Steht sie auf mich?

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Krausig
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Krausig » Donnerstag 8. November 2018, 18:55

Gatem hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 15:31
Es ist ja nicht so, dass die Entwicklung nicht ruhig Ihre Zeit benötigen kann. Man sollte sich halt nur vorher darüber einig sein, wohin die Entwicklung gehen soll.
Oder um auf das Beispiel zurück zu kommen: Wäre ich in dieser Situation gewesen, dann hätte ich natürlich nicht gleich erwartet, dass die betroffene Frau sowas sagt wie „Okay, wir sind ab morgen ein Paar“. Sehr wohl hätte ich aber eine Antwort gewollt wie „lass uns zusammen daran arbeiten ein Paar zu werden“, oder eben „lass es uns bei Freundschaft belassen“. Wenn man sich über das Ziel einig ist, dann kann die Entwicklung zu diesem Ziel ruhig so lange dauern, wie eben jeder der Beteiligten braucht.
Hauptsache man weiß wo man steht – Ich steige ja auch nicht in ein Bus, oder ein Auto, ohne zu wissen wohin die Reise geht.
Außerdem finde ich es auch aus dem Grund äußerst wichtig, dass man sich über die Ziele einig ist, da dies sich ja zwingend auf die eigenen Verhaltensmuster auswirkt: Einer Person, die ich als Freund empfinde, gegenüber verhalte ich mich doch völlig anders, als wenn ich die Person als (möglichen) Partner sehe.
Aber ein Mensch ist kein Linienbus. Und abgesehen davon, es kann doch auch mal ganz interessant sein, in den Bis einzusteigen ohne zu wissen wo er hin fährt?
Ich habe den Eindruck, so mancher hier will zu schnell ganz genau Bescheid wissen. Aber so läuft beziehungsanbahnung nicht. Es ist oft ein Spiel mit ungewissem Ausgang und Richtung. Und es ist gut, wenn man da so variabel bleibt wie es geht.
In dem Sinne DR, ja macht euch eine schöne Zeit und lasst euch beide überraschen wohin der Weg weiter geht!

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Krausig » Donnerstag 8. November 2018, 18:57

Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
@Gatem: Danke, dass du Rücksicht auf das Threadthema nimmst. Die Grundlagendiskussion wäre etwas für einen eigenen Thread.

Generell kann ich deine Sichtweise jedoch nachvollziehen. Ich habe dem Druck nicht mehr standgehalten und einfach nicht mehr nachgedacht (dabei heißt es doch immer, man soll dabei das Hirn ausschalten).

Um mal wieder den Bogen zum Thema zu schlagen:
Peter hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 10:36
Hierzu noch eine Anmerkung:
Du bist der Mann mit dem sie eine glückliche Beziehung führen kann. Sie riskiert, diese Chance zu vermasseln.

Absurd? Nein, ein Credo das man ausstrahlen kann, wenn man es selbst glaubt.
Mich beschleicht das Gefühl, dass ihre Freundinnen in der Hinsicht noch eine große Rolle spielen werden, da sie garantiert mit ihnen darüber spricht. Darauf verlassen tue ich mich aber nicht.

Zum letzten Satz muss ich jetzt wirklich mal über ein elementares Problem reden, dass mein idiotisches Verhalten in dieser Situation und auch schon bei anderen Gelegenheiten erklärt (dieses Mal hat sich dieses Problem jedoch anders manifestiert als vorher): Flirten und Dating machen mir keinen Spaß. Ich finde keine Freude daran. Und wenn ich ehrlich sein muss, wird dieses Problem noch durch Weisheiten und was man sonst noch so im Netz findet, eher erschwert.

