfach gleichzusetzen. Es ist aber trotzdem nicht dasselbe.
Ich, als Gesamtkunstwerk, kann halt viele Dinge besser, als alleine einen Haushalt führen. Aber ich stehe dazu. Ständig wiederkehrende teils schwere Depressionen haben die Situation auch nicht besser gemacht. Einfacher auch nicht. Ich bin aber frohen Mutes, dass ich es zukünftig besser machen werde. :daumen:

Außerdem habe ich dann wenigstens etwas direkt parat, was ich nennen kann, falls mich mal jemand nach meinen Schwächen fragen sollte. ;) Aber kein Schatten ohne Licht... ;)
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 3. Juli 2019, 19:41

inVinoVeritas hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 09:21
Attraktivität lässt sich nicht rational mit guten Argumenten herbeidiskutieren, warum verstehen das hier so wenige? Dass das „Zuhause bei den Eltern wohnen“ oder die Tatsache, dass das ganze Sozialleben fast nur aus den Eltern besteht, nach außen hin auf sehr viele Frauen abschreckend wirkt, ist ja nun hinreichend oft erklärt worden. Das kann sich nach einem längeren Kennenlernen tatsächlich in Wohlgefallen auflösen, weil die Frau merkt dass der Mann ihr trotzdem richtig gut gefällt, aber erstmal ist das einfach abschreckend und auch nicht nur auf Vorurteilen fußend, wie viele Beispiele in jeweiligen Lebenserfahrungen zeigen.
Manch einer denkt aber tatsächlich immer noch, dass man eine Frau mit Argumenten davon überzeugen kann, etwas irrational emotionales wie das Bauchgefühl umzuprogrammieren?

Es ist ja offensichtlich nicht die Wohnsituation selbst, die unattraktiv gefunden wird, sondern ein Vorurteil, das über andere Menschen gepflegt wird, und erst das, was mit dem Vorurteil verbunden ist, macht in deren Augen unattraktiv. Gegen das Vorurteil kann man durchaus anreden, selbst dann wenn es öfter mal zutrifft. Oder vielleicht gerade dann, weil die Vorurteilsträger sonst gar nicht auf die Idee kämen, es würde sich überhaupt um ein Vorurteil handeln.

desigual hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 15:11
Und deshalb argumentieren hier und in ähnlichen Threads manche Männer seitenweise?? In der ernsthafen Hoffnung, dass eine hier mitlesende Frau eines ihrer eigentlichen Ausschluss-Kriterien doch nicht so schlimm findet? Ich bezweifle stark, dass das zu irgendeinem Erfolg führt. Zumal diese KO-Kriterien ja nicht aus dem Nichts heraus kommen, sondern auf gemachten Erfahrungen im REALEN LEBEN, in Kontakt mit Menschen beruhen, wie hier oft genug berichtet wurde. Seitenweises Theoretisieren von Usern des Forums, die hier gefühlt tagtäglich stundenlang teils seltsam anmutende THEORIEN ausbreiten soll Frauen die gemachten Erfahrungen vergessen lassen? Ich glaube, die Mühe könnt ihr euch sparen.

Komisch, dass du nur die "seitenweise Männer"-diskussion bemerkst, aber nicht, dass genügend Gegenrede kommt (auch von Männern), die die Diskussion überhaupt erst aktiv lässt??? :gruebel: Wenn jeder nur seine Erfahrung ausbreiten würde, wäre der Thread recht kurz.

Und die Interpretation als "in der ernsthaften Hoffnung" finde ich nur noch :specht:

Ich bezweifle aber, dass wirklich sooo viele Erfahrungen mit Nesthockern gemacht wurden, um es aus dem Status eines Vorurteils herauszuheben ...

desigual hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 15:11
Zumal ich ohnehin den Eindruck habe, dass viele der Vielschreiber-MABs den Großteil der Abinen hier sowieso nicht wollen würden, weil sie ihren eigenen Vorurteilen (zu hässlich, zu prüde, zu zickig, zu sehr Mauerblümchen) folgen. Aber damit kann ich natürlich auch falsch liegen.

