Kinder und der Neid

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HenryD.Thoreau
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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von HenryD.Thoreau » Donnerstag 13. Juni 2019, 13:08

Ein Thema was ich in diesem Kontext moch ansprechen muss ist der Generalverdacht.
Leider ist es so das Mann als kinderloser Single ohne Erfahrung nicht gerade mit offenen Armen von Eltern meist Müttern empfangen wird. Da ich mich ein wenig mit Umweltbildung/ Wildnispädagogik beschäftige bemerke ich doch das man irgendwie mit besonderem Auge auf mich schaut und sogar unter Generalverdacht stehe. Ähnliches hat mir auch ein befreundeter Grundschullehrer erzählt.
Man wird schnell als potentieller Kindermissbraucher oder Pädophiler gesehen. Das spricht niemand offen aus, aber manchmal merkt man es an der Reaktion der Eltern und den Fragen der Eltern an das Kind.
Für mich ist das eine große Sorge. Ständig muss man Angst haben, nicht für irgendwas verdächtigt zu werden. Es gibt leider auch Kinder die bewusst lügen, weil sie von den Eltern durch Fragen dazu sogar genötigt werden.

Es gibt leider sehr wenige Männer in der frühkindlichen Bildung. So Generalverdächtigungen sorgen leider nicht für eine Verbesserung. Ich habe selber schon überlegt, eine Arbeit in diesem Bereich anzunehmen. Hätte aber große Sorge mit meinem Familienstand: ledig, Single, kinderlos, Erfahrungslos...
Es ist wirklich traurig, dass es so weit gekommen ist. Die Kirchen tragen da eine große Schuld.
Für mich ist es schwer mit sowas umzugehen. Ich hoffe nie in sowas reinzukommen.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Melli » Donnerstag 13. Juni 2019, 13:35

HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:08
Leider ist es so das Mann als kinderloser Single ohne Erfahrung nicht gerade mit offenen Armen von Eltern meist Müttern empfangen wird.
Eigentlich wolltest Du ja ggf. eine Frau mit Kind daten, da mußt Du für die vertrauenswürdig sein.

Gesamtgesellschaftlich ist es schlimm. Es gibt ja auch Frauen, die Kinder mißbrauchen :(
Es genügt nicht, Löcher in die Luft zu starren, man muß auch den Blick durch sie hindurch wagen.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Zwerg » Donnerstag 13. Juni 2019, 14:09

Melli hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:35
HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:08
Leider ist es so das Mann als kinderloser Single ohne Erfahrung nicht gerade mit offenen Armen von Eltern meist Müttern empfangen wird.
Eigentlich wolltest Du ja ggf. eine Frau mit Kind daten, da mußt Du für die vertrauenswürdig sein.

Gesamtgesellschaftlich ist es schlimm. Es gibt ja auch Frauen, die Kinder mißbrauchen :(
Er glaubt, dass er abgelehnt wird, weil er nicht als vertrauenswürdig (vielleicht pädophil) gilt. Meine Vermutung geht in eine andere Richtung und ob das stimmt kann er nur selbst für sich ehrlich beantworten. Es gibt eine Standardvermutung, was Frauen mit Kindern wohl "suchen" und dieser Standardvermutung entspricht er, so meine Annahme, überhaupt nicht. Da hat weniger damit zu tun, dass er kinderloser Single ist, sondern mit den Gründen dafür.

Wenn eine Frau mit Kind behauptet, sie suche nur einen Partner, aber keinen Vater halte ich das für (entschuldigt die drastische Ausdrucksweise) leeres Geschwätz.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von HenryD.Thoreau » Donnerstag 13. Juni 2019, 17:48

Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 14:09
Melli hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:35
HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:08
Leider ist es so das Mann als kinderloser Single ohne Erfahrung nicht gerade mit offenen Armen von Eltern meist Müttern empfangen wird.
Eigentlich wolltest Du ja ggf. eine Frau mit Kind daten, da mußt Du für die vertrauenswürdig sein.

