Abs und Karriere

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arsonist

Abs und Karriere

Beitrag von arsonist » Freitag 25. November 2011, 15:52

Wie seht ihr das? Wenn ich als AB schon sowieso keine Chance bei Frauen habe und zuhause wartet sowieso niemand auf mich, warum sollte ich dann nicht mehr Zeit in den Job investieren. Man kann länger bleiben ohne dass zuhause die Frau beschwert man hätte keine Zeit für sie. Oder man kann am Wochenende zur Fortbildung gehen. Das ist immer noch besser als alleine zuhause rumzusitzen und den ganzen Tag vorm Fernseher/PC zu hocken. Außerdem hat man dann ein Lebensziel, dass einfacher zu erreichen ist als eine Frau zu finden. Man muss ja nicht Vorstand sein, aber ein paar Hierarchiestufen höher wäre schon fein.

Dobi

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Dobi » Freitag 25. November 2011, 15:54

Klingt gut, warum nicht?

Katze

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Katze » Freitag 25. November 2011, 15:57

Ist doch grundsätlich ein guter Gedanke, irgendeinen Sinn möchte man seinem Leben ja doch geben.
Ich würd das zwar jetzt nicht in so einer typischen Karriere finden, aber da ist ja jeder anders. Da bleib ich bei meinem Plan Greenpeace/Peta Aktivistin zu werden um Babyrobben, Delfine und Wale zu retten!

Bea

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Bea » Freitag 25. November 2011, 16:05

Ich weiß bei einigen, die hier im Unternehmen recht schnell Karriere gemacht haben, dass sie seit Menschengedenken solo sind. Häufig haben sie sich durch lange Überstunden oder besondere Flexibilität (Auslandseinsätze oder Monate in anderen Zweigstellen) ihre Lorbeeren verdient. Ob sie nun AB sind- das weiß ich nicht und werde es auch nicht fragen...

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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Marvin_42 » Freitag 25. November 2011, 16:39

Hier mal ein kleiner Gedankenexperiment:
Es ist ja allgemein bekannt, dass gilt: Frau = Zeit*Geld
Also wenn du karieremäßig aufsteigst folgt, dass das Geld zunimt und Zeit dafüf abnimt => Frau bleibt in etwa konstant. Wenn du bisher keine hattest wird also auch so bleiben.
Solltest du aber das Rentenalter erreichen hast du bis dahin viel Geld angehäuft und Zeit steigt auch sprungartig an => viel Zeit und viel Geld => Frau steigt.
So wie ich das sehe hast du dann zwei Fliegen mit ener Klatsche erschlagen :coolgun:
"Es ist sinnlos, sich verrückt zu machen, indem man versucht, sich davor zu bewahren, verrückt zu werden." D. Adams

Bea

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Bea » Freitag 25. November 2011, 16:47

Marvin_42 hat geschrieben:Hier mal ein kleiner Gedankenexperiment:
Es ist ja allgemein bekannt, dass gilt: Frau = Zeit*Geld
Ah, dritter Post und dann sowas... Schade.

Mr. T.
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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Mr. T. » Freitag 25. November 2011, 17:58

Ich sehe das ganze Thema sehr entspannt.
Beruflich bin ich ganz gut weiter gekommen. Sicherlich hatte ich in meiner AB-Zeit genügen Zeit dafür.
Ist schon was anderes wenn man den Frust etwas ablassen kann bzw in Leistung umwandelt.
Aber es ist nicht alles. Denn was nützt es, wenn man "Flüchtet" und nachher total Leer ist?
Oder man "Powert" sich dort aus, und es geht dann schief, d.h. der erwünschte Erfolg tritt nicht ein.
Was dann??? Dann ist der sog. Teufelskreis noch größer geworden.
Ich habe nun mal das Glück in einer Welt zu Arbeiten, wo das Thema AB usw nicht diskutiert wird. :mrgreen:
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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Florian_ » Freitag 25. November 2011, 18:34

Für mich hört sich das nach gewolltem positiven Denken an. Mir fehlt da der Bezug zueinander zwischen AB-Tum und Kriterien für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Ich denke die meisten die eine gute Karriere machen haben auch ein zumindest zufriedenstellende Beziehung. In manchen Firmen und Posten ist es doch fast sogar schon mehr als nur gern gesehen, das der oder die Kandidatin verheiratet sind.

Aber wenn der Beruf Spaß macht und damit Karriere zu machen ist, dann ist das toll, aber nicht alternativ zu sehen zu einer privaten Beziehung.

