Beziehungsunfähigkeit

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Naitsabes
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Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Naitsabes » Mittwoch 16. September 2020, 09:17

Hallo!
Habe eine Frage!
Seid ihr schon mal von jemanden als Beziehungsunfähig bezeichnet worden?

Ich musste mir das schon öfters anhören. :fluchen:
Von meiner Chefin in der Ausbildung, einem Sozialpädagogen und meiner ersten Psychologin. :roll:
Ich habe mich da jedes mal aufgeregt und habe dagegen geredet!
Meine zweite Psychologin war zum glück nicht der Meinung das ich Beziehungsunfähig bin!


https://de.wikipedia.org/wiki/Beziehung ... %A4higkeit

Auf Wikipedia steht das es keine Beziehungsunfähigkeit gibt:
Die moderne wissenschaftliche Psychologie kennt eine „Beziehungsunfähigkeit“ nicht.

Da steht nur das die Prognose stark vermindert sein kann:
Die Psychiatrie kennt u. a. erworbene Traumata, Bindungs- und Persönlichkeitsstörungen sowie angeborene Entwicklungsstörungen wie den frühkindlichen Autismus oder das Asperger-Syndrom, die die Prognose stabiler Partnerschaften stark mindern können, mit dem Terminus „Beziehungsunfähigkeit“ gewöhnlich aber nicht gemeint sind.

Was ist eure Meinung dazu?

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von NBUC » Mittwoch 16. September 2020, 09:50

Ich denke den Zustand kann es geben, aber bei weitem nicht so häufig, wie er diagnostiziert wird. Aber es ist halt so ein entzückend praktisches und endgültiges Label, wo man sich nach dem Verpassen um nichts weiter Gedanken machen muss.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Menelaos » Mittwoch 16. September 2020, 10:52

Ich würde sagen dass sowas eher umgangssprachlich gemeint ist. Was war denn die Begründung zu dem Vorwurf, bzw. der Anlass?
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Melli » Mittwoch 16. September 2020, 11:48

Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Seid ihr schon mal von jemanden als Beziehungsunfähig bezeichnet worden?
Nein.

Und es ist nicht, daß ich nie mit jemandem Zoff gehabt hätte.
Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Von meiner Chefin in der Ausbildung, einem Sozialpädagogen und meiner ersten Psychologin. :roll:
Ich habe mich da jedes mal aufgeregt und habe dagegen geredet!
Wohl getan! :daumen:

Offensichtlich werden manche Leute Psychologen, weil sie sich dann in eigener Praxis wie :upps: 🍑 aufführen können. Man könnte auch sagen, daß die beziehungsunfähig sind. Man spricht ja nicht ganz grundlos von einer "therapeutischen Beziehung".
Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Was ist eure Meinung dazu?
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Der Asiate » Mittwoch 16. September 2020, 12:17

Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Seid ihr schon mal von jemanden als Beziehungsunfähig bezeichnet worden?
Nein.
Das wichtigste im Leben sind deine Familie, deine Freunde und deine Gesundheit. Nimm dir Zeit für deine Familie und Freunde, sonst nimmt die Zeit sie dir. Dann bist du irgendwann nicht nur krank, sondern auch ganz allein.​

https://abtreff.de/viewtopic.php?f=21&t=25601

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Mariquita » Mittwoch 16. September 2020, 12:18

Ich habe mich schon sel st so betitelt. Ernst gemeint. Und ich bin noch nicht mal AB.

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Valentin » Mittwoch 16. September 2020, 12:45

Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Seid ihr schon mal von jemanden als Beziehungsunfähig bezeichnet worden?
Was ist eure Meinung dazu?
Nein, dies wurde mir noch nicht entgegengebracht.
Ich finde es schwierig, etwas ohne Erfahrungswerte zu beurteilen.
Wenn ich Beziehungen gehabt hätte, die allesamt geflopt wären, würde ich sicher über den Begriff nachdenken.
Der Stand der Dinge lässt eines diesbezügliche Bewertung meines Erachtens nicht zu.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von NBUC » Mittwoch 16. September 2020, 12:48

Valentin hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 12:45
Wenn ich Beziehungen gehabt hätte, die allesamt geflopt wären,
Beziehungsunfähigkeit wäre ggf auch noch einmal von Beziehungsfindungsunfähigkeit zu trennen.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Volltrottel » Mittwoch 16. September 2020, 12:53

Gesagt hat es noch keiner zu mir, allerdings kann ich mich selbst gut genug einschätzen das es wohl so ist bei mir.
Ich kann keine sozialen Kontakte welcher Art auch immer knüpfen, habe insgesamt arge Probleme mit Frauen und habe viele Eigenarten die für andere inakzeptabel sind. Ferner ist es bei mir so, das wenn ich länger irgendwo antippe ich über kurz oder lang Streit suche oder provokativ aggressiv werde. Das ist nicht unbedingt etwas das andere schätzen oder länger in ihrem Umfeld haben möchten. So weit wie zu einer Beziehung ist es nie gekommen, allerdings wäre es da noch viel extremer, wenn die Partnerin nicht meine "netten" Ideen übersieht, was extrem unwahrscheinlich wäre.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 16. September 2020, 13:29

Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Was ist eure Meinung dazu?
Ich würde eher Leute wie Altkanzler Schröder, Oskar Lafontaine, Lothar Matthäus oder Ferdinand Piech als beziehungsunfähig bezeichnen, wenn man sich mal deren Anzahl an Ehescheidungen ansieht. Drei Scheidungen ist bei denen doch das Minimum. Man kann sich ja beim ersten Partner vertun. Aber gerade deshalb sollte man sich beim nächsten Mal den eventuellen neuen Partner recht genau ansehen.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Naitsabes » Mittwoch 16. September 2020, 14:04

Menelaos hat geschrieben:Was war denn die Begründung zu dem Vorwurf, bzw. der Anlass?
Naja es war einfach nur so das ich mit meinem alter noch keine Beziehung hatte. Deswegen bin ich angeblich Beziehungsunfähig!


Melli hat geschrieben:Das ist eine alltagssprachliche Beleidigung, keine psychologische Kategorie.
Da gebe ich dir recht! ;)

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von schmog » Mittwoch 16. September 2020, 14:12

Darth Bane hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 13:29
Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Was ist eure Meinung dazu?
Ich würde eher Leute wie Altkanzler Schröder, Oskar Lafontaine, Lothar Matthäus oder Ferdinand Piech als beziehungsunfähig bezeichnen, wenn man sich mal deren Anzahl an Ehescheidungen ansieht. Drei Scheidungen ist bei denen doch das Minimum. Man kann sich ja beim ersten Partner vertun. Aber gerade deshalb sollte man sich beim nächsten Mal den eventuellen neuen Partner recht genau ansehen.
Ehescheidungen sind in der Gesellschaft ak­zep­tie­rt und somit völlig normal.
(Normal = automatisch was die Mehrheit tut)
Ein jahrelanger AB Dauerstatus dagegen weniger.

NIE eine Beziehung zu Stande bringen ist nicht normal!
Zuletzt geändert von schmog am Mittwoch 16. September 2020, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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(Lemmy Kilmister, 1945-2015)

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 16. September 2020, 14:23

schmog hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 14:12
Darth Bane hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 13:29
Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Was ist eure Meinung dazu?
Ich würde eher Leute wie Altkanzler Schröder, Oskar Lafontaine, Lothar Matthäus oder Ferdinand Piech als beziehungsunfähig bezeichnen, wenn man sich mal deren Anzahl an Ehescheidungen ansieht. Drei Scheidungen ist bei denen doch das Minimum. Man kann sich ja beim ersten Partner vertun. Aber gerade deshalb sollte man sich beim nächsten Mal den eventuellen neuen Partner recht genau ansehen.
Ehescheidungen sind in der Gesellschaft aktzeptiert und somit völlig normal.
(Normal = automatisch was die Mehrheit tut)
Das kommt auf das soziale und geografische Umfeld an. In der überwiegend atheistischen ehemaligen DDR mag das z. B. zutreffen. In einem kleinen erzkatholischen Dorf eher weniger. Da kann man sich gleich ein Schild mit der Aufschrift "Ich habe COVID-19" umhängen.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 16. September 2020, 17:47

Für bestimmte arten von beziehungen stufe ich mich selbst als unfähig ein.

Eine kleine oder großere familie mit kinder wäre für mich zu einschränkend und einengend und würde ich jeder zeit vermeiden.
Für ein klassches familienleben stufe ich mich als volkommen ungeeignet ein.
Viel zu große kompromisse und opfer für etwas an den ich keinerlei interesse habe.
Oder eine beziehung mit einer sehr extravertierten frau die dauerhaft aufregung und vielen menschen um sich hin braucht.
Oder eine beziehung mit einer frau mit ein wirklich enormen familie und freundeskreis mit dauerhaften pflicht-partys.
Für streitbeziehungen mit fast tägliche auseinandersetzungen bin ich auch zu hochzensibel.
Ich brauche etwas relativ harmonisches oder ich bekomme von reiner stress magengeschwöre.
Und eine beziehung mit ausreichend raum für rückzugsmomente.

Ein zweierbeziehung mit einer eher individualistischen frau mit einen flexibele lebenshaltung ohne zu großen bedarf nach regelmaß war für mich immer die einzigste option. Quasi ein rückzugsort für zwei mit ab und zu kleine unternehmungen.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Menelaos » Mittwoch 16. September 2020, 18:28

Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 14:04
Menelaos hat geschrieben:Was war denn die Begründung zu dem Vorwurf, bzw. der Anlass?
Naja es war einfach nur so das ich mit meinem alter noch keine Beziehung hatte. Deswegen bin ich angeblich Beziehungsunfähig!
Das ist eine bemerkenswert dämliche Sichtweise!
"Wenn du nicht weißt was du im Leben tun sollst, nimm die schwierige Lösung, denn die ist in 90% der Fälle die richtige."