Gesamtgesellschaftlich ist es schlimm. Es gibt ja auch Frauen, die Kinder mißbrauchen :(
Er glaubt, dass er abgelehnt wird, weil er nicht als vertrauenswürdig (vielleicht pädophil) gilt. Meine Vermutung geht in eine andere Richtung und ob das stimmt kann er nur selbst für sich ehrlich beantworten. Es gibt eine Standardvermutung, was Frauen mit Kindern wohl "suchen" und dieser Standardvermutung entspricht er, so meine Annahme, überhaupt nicht. Da hat weniger damit zu tun, dass er kinderloser Single ist, sondern mit den Gründen dafür.

Wenn eine Frau mit Kind behauptet, sie suche nur einen Partner, aber keinen Vater halte ich das für (entschuldigt die drastische Ausdrucksweise) leeres Geschwätz.
Das würde ich doch gerne noch näher erfahren. Welche Standardvermutung hast du da?

Meiner Erfahrung nach ist eine allerziehende Mutter in meinem Alter ganz anders aufgewachsen wie ich.
Wenn jemand in diesem Alter schon Kinder hat, war das oftmals nicht ganz freiwillig, sondern eher eine Art Unfall. Damit überhaupt so ein "Unfall" passiert, muss man schon in diesem Bereich aktiver sein, als ich es jeh war. So ist der Vater auch nicht gerade der erste Partner.
Daneben gibt es noch konservative Frauen die früh verheiratet sind und früh Kinder bekommen haben, wobei es dann auch zu Scheidungen kommt oder sogar zu Schicksalschlägen.
Aber vielleicht gibt es schon eine Frau mit einem Kind, die doch meinem Charakter entspricht. Das kann ich nicht ausschließen, deshalb schließe ich so eine Frau auch nicht aus. Auch wenn ich selber weiß, dass eine Mutter sich eher weniger auf mich einlassen wird.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von VollAB » Donnerstag 13. Juni 2019, 19:11

HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:08
Ein Thema was ich in diesem Kontext moch ansprechen muss ist der Generalverdacht.
Leider ist es so das Mann als kinderloser Single ohne Erfahrung nicht gerade mit offenen Armen von Eltern meist Müttern empfangen wird. Da ich mich ein wenig mit Umweltbildung/ Wildnispädagogik beschäftige bemerke ich doch das man irgendwie mit besonderem Auge auf mich schaut und sogar unter Generalverdacht stehe. Ähnliches hat mir auch ein befreundeter Grundschullehrer erzählt.
Man wird schnell als potentieller Kindermissbraucher oder Pädophiler gesehen. Das spricht niemand offen aus, aber manchmal merkt man es an der Reaktion der Eltern und den Fragen der Eltern an das Kind.
Für mich ist das eine große Sorge. Ständig muss man Angst haben, nicht für irgendwas verdächtigt zu werden. Es gibt leider auch Kinder die bewusst lügen, weil sie von den Eltern durch Fragen dazu sogar genötigt werden.

Es gibt leider sehr wenige Männer in der frühkindlichen Bildung. So Generalverdächtigungen sorgen leider nicht für eine Verbesserung. Ich habe selber schon überlegt, eine Arbeit in diesem Bereich anzunehmen. Hätte aber große Sorge mit meinem Familienstand: ledig, Single, kinderlos, Erfahrungslos...
Es ist wirklich traurig, dass es so weit gekommen ist. Die Kirchen tragen da eine große Schuld.
Für mich ist es schwer mit sowas umzugehen. Ich hoffe nie in sowas reinzukommen.
Höre ich ehrlich gesagt zum ersten Mal.
Ich halte es viel wahrscheinlicher, dass der Kerl eher selbst die Blockade ist, weil ein Kind ja viele implizite Gedanken hervorrufen könnte und man sich selbst nicht gewachsen dafür fühlt. So impliziert ein Kind oft, dass die Frau bereits viel sexuelle Erfahrung sammeln konnte. Also ihre angebliche Phase des Austobens bereits vorbei ist und als vermeintlich ultimatives Statement dafür ein Kind auf die Welt gesetzt hat.
Als jemand der noch keinerlei Erfahrungen hatte und im schlimmsten Fall nicht mal einen Kuss von einer Frau bekommen hat, kann dieser Umstand sicherlich schon sehr überfordernd sein. Es wird klar wie weit man im Vergleich zu der Frau hinterherhängt.