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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Cindy » Freitag 25. November 2011, 19:51

arsonist hat geschrieben:Wie seht ihr das? Wenn ich als AB schon sowieso keine Chance bei Frauen habe und zuhause wartet sowieso niemand auf mich, warum sollte ich dann nicht mehr Zeit in den Job investieren. Man kann länger bleiben ohne dass zuhause die Frau beschwert man hätte keine Zeit für sie. Oder man kann am Wochenende zur Fortbildung gehen. Das ist immer noch besser als alleine zuhause rumzusitzen und den ganzen Tag vorm Fernseher/PC zu hocken. Außerdem hat man dann ein Lebensziel, dass einfacher zu erreichen ist als eine Frau zu finden. Man muss ja nicht Vorstand sein, aber ein paar Hierarchiestufen höher wäre schon fein.
Wäre für mich persönlich keine Option. Freizeit ist mir nämlich sehr wichtig, außerdem habe ich ja noch meine Familie und Freunde, mit denen ich auch gern Zeit verbringe.

Mr. T.
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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Mr. T. » Freitag 25. November 2011, 19:59

Florian_ hat geschrieben:Für mich hört sich das nach gewolltem positiven Denken an. Mir fehlt da der Bezug zueinander zwischen AB-Tum und Kriterien für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Ich denke die meisten die eine gute Karriere machen haben auch ein zumindest zufriedenstellende Beziehung. In manchen Firmen und Posten ist es doch fast sogar schon mehr als nur gern gesehen, das der oder die Kandidatin verheiratet sind.

Aber wenn der Beruf Spaß macht und damit Karriere zu machen ist, dann ist das toll, aber nicht alternativ zu sehen zu einer privaten Beziehung.

Da hast du teilweise recht. Sicherlich ist das gewollte Positive denken da auch zum Einsatz gekommen.
Ich habe den Fehler gemacht, die AB Thematik Jahre lang in mich rein zu stopfen.
Das Ergebniss stellte sich dann so dar, das ich fast jede gute Chance in die Tonne gehauen habe.
Aber zurück zum Thema...
Es stimmt schon das es hier und da gerne gesehen ist, wenn man das "Übliche" vorzuweisen hat (Haus oder Eigentumswohnung, Kinder usw)
Aber ich finde, das es jedem selber Überlassen sein muss.
Falls ich mal wieder eine Beziehung haben sollte wird mir das auf jeden Fall im Alltag Freude bereiten. Auch im Beruf werde ich dann sicherlich das ein oder andere mal mehr lachen.
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arsonist

Re: Abs und Karriere

Beitrag von arsonist » Freitag 25. November 2011, 20:13

Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch an: Aber seit ich arbeite ist mein AB-Problem für mich in den Hintergrund getreten. Ich komme um halb 7 nach Hause, mache eine Stunde Sport oder lese was, mach mir was zu essen setzte mich dann vor den PC und der Tag ist schon um. Über meine Probleme denke ich überhaupt nicht mehr nach. Außerdem bin ich immer unter Menschen, auch wenn ich weiß dass es nicht meine Freunde sind, ist es schön täglich mit Menschen in Kontakt zu kommen die einen respektieren.

Als ich studiert habe, sah ich jeden Tag die schönen Mädchen und wusste genau dass ich nie bei denen eine Chance hätte. Wenn ich zu viel Freizeit habe, dann kommt bei mir nichts rum weil ich bis auf ein paar Saufkumpanen keine sozialen Kontakte habe.

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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Florian_ » Freitag 25. November 2011, 23:09

Mr. T. hat geschrieben:Es stimmt schon das es hier und da gerne gesehen ist, wenn man das "Übliche" vorzuweisen hat (Haus oder Eigentumswohnung, Kinder usw)
Aber ich finde, das es jedem selber Überlassen sein muss.
Da gebe ich Dir 100% recht, das muß es, aber ich glaube nicht das es immer so ist und es wird auch schwierig sein da etwas zu ändern, aber das muß dann im konkreten Einzelfall gemacht werden.

Ein Beispiel fällt mir immer ein, ein Prominenter aus dem politischen Sektor, der erst nach 50 geheiratet hat und dann eine Familie hatte und offenbar hat es vorher auch schon keine Probleme gemacht an oberster Spitze zu stehen und keine Beziehung zu haben. Ob er AB war weiß ich gar nicht, kann sein, kann sein das nicht. Das ist aber leider nur ein einziges Beispiel, ich wüßte gerne mehr. Ein bißchen Hoffnung gibt mir das aber trotzdem, auch wenn ich von der ganzen "Winner"-Gesellschaft, wo einzelne Beispiele in Sport, Showbuisness und Wissenschaft hochgespielt werden und als Vorbild für alle herhalten sollen, nichts halte. Da geht es oft noch nicht mal um 1% zu 99%, sondern 1 zu 25000. Da mach ich, normalerweise nicht mit. Ist nun ein Widerspruch, ich weiß. Mit manchen Widersprüchen lebt es sich recht gut!

Hopeless85

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Hopeless85 » Freitag 25. November 2011, 23:33

Was soll man den machen wenn man keine Freunde/Freundin hat und auch sonst sozial abgeschnitten ist. Viel bleibt ja dann nicht mehr. Auch wenn mir mein Job Spaß macht, nach 40 Jahren hat man dann auch keine lust mehr auf den immer gleichen Tagesablauf.

