Freundschaft zu Frauen

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Leiser
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Re: Freundschaft zu Frauen

Beitrag von Leiser » Montag 9. April 2012, 22:55

Also ich war noch nie platonisch mit einer Frau befreundet (wenn ich meine Schwester nicht mitzähle :mrgreen: ).

Als Kind (im Grundschulalter) bin ich nur mit Jungs rumgehangen, wobei das eher zufallsbedingt war, denke ich.
Später dann, während meiner Mobbingzeit (sag ich mal jetzt so), wo sich übrigens nur Jungs beteiligt haben, habe ich mich stark zurückgezogen und hatte mit Mädchen NULL Kontakt. Womit natürlich mein Ab-Status erklärt wäre. Heute kann ich mich ziemlich normal mit Frauen unterhalten, wenn ich sie nicht hübsch oder attraktiv finde. Aber Freundschaften sind keine entstanden. Alles nur auf Arbeitskollegen-Basis :mrgreen:
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Robinson

Re: Freundschaft zu Frauen

Beitrag von Robinson » Montag 9. April 2012, 23:03

MrShy hat geschrieben:Frage an die jenigen hier die es geschafft haben eine Freundschaft aufzubauen: Wie genau hat diese angefangen
und wie haltet ihr die Freundschaft aufrecht?
Tja: ich würde sagen "ganz normal halt". Aber du würdest kaum fragen, ergäbe das für dich einen Sinn.
Beim Studium bzw. Partys im Umfeld, man trifft öfter aufeinander, fängt an zu quatschen und sich zu verstehen, gemeinsame Interessen, dann trifft/telefoniert/redet man auch ohne die "ursprünglichen Mitelsleute".
Im Studium ber Seminare/Arbeitsgruppen, ansonsten identisch.
Kolleginnen im gleichen Beruf in anderer Firma, die ich privat bei einer öffentlichen (aber schon irgendwie "berufsaffinen") Veranstaltung getroffen habe. Man versteht sich, trifft sich mal zum Feierabend/Mittagspause, findet gemeinsame Interessen ...
Beim Tanzen, logisch. man tanzt ja nicht nur, sondern muss auch mal verschaufen, und dann fällt schon mal das ein oder andere Wort, und bei manchen wird es dann halt auch persönlicher/intensiver.

Wie hält man es aufrecht: naja, indem man den Kontakt hält und immer weider auch persönliche Themen beredet; sich interessiert; mal was gemeinsam unternimmt.

Es ist schwer zu beschreiben, wenn man es für "ganz normal" hält. Es sind halt Menschen, und manche davon mag an etwas mehr / mit manchen davon versteht man sich besser / hat man Lust das ein oder andere zu unternehmen. Ich denke, der wesentliche Aspekt ist: Man ist neugierig aufeinander und tut was, die Neugier zu befriedigen, und dann ist es angenehm in dieser Gesellschaft und man will es wiederholen. Wie bei Männern auch. Dass ich mit einzelnen Frauen dann auch noch darüberhinaus mal gern was anderes unternehmen möchte, ist davon ja erst mal unberührt.

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marwie
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Re: Freundschaft zu Frauen

Beitrag von marwie » Montag 9. April 2012, 23:05

MrShy hat geschrieben:Hallo,

Ich überlege schon eine ganze Weile wie eine Freundschaft zu einer Frau aussieht. Gibt es
Unterschiede in Freundschaften zu Männern?
Ja, die gibt es wie schon erwähnt wurde natürlich. Zum Beispiel sind die Gesprächsthemen teilweise andere als bei bei Männerfreundschaften, kommt aber darauf an, was für Interessen man hat, als Geek muss man sich da meist schon etwas umstellen, da sich Frauen seltener für Technik und so interessieren und falls, ist die Herangehensweise oft eine andere.
Die Gespräche sind aber auch bei den gleichen Themen anders mit Frauen als mit Männern. Tendenziell springen Frauen auch öfters von einem Thema zum anderen als Männer meiner Erfahrung nach, da muss man sich halt etwas daran gewöhnen. Oder soziale Themen und Beziehungsthemen spielen eine grössere Rolle bei Frauen.