Glaube also kaum, dass Männer, die Single und ohne Erfahrung sind unter Generalverdacht gestellt werden.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von alex321 » Freitag 14. Juni 2019, 19:41

Paare mit Kindern beneide ich schon manchmal, aber eigene Kinder scheinen, wenn überhaupt möglich, noch weit weg zu sein, so dass es keinen Sinn macht mir viele Gedanken darüber zu machen. Ich beneide die Paare deshalb eher um einfachere Dinge wie Umarmungen, Küssen und Kuscheln. Das scheint zumindest noch erreichbar zu sein.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von NeC » Freitag 14. Juni 2019, 22:17

HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 17:48
Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 14:09
Meine Vermutung geht in eine andere Richtung und ob das stimmt kann er nur selbst für sich ehrlich beantworten. Es gibt eine Standardvermutung, was Frauen mit Kindern wohl "suchen" und dieser Standardvermutung entspricht er, so meine Annahme, überhaupt nicht.
Das würde ich doch gerne noch näher erfahren. Welche Standardvermutung hast du da?
Bei mir hat sich nach bescheidenen zwei Erfahrungen bei der Beziehungsanbahnung mit alleinerziehenden Frauen auch eine Vermutung herausgebildet, die aber wahrscheinlich nochmal anders ist als Deine oder die vom Zwerg. Ich glaube, dass zumindest meine beiden Bekanntschaften lieber ein echtes Patchwork gehabt hätten, weil die Erfahrungen die sie in ihrem bisherigen Leben gemacht hat, dann ähnlicher zu denen des Mannes sind, und das eher ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt. Hier noch etwas mehr dazu. (vielleicht interessiert Dich der alte Thread ja auch allgemein)

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Zwerg » Montag 17. Juni 2019, 10:17

HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 17:48

Das würde ich doch gerne noch näher erfahren. Welche Standardvermutung hast du da?
Das ist tatsächlich schwer zu umschreiben, ohne in die Gefahr zu geraten, zu verallgemeinern. Zentral ist dabei aus meiner Sicht das Selbstbewusstsein. Das ist wohl ziemlich das Wichtigste was eine allein erziehende Mutter ihrem Kind/ihren Kindern mit auf den Weg geben will. Davon kann "Mann", der automatisch Vorbildfunktion für Kinder hätte, deshalb eigentlich gar nicht genug haben. Ein Überschuss wird eher in Kauf genommen als Defizite. Vielleicht verblassen dahinter andere Eigenschaften wie z.B. Fürsorglichkeit und Zuverlässigkeit fast schon zur Marginalie, die wünschenswert aber nicht essentiell ist. Auf jeden Fall rangiert es in der Rangliste regelmäßig ganz oben. Ziemlich viele Männer gerade hier haben aber genau da ihren Schwachpunkt.

Mit geht es um die Schlussfolgerung die sich daraus ergibt: Nicht die mangelnde Erfahrung ist das Problem, sondern die Gründe dafür. Bei zwei heterosexuellen Singles kann es schon vorkommen, dass die Frau z.B. ihre sexuellen Bedürfnisse priorisiert. Bei einer Frau mit Kind/ern dürfte das sehr selten vorkommen.

Jetzt habe ich doch wieder Verallgemeinerungen vorgenommen, obwohl alles im Leben meist ganz anders läuft....

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Rosarot » Montag 17. Juni 2019, 11:05

Bei Kinderlosigkeit kann ich mich einreihen. Wie ich in meiner Vorstellung schrieb, hatte ich Beziehungen. In der ersten Phase der Verliebtheit spielte ich manchmal mit dem Gedanken, ein Kind wäre schön. Später war ich froh, dass ich mich nicht dazu durchringen konnte, denn ich hätte keinen als Vater meines Kindes haben wollen. Nicht missverstehen, keine Beziehung war schrecklich. Aber es reichte nicht für so ein Projekt.
Meine Partner haben nicht von sich aus gesagt; lass uns doch bald eine Familie gründen. Dass heißt, dass ich die Initiative hätte übernehmen müssen. Meine Befürchtung war, dass ich bei so viel Passivität bald zwei Kinder zu Hause gehabt und der Mann sich überredet gefühlt hätte.
Fast alle wurden nach Ende unserer Beziehung aber mit einer anderen Frau Vater. Aber alle ungeplant. Genau das hätte ich für mich nicht gewollt.