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Hanuta » Mittwoch 16. September 2020, 19:04

Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 09:17
Ich musste mir das schon öfters anhören.
Von meiner Chefin in der Ausbildung, einem Sozialpädagogen und meiner ersten Psychologin.
Ich habe mich da jedes mal aufgeregt und habe dagegen geredet!
Meine zweite Psychologin war zum glück nicht der Meinung das ich Beziehungsunfähig bin!
Mit welchem Grund soll eine Sozialpädagogin und Psychologin dich absichtlich "beleidigen"?
Beziehungsunfähigkeit kenne ich tatsächlich nicht. Darunter steckt ja meist eine Bindungsangst.
Naitsabes hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 14:04
Naja es war einfach nur so das ich mit meinem alter noch keine Beziehung hatte. Deswegen bin ich angeblich Beziehungsunfähig!
Ergibt ja gar keinen Sinn. Das wäre so wie, wenn jemand noch nie Fleisch in seinem Leben gegessen hat automatisch Vegetarier sein. Der Umstand, dass er nie die Möglichkeit dazu hatte wird dabei nicht betrachtet.

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Siegfried » Mittwoch 16. September 2020, 20:27

Volltrottel hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 12:53
Gesagt hat es noch keiner zu mir, allerdings kann ich mich selbst gut genug einschätzen das es wohl so ist bei mir.
Ich kann keine sozialen Kontakte welcher Art auch immer knüpfen, habe insgesamt arge Probleme mit Frauen und habe viele Eigenarten die für andere inakzeptabel sind. Ferner ist es bei mir so, das wenn ich länger irgendwo antippe ich über kurz oder lang Streit suche oder provokativ aggressiv werde. Das ist nicht unbedingt etwas das andere schätzen oder länger in ihrem Umfeld haben möchten. So weit wie zu einer Beziehung ist es nie gekommen, allerdings wäre es da noch viel extremer, wenn die Partnerin nicht meine "netten" Ideen übersieht, was extrem unwahrscheinlich wäre.
Ich bin nicht nur Beziehungsunfähig sondern generell sozialunfähig. Ich kann mit niemanden sozial warm werden, habe keine Ahnung was ich noch mit andren reden soll und deshalb wohl auch keine Freunde mehr. Partnersuche kann ich so natürlich auch vergessen. Es sei denn ich würde jemanden finden der sich damit abfindet mit mir in der Woche höchstens mal 5 Sätze zu wechseln was natürlich auch äußerst unwahrscheinlich ist.

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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Volltrottel » Donnerstag 17. September 2020, 02:40

Genau so geht es mir auch. Ich verstehe soziale Kontakte nicht, kann keine Gespräche mit jemandem beginnen und da mich solche Situationen sehr verunsichern und ängstigen mag ich diese auch nicht und meide sie. Das ist natürlich für viel komplexere soziale Interaktion wie flirten noch viel schlimmer. Da spielt sich viel mit Blick und Körpersprache ab, diese bemerke ich gar nicht und verstehe sie auch nicht. Es müsste also in der Tat ein Wunder geschehen das ich eine Freundin finde. Ihr müsste egal sein wie eigentümlich ich aussehe, was für merkwürdige Angewohnheiten ich habe und ein einsilbiges Gespräch müsste sie auch nicht stören. Mich würde das gleiche an ihr auch nicht stören, aber wo soll man so jemanden finden, der auch im Umgang mit dem anderen langsam warm wird und nicht gleich keinerlei Interesse hat weil es eben erst beim zwanzigsten Versuch irgendwas bei rauskommt. Andere eigentümliche und verrückte Ideen würden die eigenen ja auch bereichern und die Langeweile rausnehmen. Aber so wie der Weg ist mit ansprechendem Aussehen, flirtigen Gesprächen und einem ersten Date wo man nur eine Chance hat und beide sich belauern ist mir das wohl verschlossen. Das bekomme ich nie hin, auch mit noch so viel Übung nicht.
Zumal wenn ich mich vollkommen verdrehen muss um das zu können, dann wäre ich auch nie glücklich, immer in der Angst einen Fehler zu machen, mal ich zu sein und dann ist sie weg. :flirten: :crybaby: :crybaby: :crybaby:
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Mit müden Augen » Donnerstag 17. September 2020, 08:42

Ich würde mich aufgrund meiner Depressionen und Phobien als vermutlich beziehungsunfähig einstufen, einfach weil ich so niemandem zuzumuten bin. :sadman: Sollte ich eines Tages (halbwegs) gesund sein (man wird ja noch hoffen dürfen?) wüsste ich nicht warum ich nicht wie andere Leute auch eine Beziehung haben könnte.
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Re: Beziehungsunfähigkeit

Beitrag von Polarfuchs » Donnerstag 17. September 2020, 09:22

Vermutlich ist jeder beziehungsfaehig. Nur machen es manche seelische Erkrankungen schwer in Beziehung zu gehen, weil einen alte Ängste immer wieder einholen.
Dementsprechend würde ich eher von Beziehungsangst sprechen.
Jeder ist auf eine Beziehung angewiesen. Kleine Kinder würden sterben ohne die liebevolle Betreuung einer festen Bezugsperson.

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