Wie man miteinander umgeht ist auch anders finde ich. (ist aber schwierig zu beschreiben, aber so Dinge wie, dass tendenziell der Mann die Frau einläd oder die Türe aufhält etc. gelten auch in einer Freundschaft finde ich).
Unternehmen tue ich mit Frauen mehr oder weniger das gleiche wie mit Männern, also z.b. ins Kino gehen, Konzerte, Ausstellungen besuchen etc. oder einfach zusammen was trinken bzw. essen gehen.
Bezüglich Körperkontakt gibts da teils auch Unterschiede, z.B. bei der Begrüssung (was natürlich auch regional unterschiedlich ist) oder es gibt auch Frauen, mit denen man ein wenig kuscheln kann, was natürlich auch nice ist. (aber ich vermute mal, vielen Frauen geht das zu weit). Oder wie erwähnt kann man mit Frauen natürlich auch tanzen gehen, wos ja bekanntlich auch, je nach stil mehr oder weniger, Körperkontakt gibt.

Für mich fühlt sich eine Freundschaft zu einer Frau halt einfach anders an als zu einem Mann, das ist aber schwierig zu beschreiben, erlebt man am besten selber.


Wie hält man Kontakt, einfach mal anrufen und
fragen ob man was unternehmen will?
Genau, so zum Beispiel. Oder per SMS, Mail, Chat etc. also eigentlich nicht anders, wie man es bei einem Kumpel machen würde.
Mit manchen Frauen kann man spontan was abmachen, andere hingegen wollen lieber etwas länger planen, das ist halt unterschiedlich, oft gibts da auch mischformen (also mal spontan und mal länger im Voraus planen).
Spontan mal zum Grillen einladen? Und und?
Gibt sicher Frauen, die da nicht abgeneigt sind. Generell finde ich es aber einfacher und unverfänglicher, wenn man sich in der Öffentlichkeit trifft und nicht bei sich Zuhause. (aber ist natürlich nicht ausgeschlossen, gibt schon Frauen, für die das kein Problem ist).
Das ist aber auch etwas davon abhängig, ob die Frau einen Freund / Mann hat oder nicht. Sich mit einer vergebenen Frau bei sich zu treffen ist wohl etwas schwieriger (da der Partner da misstrauisch werden könnte etc.) als wenn sie single ist.
Das Thema Partner ist aber sowieso leider etwas kritisch, hab schon ein paar mal erlebt, dass eine gute Freundin plötzlich keine bzw. nur sehr wenig Zeit hatte um mit mir was zu unternehmen, weil sie einen neuen Freund hat (Ein Freund von ihr war zudem noch sehr eifersüchtig...).
Ich vermute, dass das momentan auch mit ein Grund ist, weshalb sie wieder mal praktisch keine Zeit hat (und man sich nur mal tagsüber treffen kann und so Dinge wie Kino etc. am Abend leider flach fällt). finde ich schade, aber was will man machen...

Oder wird
sowas von Frauenseite eher nicht gern gesehen?
Was meinst du, einfach anrufen, oder zum Grillen einladen? Ersteres ist kein Problem, zweites halt wohl sehr unterschiedlich.
Generell ist es sicher unproblematischer, einen Mann zu sich nach Hause einzuladen als eine Frau.
Vielleicht hat ja noch jemand ein paar Tips
auf Lager, wie man eine solche Freundschaft pflegen kann.
Wie oben erwähnt, kann ein Partner / Familie ein Problematischer Faktor sein, von daher muss man sich leider darauf gefasst machen, dass eine Frau als single tendenziell mehr Zeit und Lust hat, mit einem was zu unternehmen, als wenn sie vergeben ist. (bei Männerfreundschaften ist der Unterschied kleiner finde ich, also ob der Mann eine Freundin hat oder nicht). Oder wenn die Frau einen anderen Partner hat, kann sich die Situation auch ändern (va. am Anfang, nach einiger zeit kann es sich wieder normalisieren).
Ein weiterer Stolperstein ist, dass die Gefahr besteht, dass man sich in die Frau verlieben könnte, wenn man sich gut versteht. Dann muss man dann halt schauen, ob man den Kontakt weiter pflegen möchte oder nicht (also gesetzt der Fall, die Gefühle werden nicht erwidert, was wohl die Regel ist). Jedenfalls wenn man sich dafür entscheidet, den Kontakt weiter zu halten (es ist ja auch schade, eine gute Freundschaft abzubrechen), ist etwas mehr zeitlicher und emotionaler Abstand empfehlenswert.