Dazu kam, dass ich erst mit 42 meinen ersten unbefristeten Arbeitsvertrag hatte. Ein Kind hätte Arbeitslosigkeit bedeutet.

Heute bin ich froh, dass ich mich gegen Kinder entschieden habe.

Ich kenne einige Eltern, die ein tolles Verhältnis zu ihren Kindern haben. Das schaue ich mir gerne an, aber zu mir würde es nicht passen. Das sind gesellige Leute, die einen ganz anderen Lebensstil haben, als ich. Ich möchte diese Verantwortung nicht, ich möchte kein Haus, keine Urlaubsreisen und erzwungene Sozialkontakte mit anderen Eltern. Ich will nach der Arbeit auch mal schweigen.

Dazu kenne ich auch viele abschreckende Beispiele. Eltern, die überhaupt keinen guten Draht zu ihren Kindern haben. Da tobt zuhause Krieg und sie könnten auch mit ihrem größten Feind eine Wohnung teilen. Oder wenn Eltern und Kinder sehr verschieden werden und sich nichts zu sagen haben.
Dass was man am Strand oder sonstwo beobachtet, wenn man Familien sieht, ist ja nur eine Momentaufnahme. Hinter der Kulisse sieht es oft ganz anders aus.

Eltern mit kleinen Kindern z.B. sind sehr viel mit der Organisation des Alltags beschäftigt. Die einst liebevolle Beziehung zwischen Mann und Frau ist da oft nicht mehr existent.

Von den vielen Trennungen will ich erst gar nicht anfangen. Welche Beziehung hält denn noch, bis die Kinder groß sind? Oben wurde ja schon geschrieben, dass es sehr realistisch ist, dass die Kinder bei einer Trennung bei der Mutter bleiben und dass der neue Mann mit ihnen den Alltag leben darf. Der biologische Vater entfremdet sich ungewollt von seinen Kindern.

Partner mit schon vorhandenem Kind hat auch Nachteile. Wenn die Beziehung zerbricht, sieht man das Kind nie wieder.

Kind als größter Liebesbeweis? Das sehe ich nicht so. Wenn die biologische Uhr tickt, wollen Frauen oft nach sehr kurzer Beziehungszeit ein Kind oder es passiert "einfach so". Männer werden da manchmal funktionalisiert. Von Liebe würde ich da nicht reden.

Auch wenn es sich jetzt vielleicht nicht so anhört; ich mag Kinder und Jugendliche. Ich arbeite mit Jugendlichen und finde das spannend.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von knopper » Montag 17. Juni 2019, 11:17

bettaweib hat geschrieben:
Dienstag 11. Juni 2019, 19:08

Und es gibt ja auch noch Alternativen wie Pflegekinder oder Adoptivkinder. Eine ehemalige Mitschülerin von mir war ein Adoptivkind. Ich finde, es gibt schon soviele einsame Kinder in den Kinderdörfern und Heimen dieser Welt....ich hatte schon mit Anfang 20 den Wunsch ein Pflegekind aufzunehmen.

nun ja aber auch dafür gibt es grade hierzulande recht strenge Regelungen bis wann das überhaupt geht...

Ich meine die Altersgrenze für Adoption liegt bei 45, oder? Ab da hat man fast keine Chance mehr. Und einen Partner braucht man ebenfalls...denn alleine ein Kind adoptieren, nun ja das gefällt den Behörden weniger.
Von daher ist dies eher eine Option für Paare wo es biologisch eben nicht geht und welche auch noch nicht zu alt sind... AB'S sind da nun völlig außen vor.
HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juni 2019, 13:08

Man wird schnell als potentieller Kindermissbraucher oder Pädophiler gesehen. Das spricht niemand offen aus, aber manchmal merkt man es an der Reaktion der Eltern und den Fragen der Eltern an das Kind.
Für mich ist das eine große Sorge. Ständig muss man Angst haben, nicht für irgendwas verdächtigt zu werden. Es gibt leider auch Kinder die bewusst lügen, weil sie von den Eltern durch Fragen dazu sogar genötigt werden.