Kannst du.
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von klecks » Mittwoch 3. Juli 2019, 19:43

NeC hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:34

Ich möchte nur bei speziell dem Thema der Wohnsituation ein wenig dafür werben, sich eben doch den einzelnen Menschen jeweils genauer anzuschauen, bevor man ihn links liegen lässt. Ich habe zwar keine Statistikdaten vorliegen, aber glaube doch nicht so ganz, das es ein so erdrückend großer Teil der Menschen, die so leben, das nur wegen fehlendem Selbstständigkeitsdrang so machen. Mir scheint das vielmehr ein Bild zu sein, was durch die Gesellschaft zunehmend geprägt wird: Man hat gefälligst ab einem gewissen Alter erstmal allein zu leben, und wer das nicht tut, mit dem stimmt was nicht. Dabei hat das Nachteile: für mich ist es z.B. auch eine Verschwendung von Ressourcen, und es führt anscheinend auch nicht selten zur Vereinsamung. Man kennt ja das Ranking der "Single-Hauptstädte Deutschlands". Es ist eigentlich kein Wunder, wenn die Anzahl der Single-Haushalte so rasant steigt, wenn alle glauben, dass man das so machen müsste.
Ich habe da eine Erfahrung beizusteuern, die rund 20 Jahre alt ist. Ich habe 10 Jahre nach meinem Studienende noch einmal eine einjährige Ausbildung gemacht. Dafür bin ich aus dem Osten in den Westen gezogen. Dort bin ich auf etwa gleich alte westdeutsch sozialisierte Männer meines Alters gestoßen. Und es krachte fürchterlich. Mir kamen sie eine Generation jünger vor als ich. Unsere grundlegend verschiedenen Lebenserfahrungen trennten uns. Ich war mit 18 aus der kleinen Mietwohnung meiner Eltern ausgezogen zum Studium und nie wieder zurückgekehrt. Zum Zeitpunkt der Ausbildung waren bereits alle aus meiner Familie tot, ich lebte allein, musste mich auch allein durchschlagen ... Sie hatten oft gerade ihr Studium kürzlich erst beendet, fuhren ein Auto, das ihnen ihre Eltern spendiert hatten und auch bezahlten. Sie wohnten in der Einliegerwohnung der großen Eigentumselternhäuser. Dort hatten sie - der Finanzen wegen - auch während des Studiums gewohnt, sie pendelten zum nächsten Uni-Ort, was möglich war. Mutter kochte und wusch für alle, auch für sie. Gelegentlich mussten sie im großen Garten mal den Rasen mähen ... Mich hatte soviel Behäbigkeit entsetzt - und abgestoßen. :oops:

Ironie des Schicksals: Jetzt wohne ich in einer ähnlichen westdeutschen Gegend ... und verstehe zumindest die Mentalität etwas besser. Großes Wohneigentum führt zu dieser Art Lebensweg. Mein Partner jetzt ist quasi aus seinem Kinderzimmer direkt in meine Familienbehausung gezogen. Wir mussten uns anfangs sehr zusammenraufen. Weil ich klarmachen musste, dass ich nicht die Familienversorgerin sein würde, seine Rolle in unserem Gefüge die eines Mannes ist und nicht die eines erwachsenen Sohnes ... Klappt inzwischen recht gut.

Jetzt bin ich ja in der Position, demnächst "Hotel Mama" sein zu können ... Stand heute, bin ich immer noch geneigt, meine Sprösslinge aus dem Nest zu schmeißen, wenn sie nicht zeitig genug von selbst gehen ... Ich möchte auch gern bald mal meine Füße unter ihren Tisch stecken - dafür dürfen sie dann in ihrem Reich ihre Regeln aufstellen, nach denen ich mich zu richten habe. :mrgreen:

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Cornerback » Mittwoch 3. Juli 2019, 19:48

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 16:32
Cornerback hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:08
Die Frage ist doch generell, wie man damit umgehen kann, wenn einem gesagt wird, dass man wegen bestimmten Eigenschaften nicht als Partner in Frage kommt, also (zu) unattraktiv ist.
Liegt die Antwort nicht auf der Hand?