Joe_Sixpack

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Joe_Sixpack » Samstag 26. November 2011, 00:34

Jo macht mal alle Karriere, dann brauch ich das nicht. Wie man aus Langeweile arbeiten kann werde ich nie verstehen. Mir geht es so gut, wenn ich nen Riesen im Monat hab, brauch ich auch keine Arbeit (zumindest nicht mehr als nötig ist um den zu beschaffen). :mrgreen:

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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Methusalem » Samstag 26. November 2011, 02:31

Eine Kollegin meinte letztens zu mir: "Arbeite mal weniger, dann klappt es auch mit Frauen."

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Re: Abs und Karriere

Beitrag von Barbie » Samstag 26. November 2011, 02:52

Methusalem hat geschrieben:Eine Kollegin meinte letztens zu mir: "Arbeite mal weniger, dann klappt es auch mit Frauen."
Nimm es mir nicht übel, okay? Aber jemand der um halb 3 noch an seine Arbeit denkt ist entweder nicht ganz dicht oder braucht dringend eine Freundin :mrgreen:
Viele Grüße
die Barbie

FrankBN

Re: Abs und Karriere

Beitrag von FrankBN » Samstag 26. November 2011, 08:03

Hopeless85 hat geschrieben:Was soll man den machen wenn man keine Freunde/Freundin hat und auch sonst sozial abgeschnitten ist. Viel bleibt ja dann nicht mehr. Auch wenn mir mein Job Spaß macht, nach 40 Jahren hat man dann auch keine lust mehr auf den immer gleichen Tagesablauf.
Freunde und Hobbies suchen?

Rotrücken

Re: Abs und Karriere

Beitrag von Rotrücken » Samstag 26. November 2011, 08:17

FrankBN hat geschrieben:
Hopeless85 hat geschrieben:Was soll man den machen wenn man keine Freunde/Freundin hat und auch sonst sozial abgeschnitten ist. Viel bleibt ja dann nicht mehr. Auch wenn mir mein Job Spaß macht, nach 40 Jahren hat man dann auch keine lust mehr auf den immer gleichen Tagesablauf.
Freunde und Hobbies suchen?
Wie soll das gehen, wenn der Job wichtiger ist? Nach jahren kommt dann das böse erwachen. Und man fragt sich dann ob das der richtige weg war.

FrankBN

Re: Abs und Karriere

Beitrag von FrankBN » Samstag 26. November 2011, 08:21

Rotrücken hat geschrieben:
FrankBN hat geschrieben:
Hopeless85 hat geschrieben:Was soll man den machen wenn man keine Freunde/Freundin hat und auch sonst sozial abgeschnitten ist. Viel bleibt ja dann nicht mehr. Auch wenn mir mein Job Spaß macht, nach 40 Jahren hat man dann auch keine lust mehr auf den immer gleichen Tagesablauf.
Freunde und Hobbies suchen?
Wie soll das gehen, wenn der Job wichtiger ist? Nach jahren kommt dann das böse erwachen. Und man fragt sich dann ob das der richtige weg war.
Von Anfang an eben sich nicht nur auf die Arbeit konzentrieren. Aber klar, Freunde finden ist eine schwierige Sache.

supersilk

Re: Abs und Karriere

Beitrag von supersilk » Samstag 26. November 2011, 11:38

Ich denke es ist eine sehr gute Idee, sich voll auf die Karriere zu konzentrieren als AB, auch ich schlage jetzt diesen Weg ein. Leistungsfähige Leute die flexibel sind und jederzeit verreisen können oder vor einer Deadline auch mal lange nachts arbeiten sind sehr gefragt. Erfolg im Berufsleben ist zwar kein Allheilmittel, aber ich denke schon dass es auch zum Selbstwertgefühl beitragen kann wenn man sieht, was man alles geschafft hat. Natürlich besteht die Gefahr, dass der Selbstwert zu einseitig auf der Arbeit beruht, aber ein einseitiger Selbstwert ist wohl immernoch besser als gar keiner.
aronist hat geschrieben:Als ich studiert habe, sah ich jeden Tag die schönen Mädchen und wusste genau dass ich nie bei denen eine Chance hätte. Wenn ich zu viel Freizeit habe, dann kommt bei mir nichts rum weil ich bis auf ein paar Saufkumpanen keine sozialen Kontakte habe.
Genau, je mehr Freizeit man hat und je mehr man draussen "rumhängt", desto mehr sieht man auch die attraktiven Frauen, die einen nicht mit der Zange anfassen würden, und die glücklichen Pärchen, die am Rumknutschen sind, etc. und will sich bloss noch irgendwo runterstürzen.

Hingegen wenn man abends geschafft nach hause kommt und weiss, wieviel man erreicht hat den Tag über und dass man bald eine gute Arbeit abliefern wird, dann macht das schon zufrieden, irgendwie.
Barbie hat geschrieben:Nimm es mir nicht übel, okay? Aber jemand der um halb 3 noch an seine Arbeit denkt ist entweder nicht ganz dicht oder braucht dringend eine Freundin
Scherzkeks.

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