Es gibt leider sehr wenige Männer in der frühkindlichen Bildung. So Generalverdächtigungen sorgen leider nicht für eine Verbesserung. Ich habe selber schon überlegt, eine Arbeit in diesem Bereich anzunehmen. Hätte aber große Sorge mit meinem Familienstand: ledig, Single, kinderlos, Erfahrungslos...
Es ist wirklich traurig, dass es so weit gekommen ist. Die Kirchen tragen da eine große Schuld.
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ist leider so, und diesen Eindruck habe ich auch.
...."mit dem muss was nicht stimmen.", "den dieht man auch nie mit Freundin" usw.... der Generalverdacht als MAB ist immer da! Bei Abinen bzw. Partner- / kinderlosen Frauen eher weniger. Ist aber n gesellschaftliches Problem.

Und ja es wird nicht offen ausgesprochen, wie du schon sagst. Und ja unsere abendländische Kultur bzw. "die Kirche" trägt da auch ihren Anteil dran.
alex321 hat geschrieben:
Freitag 14. Juni 2019, 19:41
Ich beneide die Paare deshalb eher um einfachere Dinge wie Umarmungen, Küssen und Kuscheln. Das scheint zumindest noch erreichbar zu sein.
ja, das eigentlich noch mehr als Kinder. Man fragt sich immer wie fühlt sich das genau an? Wie fühlt sich überhaupt Händchen halten an mit ner Frau die man liebt? :hammer: Ja selbst das habe ich noch nie getan.... :D
...und das wird alles mit den Jahren nicht besser.
Viele "Alt-AB's" schreiben hier von den "dunklen Jahren", ab 34, 35.... und ich befürchte sie haben recht... :hammer:

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von AviferAureus » Montag 17. Juni 2019, 12:05

knopper hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 11:17
[...] Man fragt sich immer wie fühlt sich das genau an? Wie fühlt sich überhaupt Händchen halten an mit ner Frau die man liebt? :hammer: Ja selbst das habe ich noch nie getan.... :D
...und das wird alles mit den Jahren nicht besser.
Viele "Alt-AB's" schreiben hier von den "dunklen Jahren", ab 34, 35.... und ich befürchte sie haben recht... :hammer:
Ich habe das noch nie gelesen, aber ich glaube es stimmt. Ich glaube, es ist dieses Torschlusspanikalter, das üblicherweise letzte Alter für die Familiengründung. War für mich ein wenig ein Loch, aber auch die Zeit die Zeit einer anschließenden Wandlung (z. B. alle Klamotten ausgetauscht - Armani statt Aldi - bin aber im Laufe der Jahre auch mehr und mehr wieder in die alten Muster zurückgefallen, evtl. auch neue Frisur (das weiß ich gar nicht mehr, weil dann ja auch die kahle Stelle am Hinterkopf kam und damit die UKH)).

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Onkel ABobert » Montag 15. Juli 2019, 14:55

Viele reden ja auch von "Midlife Crisis", und da ist schon etwas Wahres dran.
Ich hatte mich eigentlich schon mit Mitte / Ende 20 damit arrangiert, dass ich wohl Dauersingle bleiben werde (den Begriff AB kannte ich damals noch gar nicht) und der Fall war für mich erledigt.

Eigentlich.
Die Jahre vergingen, ich lebte mein recht spezielles Leben und irgendwann sprachen alle vom "magischen" 40. Geburtstag. Ich habe zunächst überhaupt nichts darauf gegeben, aber scheinbar wurden in mir doch irgendwelchen tief verschütteten Gedanken geweckt, denn in der Phase rund um meinem 40. Geburtstag kamen dann tatsächlich erstmals wieder Gedanken wie "solltest du es nicht doch noch einmal versuchen". Nicht wegen irgendwelcher biologischen Grenzen bezüglich Kinder - das war schon immer extrem weit weg und unrealistisch für mich, auch wenn ich Kinder und Familie an sich mag - aber als dann in der Zeit die Internet-Singlebörsen und auch dieses Forum hier aufkamen, habe ich doch wirklich nach runden 15 Jahren völliger Passivität noch einmal einen "Angriff" gestartet, ich hatte nach monatelangem Vorlauf ein paar Dates, eines davon hätte direkt in eine Beziehung geführt, wenn ich gewollt hätte und schließlich lernte ich hier über die "Er sucht / Sie sucht"-Rubrik (allerdings war ich damals unter einem anderen Nicknamen angemeldet) meine erste und bis heute einzige Beziehung kennen, die allerdings nach weniger als 3 Monaten schon wieder Geschichte war - aber darum geht es jetzt ja nicht.