1. "Hm. Ist da was dran? Vielleicht sollte ich in diesen Bereichen was ändern? Kann ich?"
2. "Naja. Schade. In erster Linie für sie. Dann wird halt ne andere das Glück haben können, mit mir zusammen zu sein."
3. "Vielleicht sollte ich noch mal überlegen, ob der Typ Frau, den ich bisher interessant finde, wirklich der Richtige für mich ist. Vielleicht werd ich mal etwas experimentierfreudiger. Ich mein: wer keine (guten) Erfahrungen hat, beschafft sich welche. Jede Erfahrung bietet die Möglichkeit, was zu lernen, damit die nächste besser wird."
zu 1. Manchmal habe ich da in letzter Zeit leider so ein Gefühl der Überforderung was man potentiell alles verändern könnte/sollte/müsste. Vor allem, wenn man glaubt, dass man schon Fortschritte gemacht hätte, aber dann halt mal wieder sieht "noch nicht gut genug" zu sein. Und es eben auch manche Sachen gibt, wo man nicht wirklich was machen kann.
zu 2. Ich verstehe den Ansatz, allerdings fühlt es sich halt für mich nicht so an. Gerade wenn man die Befürchtung hat, dass es diese "Andere" evtl. nicht geben könnte...
zu 3. Ich weiß nicht, ob man das wirklich an einzelnen "Typen" festmachen kann, ich glaube jedenfalls auch nicht, dass ich auf einen bestimmten Typ fixiert bin. Ich hoffe auf gute Erfahrungen, aber wenn sich eine neue Erfahrung als Versagen/Abweisung anfühlt, dann ist das schwer es einfach so anders zu sehen.
NeC hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 17:15
Also mir war auch schon recht früh klar, das sehr viele Frauen meine Wohnsituation im ehemaligen Elternhaus sehr negativ auslegen würde. Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich das machen soll, was allgemein propagiert wird: mir eine kleine Single-Mietwohnung suchen.
Weil ich es aber letztendlich hauptsächlich zur Chancenverbesserung getan hätte, es für mich viele Nachteile gebracht hätte, und ich mich im ehemaligen Elternhaus auch gut entfalten konnte (eigene Etage, Werkstatt im Keller, freie Hand bei Umgestaltung), habe ich mich dagegen entschieden. Eine Frau, die mir nicht zuhört, mir nichts zutraut, oder die mich diesbezüglich nicht verstehen kann oder will, ist dann wohl auch nichts für mich. ;)
Ich würde es derzeit eigentlich auch nur zur Chancenverbesserung machen, wobei halt die Frage ist ob diese Verbesserung im Ergebnis irgendwelche Auswirkungen hätte. Ich finde, dass einige der Charakterisierungen von Nesthockern bei mir wohl schon zutreffen; vielleicht hat es mich auch deswegen so getroffen, weil an manchen "Charakterdefiziten" da durchaus was dran ist oder jedenfalls sein könnte. Wobei ich aber auch sagen muss, wenn z.B. meine Eltern im Urlaub sind, ich keine Probleme damit habe mich um den Haushalt+Kochen zu kümmern, während mein Bruder - bereits ausgezogen - dies gerne an mir hat hängen lassen. :)
Es könnte alles so einfach sein.
Ist es aber nicht.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Volta » Mittwoch 3. Juli 2019, 20:02

Cornerback hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 19:48
zu 1. Manchmal habe ich da in letzter Zeit leider so ein Gefühl der Überforderung was man potentiell alles verändern könnte/sollte/müsste. Vor allem, wenn man glaubt, dass man schon Fortschritte gemacht hätte, aber dann halt mal wieder sieht "noch nicht gut genug" zu sein. Und es eben auch manche Sachen gibt, wo man nicht wirklich was machen kann.
Eben, und es wird motivationstechnisch auch nicht besser, man muss sich immer wie am ersten Tag zwingen zu versuchen, sich zu verbessern.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von inVinoVeritas » Mittwoch 3. Juli 2019, 20:44

Cornerback hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 19:48
NeC hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 17:15

Weil ich es aber letztendlich hauptsächlich zur Chancenverbesserung getan hätte [...]
Ich würde es derzeit eigentlich auch nur zur Chancenverbesserung machen, wobei halt die Frage ist ob diese Verbesserung im Ergebnis irgendwelche Auswirkungen hätte. [...]
Ich denke nicht dass man gegen den eigenen Willen ausziehen sollte, nur weil man sich dadurch eine Chancenverbesserung erhofft.
Analog sollte man es auch besser sein lassen, einen Tanzkurs zu machen oder einem Verein beizutreten obwohl man auf die Materie garkeine große Lust hat, nur weil man sich dadurch erhofft eine Frau kennenzulernen.