Fangen wir doch einfach mal damit an, dass ich damit kaum nennenswerte Erfahrungen habe und es auch nicht während der Pubertät "spielerisch" gelernt habe. Logisch, dass ich keine Ahnung habe. Dann gehe ich ins Internet, erfahre mehr Dinge darüber (natürlich rein theoretisch, für die praktische Umsetzung ist ja normalerweise keine da), und das alles erscheint mir wie eine Wissenschaft, über die man ganze Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten und sogar Habilitationsschriften verfassen könnte. Ich kann von diesem Wust jetzt nicht alles wiedergeben, aber ungefähr sieht es für mich so aus: Ich muss locker sein (da ist doch schon der erste Widerspruch!), ich muss interessiert wirken, ohne dass es needy rüberkommt (das hat dann zur Konsequenz, dass ich desinteressiert wirke) ich muss Signale (die ich nicht kenne) richtig interpretieren können, ich muss sie berühren, ich muss sie als auf sexueller/sinnlicher Ebene als "Frau" wahrnehmen (ich denke ja meistens nicht mal dran), ich muss mich "männlich" rüberkommen (reicht es nicht, das ich zumindest im biologischen Sinn weiß, dass ich ein Mann bin?) ich darf nicht zu allem Ja und Amen sagen (und wenn ich gar nicht widersprechen will, sogar einverstanden bin?), ich muss sexuelles Interesse zeigen, ich muss Selbstvertrauen haben und sie davon überzeugen, dass ich derjenige bin, der sie glücklich machen kann (schwierig für jemanden, der sich als grundfalsch betrachtet und gern auch mal ernsthaft darüber nachdenkt, sich aufzuhängen, damit ihn niemand mehr aushalten muss), und ich muss zwangsweise Freude und Spaß an der Sache haben, und wenn ich irgendwas davon nicht kann, dann springt irgendwann selbst die am heftigsten in mich verliebte Frau ab (die es natürlich nicht gibt).

Entschuldigung, aber so kann ich nicht. Bei einem Date schießen mir dann tausend Gedanken durch den Kopf, von wegen "Ich muss dies machen!" "Ich muss das machen!" "Ich darf das jetzt auf keinen Fall tun!" Und so bin ich dann nur mit mir selbst beschäftigt, ohne mich wirklich mit der Frau zu beschäftigen - was ich ja auch tun soll. Und so wirke ich dann langweilig, verkrampft, strange, desinteressiert - sucht euch was aus. Ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten, und deshalb platzte diese Sache einfach aus mir heraus. Ich kann nicht anders, als die Annäherung zu versaubeuteln, weil ich mich mit einem Wust an Aufgaben konfrontiert sehe, die ich auf keinen Fall gleichzeitig bewältigen kann. Ich kann eigentlich schon froh sein, nicht vor lauter Druck zusammengeklappt zu sein (wäre mir eigentlich lieber gewesen, ich läge jetzt im Krankenhaus und wir hätten vielleicht ein anderes Thema).

Ich weiß, die meisten hier sind vielleicht schon darauf gekommen. Ich habe aber die Notwendigkeit empfunden, das nochmal detailliert darzulegen.

Ich glaube, das Beste wäre, wenn ich erstmal aller Dating- und Flirtaktivitäten wieder einstelle, und erstmal nach einer Lösung für dieses Problem suche.

Nachtrag: Das hat leider uach gesundheitliche Konsequenzen. Nach Dates hatte ich bisher immer am nächsten Tag einen brachialen Kopfschmerz, der auch nach 3 ASS nicht besser wurde.
Da ist kein Problem. Du redest dir nur eins ein. Du hast doch das mit dem Flirten gut hinbekommen, also pfeif doch auf die Ratgeber!

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Milkman » Donnerstag 8. November 2018, 19:08

Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Zum letzten Satz muss ich jetzt wirklich mal über ein elementares Problem reden, dass mein idiotisches Verhalten in dieser Situation und auch schon bei anderen Gelegenheiten erklärt (dieses Mal hat sich dieses Problem jedoch anders manifestiert als vorher): Flirten und Dating machen mir keinen Spaß. Ich finde keine Freude daran. Und wenn ich ehrlich sein muss, wird dieses Problem noch durch Weisheiten und was man sonst noch so im Netz findet, eher erschwert.
Das ist leider die Konsequenz, wenn man so ein luftig-leichtes Thema wie Flirten irgendwie in Worte fassen will: Kein Ratgeber auf der Welt schafft das adäquat, es kommt immer verkopft und extremst kompliziert rüber. Und wenn man es noch nie richtig erlebt hat, erschlagen einen die ganzen "guten Ratschläge" förmlich.
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Ich muss locker sein (da ist doch schon der erste Widerspruch!)
Nein, wieso? Damit ist doch nur gemeint, du musst dich in der Situation wohl fühlen - nicht das Gefühl haben, dass du dich verstellen musst - das berühmte "du selbst sein".
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
ich muss interessiert wirken, ohne dass es needy rüberkommt (das hat dann zur Konsequenz, dass ich desinteressiert wirke)
Na aber ein gewisses Interesse an der Frau, an dem, was sie ausmacht und bewegt und alles, ist doch sicher da, sonst macht das ganze keinen Sinn?
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
ich muss mich "männlich" rüberkommen (reicht es nicht, das ich zumindest im biologischen Sinn weiß, dass ich ein Mann bin?)
Du weißt es, aber sie nicht zwingend. Sie soll dich ja auch als Mann wahrnehmen und nicht als sprechende Deko in der Landschaft.
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
ich darf nicht zu allem Ja und Amen sagen (und wenn ich gar nicht widersprechen will, sogar einverstanden bin?)
Wenn du das begründet kannst - und zwar aus eigener Motivation, nicht "ich will das, weil sie es will" - ist doch alles okay.
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
schwierig für jemanden, der sich als grundfalsch betrachtet und gern auch mal ernsthaft darüber nachdenkt, sich aufzuhängen, damit ihn niemand mehr aushalten muss
Ach komm :umarmung2: :umarmung2:
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
und ich muss zwangsweise Freude und Spaß an der Sache haben, und wenn ich irgendwas davon nicht kann, dann springt irgendwann selbst die am heftigsten in mich verliebte Frau ab (die es natürlich nicht gibt).
Ja, natürlich tut sie das, wenn es für dich kein schönes Erlebnis ist, mit ihr zu tun zu haben, sondern du dich dabei quälst. Ist es denn nicht so, dass, wenn eine Frau dich interessiert, du gern Zeit mit ihr verbringst und so oft wie möglich in ihrer Nähe sein willst?
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Und so wirke ich dann langweilig, verkrampft, strange, desinteressiert - sucht euch was aus. Ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten, und deshalb platzte diese Sache einfach aus mir heraus. Ich kann nicht anders, als die Annäherung zu versaubeuteln, weil ich mich mit einem Wust an Aufgaben konfrontiert sehe, die ich auf keinen Fall gleichzeitig bewältigen kann.
Na ja, aber vergeigt hast du es bei dieser einen Frau ja nun nicht gerade? Sie hat dir keine geklebt, ist beleidigt davongerauscht, hat dir eine miese Abfuhr erteilt. Es sieht doch ganz gut aus, und bis vor kurzem hast du auf mich auch noch denkbar entspannt gewirkt, Versuche doch aus dem Erreichten (was nicht wenig ist, mMn) ein bisschen Optimismus zu ziehen. :)

Ich weiß, das sind jetzt wieder so Ratschläge und Klugscheißereien... zudem noch unter ein wenig Zeitdruck geschrieben, aber ich wollte es einfach loswerden.

Alles Gute dir! Mal gucken, was die anderen so schreiben! :vielglueck:
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Calliandra » Donnerstag 8. November 2018, 19:40

Krausig hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:57
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
@Gatem: Danke, dass du Rücksicht auf das Threadthema nimmst. Die Grundlagendiskussion wäre etwas für einen eigenen Thread.

Generell kann ich deine Sichtweise jedoch nachvollziehen. Ich habe dem Druck nicht mehr standgehalten und einfach nicht mehr nachgedacht (dabei heißt es doch immer, man soll dabei das Hirn ausschalten).