Nachdem diese Kurzzeitbeziehung krachend gescheitert war, habe ich bis heute wieder alle Aktivitäten eingestellt, und ich denke, ich werde sie auch nicht mehr wieder aufnehmen. Aber die "Midlife Crisis" mit ca. 40 Jahren, die gibt es tatsächlich.

Man denkt sich halt mit 40, daß jetzt das halbe Leben vorbei ist. Das ist (emotional gesehen) schon eine Zäsur.
Es grüßt euch

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von haber » Donnerstag 18. Juli 2019, 13:43

HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 22:42
Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene.
Ich nehme mal an, dass ich nicht der Einzige bin, der diese Aussage - ähhmm, ahh ... irgendwie - "komisch" finde.

Ein Mann, Anfang Mitte 20, der mit Kindern "besser kann" als mit Erwachsenen? Ich würde mir genau überlegen, wem gegenüber ich so eine Aussage tätige. Vor allem nicht einer eventuell zukünftigen Freundin.

Nicht dass sich noch die Polizei für dich interessiert. 8-)

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 18. Juli 2019, 13:49

haber hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 13:43
HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 22:42
Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene.
Ich nehme mal an, dass ich nicht der Einzige bin, der diese Aussage - ähhmm, ahh ... irgendwie - "komisch" finde.

Ein Mann, Anfang Mitte 20, der mit Kindern "besser kann" als mit Erwachsenen? Ich würde mir genau überlegen, wem gegenüber ich so eine Aussage tätige. Vor allem nicht einer eventuell zukünftigen Freundin.

Nicht dass sich noch die Polizei für dich interessiert. 8-)
Ich dagegen finde es "komisch", daß heute jeder Mann unter Generalverdacht gestellt wird, der auch nur ein einziges freundliches Wort zu einem Kind sagt. Man traut sich ja als Mann ohne Anhang kaum noch, sich in einer Parkanlage auf eine Bank zu setzen und den Kindern beim Spielen zuzuschauen. So weit ist es schon gekommen.
Es grüßt euch

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von knopper » Donnerstag 18. Juli 2019, 14:05

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 13:49

Ich dagegen finde es "komisch", daß heute jeder Mann unter Generalverdacht gestellt wird, der auch nur ein einziges freundliches Wort zu einem Kind sagt. Man traut sich ja als Mann ohne Anhang kaum noch, sich in einer Parkanlage auf eine Bank zu setzen und den Kindern beim Spielen zuzuschauen. So weit ist es schon gekommen.
tja...nicht nur da sondern generell wenn es um die Einstellung gegenüber dem weiblichen Geschlecht geht.
...gerade online kommt es mir immer öfter so vor als müsste ICH erstmal beweisen das ich nicht genauso wie die "anderen" bin. Also sofort Pe...bilder verschicke, nur Sex will, pervers bin usw... Das ich evt. auch ganz normal sein könnte wird nicht standardmäßig angenommen. :hammer:

Das mag sicherlich auch damit daran liegen dass es leider viele solcher Idioten gibt. Aber generell hat sich grade durch das Netz einiges verändert.
Man ist übersensibel gegenüber dem Thema geworden, nicht zuletzt auch durch die Berichterstattung, wo es dann heißt "die beiden 55 und 60 Jahre alten Männer haben über jahrelang..." usw... ihr wisst schon. :hammer:

Wenn sowas täglich auf die Menschen einprasselt hat man das natürlich immer im Hinterkopf.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von HenryD.Thoreau » Donnerstag 18. Juli 2019, 14:27

haber hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 13:43
HenryD.Thoreau hat geschrieben:
Freitag 7. Juni 2019, 22:42
Ich mag Kinder schon immer viel mehr als Erwachsene.
Ich nehme mal an, dass ich nicht der Einzige bin, der diese Aussage - ähhmm, ahh ... irgendwie - "komisch" finde.

Ein Mann, Anfang Mitte 20, der mit Kindern "besser kann" als mit Erwachsenen? Ich würde mir genau überlegen, wem gegenüber ich so eine Aussage tätige. Vor allem nicht einer eventuell zukünftigen Freundin.