Es geht bei der ganzen Thematik ja auch nicht primär darum, ob ein Mann nun perfekt die Knöpfe der Waschmaschine bedienen oder generell seinen Haushalt selbst organisieren kann (beides natürlich wichtig in den Augen der meisten Frauen, die einen erwachsenen Mann wollen), sondern um die damit einhergehende Attitüde.
Wer garnicht erst das Bedürfnis hat mal komplett auf eigenen Beinen zu stehen, "die Welt zu erkunden" und sich in einer neuen Umgebung zurecht zu finden, seinen Horizont abseits des Familiennests zu erweitern bzw. sprichwörtlich den Drang zu haben, mal endlich "Flügge" zu werden, der nabelt sich halt dann auch nicht von den Eltern ab und bleibt eben da, wo er schon immer - wie schon als Kind - war.
Die meisten Frauen sind nicht nur früher als Männer charakterlich reifer, sondern stehen auch schon recht früh auf eigenen Beinen, anders als - statistisch gesehen - anscheinend die Männer. Nicht umsonst verweisen komplette Ostdeutsche Landstriche, weil die Frauen im jungen Alter wegziehen und nur die Männer zurückbleiben. Nicht umsonst sind es absolut überwiegend meine weiblichen Freunde, die jede Gelegenheit nutzen um mehrmals im Jahr die Welt zu bereisen (wie ich an all den Facebook- oder Tinder-Fotos immer sehe), während die männlichen Freunde sehr viel seltener reisen.
Diese Frauen wollen einen Mann auf Augenhöhe, der mehr vom Leben sehen will als das, wo er reingeboren wurde.
Dieser Mann kannst natürlich auch du sein, der noch Zuhause wohnt, aber es dürfte schlichtweg Glück dazu gehören, eine Frau zu treffen der das entweder egal ist oder die sich trotz der damit einhergehenden Assoziationen in dich verliebt.
Kann man alles blöd finden (inkl. somit die meisten Frauen), verfluchen oder es kann einem auch schlichtweg egal sein, aber ich versuche ja nur Erklärungsansätze zu liefern, warum all das einen Mann eher unattraktiv macht.
Schlussendlich: auch meine Erklärungsansätze kann man natürlich als Unsinn abtun. :lol:
Ich finde die geballte Ansammlung an attraktivitäts- bzw. chancenvermindernden Faktoren bei manch einem einfach (geht nicht unbedingt an dich @CornerBack oder dich @NeC) nur schade und erschreckend, da kommt bei manchem teilweise so viel zusammen : wohnt Zuhause bzw. ist auf Eltern fixiert, kaum Interessen abseits totaler Nerd-Themen, kaum soziales Umfeld, keinen Zugang zur emotionalen Ebene und stattdessen nur auf der Sachebene unterwegs, dazu noch eine große Prise Schüchternheit und Selbstzweifel, fertig ist die traurige Suppe.
Da braucht man dann auch kein mieses Aussehen oder eine Kleinwüchsigkeit und erst recht keine fiesen Alphas "beschuldigen", die einem angeblich immer die Frauen wegschnappen (um mal gängige Frusti-Theorien zu bemühen)...

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Brax » Mittwoch 3. Juli 2019, 20:51

NeC hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:34
Ich möchte nur bei speziell dem Thema der Wohnsituation ein wenig dafür werben, sich eben doch den einzelnen Menschen jeweils genauer anzuschauen, bevor man ihn links liegen lässt.
Ich kann bei den Männern auch nur dafür werben, sich ältere Frauen genau anzuschauen. Vielleicht sind sie ja doch ganz nett...
Ich weiß schon, was du meinst. Aber für mich klingt es so, als würdest du mir absprechen, entscheiden zu dürfen, was ich will und was nicht ("Du willst zwar nicht, aber eigentlich solltest du dir denjenigen ja trotzdem genauer ansehen").