Ich würde sagen, tendenziell halten Freundschaften zu Männern länger als zu Frauen, aber diesbezüglich fehlen mir noch etwas die praktischen Erfahrungswerte.

Aber trotz gewissen Schwierigkeiten möchte ich persönliche Freundschaften (also wenn man sich alleine trifft und nicht in einer Gruppe) zu Frauen nicht missen; es ist was anderes als Freundschaften mit Männern (man kann teils auch andere Dinge unternehmen), es macht Spass und zudem kann man auch den Umgang mit Frauen etwas üben (z.B. Komplimente machen und ein wenig flirten liegt, je nach Person halt, durchaus im Bereich des Möglichen) und lernt ein wenig, wie Frauen ticken (ganz durchschauen kann man das bekanntlich ja nicht :lol: ).
Da ich bisher hier keine Freundschaft zu einer Frau hatte, interessiert mich das.
Hatte ich auch länger nicht, das erste mal war ich so mit 24 alleine mit einer Frau im Kino. Die Freundschaft besteht immer noch, aber der Kontakt ist halt unterschiedlich nah, manchmal treffen wir uns mehrmals pro Monat und manchmal auch ein paar Monate nicht, ein wenig mehr Konstanz wäre zwar gut, aber halt nicht zu erreichen.
Bin aber auch noch mit anderen Frauen befreundet, mit denen ich ab und zu mal etwas unternehme. Z.B. mit einer gehe ich ab und zu in Kunstausstellungen / Museen, da wir uns beide für Kunst interessieren.

Am schwierigsten finde ich halt immer den Punkt, eine Freundschaft aufzubauen, da halt schnell der Verdacht besteht, dass man von der Frau mehr möchte, wenn man ein privates Treffen vorschlägt (was natürlich auch nicht ganz unbegründet ist...).

Vyger
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Re: Freundschaft zu Frauen

Beitrag von Vyger » Montag 9. April 2012, 23:50

MrShy hat geschrieben:Frage an die jenigen hier die es geschafft haben eine Freundschaft aufzubauen: Wie genau hat diese angefangen
und wie haltet ihr die Freundschaft aufrecht? Gibt es dort einen Unterschied wenn es denn einen gibt?
Unterschied gibt es eigentlich keinen. Die eine Freundin ist eine Bekanntschaft von der Studentenheimbar, die ich getroffen habe, als mich irgendein anderes Mädel schon zwangsweise aus meinem Zimmer geschleppt hatte (ich hatte ihr eine Kleingkeit geborgt). Das eines der ganz wenigen Male wo ich mich während fünf Jahren Studium zu einer sozialen Aktivität hinreissen hab lassen :mrgreen: und das hat sich echt ausgezahlt. Von dem her habe ich zwar Pech mit Beziehungen, aber diese Begegnung (bzw. das wir ins Gespräch gekommen sind) war echt ein grosses Glück.
Die zweite wurde mir von der ersten als Masseurin empfohlen, wir sind dann draufgekommen, das wir uns auch sehr gut unterhalten können ...
Eine andere Freundin traf ich ganz klassisch auf der Geburtstagsfeier eines Kollegen, und ihr Computer hatte gerade ein paar Macken ... naja zum Dank für die Computersanierung hat sie mich auch einen Kaffee eingeladen ...
Bei einer anderen haben wir uns über die Arbeit getroffen, weil wir gemeinsam an einem Projekt gearbeitet haben.

Also die Anfänge der Freundschaften sind wirklich so wie bei Männerfreundschaften auch. Die Freundschaften werden auch nicht anders gepflegt als bei männlichen Freunden: Man trifft sich eher spontan auf ein (oder zwei) Bier in der Kneipe zum Quatschen, oder man lässt sich zum Essen einladen ( :mrgreen: ) oder man geht gemeinsam auswärts essen, oder man fährt gemeinsam auf Urlaub (meistens auch spontan, so nach dem Motto, muss mal raus hier, hast grad Zeit ...) (wahlweise mit oder ohne ihren Partner, je nach Zeitplanung oder Ihrem aktuellen Beziehungsstatus)
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