Nicht dass sich noch die Polizei für dich interessiert. 8-)
Danke für das Bestätigen meines Klischees.
Jetzt fragt man sich, warum gibt es kaum männliche Erzieher oder Grundschullehrer, genau wegen solchen Menschen.

Der Mann soll immer noch weit weg von kleinen Kindern bleiben. Warum ist das so?
Überall wird nach Gleichberechtigung gerufen, aber wenn es ernst wird hat man irrationale Ängste.
Es gibt einfach Dinge die lernen Kinder. vorallem Jungs besser mal von einem Mann. Das Bestätigen viele Studien zu diesem Thema. Außerdem bringe ich eine andere Herangehensweise an das Thema.

Abschließend ist es so das ich seit über 20 Jahren Pfadfinder bin und bestimmt hunderte Kinder betreut habe. Ich nehme mir mal das Recht heraus, besser betreut zu haben, als viele Eltern. Deren Erziehungsfehler ich nur immer auszubaden habe. Gedank wurde mir das alles noch nie. Aber von Anschuldigungen bliebe ich zum Glück verschont.
Ich mag Kinder und dazu stehe ich!
Die wenigsten hier werden wohl Umgang mit Kinder haben und können das Verstehen.

Ich Bitte wirklich darum, endlich mir hier keine Dinge mehr zu unterstellen.
Das empfinde ich krank und verrückt...

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Brax » Donnerstag 18. Juli 2019, 14:30

Das mit dem "Generalverdacht" würde ich mal aus einer anderen Perspektive sehen: Es gibt halt leider Kindesmissbraucher und wenn man sich die Zahlen ansieht, sind die nichtmal sooo unglaublich selten. Also passt man als Eltern halt auf. Das würde ich aber nicht persönlich nehmen. Wahrscheinlich sind die meisten Eltern da grundsätzlich aufmerksam, nicht nur bei Henry oder sonstwem. Denn woher sollen sie wissen, ob du jetzt nicht gerade der 1 von 10.000 bist, auf den es zutrifft? Es heißt ja auch immer wieder "Der war doch immer so nett. Gerade bei dem hätte ich das nie gedacht..."
Das heißt aber nicht, dass man persönlich verdächtigt wird, sondern dass eben generell aufgepasst wird.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von knopper » Donnerstag 18. Juli 2019, 14:42

Brax hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 14:30
Das mit dem "Generalverdacht" würde ich mal aus einer anderen Perspektive sehen: Es gibt halt leider Kindesmissbraucher und wenn man sich die Zahlen ansieht, sind die nichtmal sooo unglaublich selten. Also passt man als Eltern halt auf. Das würde ich aber nicht persönlich nehmen. Wahrscheinlich sind die meisten Eltern da grundsätzlich aufmerksam, nicht nur bei Henry oder sonstwem. Denn woher sollen sie wissen, ob du jetzt nicht gerade der 1 von 10.000 bist, auf den es zutrifft? Es heißt ja auch immer wieder "Der war doch immer so nett. Gerade bei dem hätte ich das nie gedacht..."
nun ja dennoch ist die Chance gering.
Ebenso könnte man ja jedes Mal wenn man in ein Flugzeug steigt dieses erstmal unter Generalverdacht stellen "na hoffentlich stürze ich mit der Kiste nicht ab"...macht man ja auch nicht, sondern freut sich in der Regel auf den bevorstehenden Urlaub. :D

Klar gibt es immer wieder diese Kinderf.... genauso wie es bestialische Serienmörder gibt. Deshalb sollte man diesbzgl. aber nicht überempfindlich werden.

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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von HenryD.Thoreau » Donnerstag 18. Juli 2019, 16:43

knopper hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 14:42
Brax hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 14:30
Das mit dem "Generalverdacht" würde ich mal aus einer anderen Perspektive sehen: Es gibt halt leider Kindesmissbraucher und wenn man sich die Zahlen ansieht, sind die nichtmal sooo unglaublich selten. Also passt man als Eltern halt auf. Das würde ich aber nicht persönlich nehmen. Wahrscheinlich sind die meisten Eltern da grundsätzlich aufmerksam, nicht nur bei Henry oder sonstwem. Denn woher sollen sie wissen, ob du jetzt nicht gerade der 1 von 10.000 bist, auf den es zutrifft? Es heißt ja auch immer wieder "Der war doch immer so nett. Gerade bei dem hätte ich das nie gedacht..."
nun ja dennoch ist die Chance gering.
Ebenso könnte man ja jedes Mal wenn man in ein Flugzeug steigt dieses erstmal unter Generalverdacht stellen "na hoffentlich stürze ich mit der Kiste nicht ab"...macht man ja auch nicht, sondern freut sich in der Regel auf den bevorstehenden Urlaub. :D