NeC hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:34
Man hat gefälligst ab einem gewissen Alter erstmal allein zu leben, und wer das nicht tut, mit dem stimmt was nicht. [...] wenn alle glauben, dass man das so machen müsste.
Meinst du wirklich, dass eine signifikante Anzahl von Leuten sich eine eigene Wohnung sucht, weil "man das so machen muss"? Müssen muss man gar nichts, es kann auch jeder, der will, bei seinen Eltern bleiben (nur sind wir dann wohl kaum kompatibel und ich muss ihn mir nicht genauer ansehen :pfeif: ). Aber ich glaube kaum, dass das so ist. Soweit ich weiß, sind meine Bekannten alle entweder fürs Studium ausgezogen oder weil sie es wollten oder sie sind bei den Eltern geblieben. Ich hab noch nie von jemandem gehört, dass er ausgezogen ist, um bei potenziellen Partnern höhere Chancen zu haben oder weil er glaubt, dass die Gesellschaft ihm das vorschreibt.

inVinoVeritas hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 13:56
Extremfälle
Ich habe mich nur auf LCs Größe bezogen. Dass noch andere Gründe vorliegen, weswegen er schlechte Chancen hat, spreche ich gar nicht ab. Und ja, 165 cm ist auch kein Pluspunkt. Aber ich bin schon der Meinung, dass das jetzt nicht so extrem klein ist. Wie gesagt, ich kenne einen Haufen Frauen, die kleiner sind als er; die er also überragt. Die Größe dürfte nicht der Grund sein, woran es bei ihm scheitert.

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 14:18
Und das sagt jetzt genau was über seine Unabhängigkeit aus? Das bei den Eltern mitisst und die Wäsche erledigen lässt heißt ja nicht zwingend, dass er es nicht selbst machen könnte.
Es aber zu tun, auch wenn es nicht nötig wäre, wäre jedenfalls wieder hoch-ineffizient. Insbesondere die Waschmaschine öfter laufen zu lassen als nötig wäre weder ökonomisch, noch ökologisch sinnvoll, aber auch beim Essen lassen sich diese Synergieeffekte mitnehmen. Gerade das sind doch Gründe, die das Zusammenleben in Gruppen (ob jetzt mit den Eltern, oder Partner etc.) so sinnvoll machen.
Jo, genau das will ich eben tunlichst vermeiden. Dass er die Synergieeffekte mitnimmt und mich sein Zeug machen lässt.

Elli hat es schon geschrieben: was anderes wärs, wenn man sich mit der Hausarbeit abwechselt. Aber das hat Fifaboy nicht geschrieben, sondern eben, dass seine Mutter alles macht. Wenn er daran gewöhnt ist und dann mit der Partnerin so weitermachen will, na danke. Und wenn mein Partner es theoretisch könnte (aber eben nicht macht), was hab ich davon? Dann bleibt ja immer noch alles an mir hängen.

Davon abgesehen, so viel Synergieeffekt gibt das bei der Hausarbeit jetzt auch nicht. Meine Waschmaschine läuft jedenfalls auch nur, wenn sie voll ist. Je mehr Leute da sind, desto mehr muss geputzt und gewaschen werden, das hebt sich doch wieder auf (einzig Kochen ist da noch ein Argument).

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 3. Juli 2019, 19:41
Es ist ja offensichtlich nicht die Wohnsituation selbst, die unattraktiv gefunden wird
Doch, auch. Ich möchte, ganz unabhängig von der Selbständigkeit meines Freundes, auch nicht sofort seinen Eltern über den Weg laufen. Da ist es schon blöd, wenn sie in derselben Wohnung wohnen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Cascade » Mittwoch 3. Juli 2019, 21:22

Und was macht man jetzt wenn "Mann" nicht sehr reisefreudig ist oder um die Welt jetten möchte, und vielleicht lieber anderen Interessen nachgeht die auch nicht immer etwas mit unterwegs sein zu tun haben ?

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