Klar gibt es immer wieder diese Kinderf.... genauso wie es bestialische Serienmörder gibt. Deshalb sollte man diesbzgl. aber nicht überempfindlich werden.

Die größte Gefahr für Kinder sind übrigens die EIGENEN Eltern, ja auch die Mütter. Die meisten Fälle von Kindesmisshandlung bleiben wohl in der Familie. Hier besteht auch keinerlei Absicherung oder Sicherheitsnetz für das Kind. Das heißt das Kind wird auch in größter Not schweigen, da es Angst vor Ausstoßung hat. Während in Institionen eine Art soziale Kontrolle besteht. Zudem war auch ich noch nie ganz alleine mit einem Kind, immer war ich nur als Gruppenmitglied für die Betreung zuständig. Das gibt gerade den männlichen Betreuern eine Art Sicherheit und Schutz.

Onkel ABobert
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Re: Kinder und der Neid

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:46

Brax hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juli 2019, 14:30
Das mit dem "Generalverdacht" würde ich mal aus einer anderen Perspektive sehen: Es gibt halt leider Kindesmissbraucher und wenn man sich die Zahlen ansieht, sind die nichtmal sooo unglaublich selten. Also passt man als Eltern halt auf. Das würde ich aber nicht persönlich nehmen. Wahrscheinlich sind die meisten Eltern da grundsätzlich aufmerksam, nicht nur bei Henry oder sonstwem. Denn woher sollen sie wissen, ob du jetzt nicht gerade der 1 von 10.000 bist, auf den es zutrifft? Es heißt ja auch immer wieder "Der war doch immer so nett. Gerade bei dem hätte ich das nie gedacht..."
Das heißt aber nicht, dass man persönlich verdächtigt wird, sondern dass eben generell aufgepasst wird.
Es gibt auch viele Ladendiebe, sicherlich mehr als einer von 10.000 Kunden eines Supermarktes. Was würdest du dazu sagen, wenn nun jeder Kunde "prophylaktisch" an der Kasse durchsucht würde?

Wenn es einen begründeten Verdacht gibt, dann gerne. Aber ich habe ein Problem damit, wenn jemand einfach mal so unter Generalverdacht gestellt wird. Ich habe schon mitbekommen, wie ein Vater mit seiner eigenen Tochter im Freibad herumgeblödelt hat und eine Gruppe überbesorgte Mütter darüber diskutierten, ob das jetzt noch normal wäre oder man vielleicht einschreiten sollte. Hätte ich Kinder, würde ich mich heute in der Öffentlichkeit vieles gar nicht mehr trauen, was meine Mutter oder mein Vater vor 40 Jahren noch mit mir ganz selbstverständlich gemacht hat.

Stell dir mal vor, ein Mädchen würde heute in der Schule erzählen, daß sie mit ihrem Papa nackt im Planschbecken gesessen ist. Ich garantiere dir, das geht heute so nicht mehr. Das hat Folgen.

Ganz anderes Thema, aber ähnlich bemerkt ich es auch beim Umgang mit Tieren. Ich habe einen Hund, der völlig zutraulich ist und für den Aggressionen völlig fremd sind. Man sieht es ihr auch an. Früher kamen Kinder fröhlich zu dem Hund, haben gefragt, ob sie ihn streicheln dürfen und hatten Spaß. Heute bemerke ich, wie Kinder schon in 50 Meter Entfernung ängstlich zurückgerufen werden und ein großer Bogen gegangen wird. Ich weiß, daß es Vorfälle mit bissigen Hunden gibt - aber die gab es in meiner Kindheit auch schon. Und trotzdem wurde uns nicht beigebracht, dass alle Hunde böse sind und man ihnen keinesfalls näher kommen sollte.

In meinen Augen ist das völlig daneben.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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