Um mal wieder den Bogen zum Thema zu schlagen:
Peter hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 10:36
Hierzu noch eine Anmerkung:
Du bist der Mann mit dem sie eine glückliche Beziehung führen kann. Sie riskiert, diese Chance zu vermasseln.

Absurd? Nein, ein Credo das man ausstrahlen kann, wenn man es selbst glaubt.
Mich beschleicht das Gefühl, dass ihre Freundinnen in der Hinsicht noch eine große Rolle spielen werden, da sie garantiert mit ihnen darüber spricht. Darauf verlassen tue ich mich aber nicht.

Zum letzten Satz muss ich jetzt wirklich mal über ein elementares Problem reden, dass mein idiotisches Verhalten in dieser Situation und auch schon bei anderen Gelegenheiten erklärt (dieses Mal hat sich dieses Problem jedoch anders manifestiert als vorher): Flirten und Dating machen mir keinen Spaß. Ich finde keine Freude daran. Und wenn ich ehrlich sein muss, wird dieses Problem noch durch Weisheiten und was man sonst noch so im Netz findet, eher erschwert.

Fangen wir doch einfach mal damit an, dass ich damit kaum nennenswerte Erfahrungen habe und es auch nicht während der Pubertät "spielerisch" gelernt habe. Logisch, dass ich keine Ahnung habe. Dann gehe ich ins Internet, erfahre mehr Dinge darüber (natürlich rein theoretisch, für die praktische Umsetzung ist ja normalerweise keine da), und das alles erscheint mir wie eine Wissenschaft, über die man ganze Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten und sogar Habilitationsschriften verfassen könnte. Ich kann von diesem Wust jetzt nicht alles wiedergeben, aber ungefähr sieht es für mich so aus: Ich muss locker sein (da ist doch schon der erste Widerspruch!), ich muss interessiert wirken, ohne dass es needy rüberkommt (das hat dann zur Konsequenz, dass ich desinteressiert wirke) ich muss Signale (die ich nicht kenne) richtig interpretieren können, ich muss sie berühren, ich muss sie als auf sexueller/sinnlicher Ebene als "Frau" wahrnehmen (ich denke ja meistens nicht mal dran), ich muss mich "männlich" rüberkommen (reicht es nicht, das ich zumindest im biologischen Sinn weiß, dass ich ein Mann bin?) ich darf nicht zu allem Ja und Amen sagen (und wenn ich gar nicht widersprechen will, sogar einverstanden bin?), ich muss sexuelles Interesse zeigen, ich muss Selbstvertrauen haben und sie davon überzeugen, dass ich derjenige bin, der sie glücklich machen kann (schwierig für jemanden, der sich als grundfalsch betrachtet und gern auch mal ernsthaft darüber nachdenkt, sich aufzuhängen, damit ihn niemand mehr aushalten muss), und ich muss zwangsweise Freude und Spaß an der Sache haben, und wenn ich irgendwas davon nicht kann, dann springt irgendwann selbst die am heftigsten in mich verliebte Frau ab (die es natürlich nicht gibt).

Entschuldigung, aber so kann ich nicht. Bei einem Date schießen mir dann tausend Gedanken durch den Kopf, von wegen "Ich muss dies machen!" "Ich muss das machen!" "Ich darf das jetzt auf keinen Fall tun!" Und so bin ich dann nur mit mir selbst beschäftigt, ohne mich wirklich mit der Frau zu beschäftigen - was ich ja auch tun soll. Und so wirke ich dann langweilig, verkrampft, strange, desinteressiert - sucht euch was aus. Ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten, und deshalb platzte diese Sache einfach aus mir heraus. Ich kann nicht anders, als die Annäherung zu versaubeuteln, weil ich mich mit einem Wust an Aufgaben konfrontiert sehe, die ich auf keinen Fall gleichzeitig bewältigen kann. Ich kann eigentlich schon froh sein, nicht vor lauter Druck zusammengeklappt zu sein (wäre mir eigentlich lieber gewesen, ich läge jetzt im Krankenhaus und wir hätten vielleicht ein anderes Thema).

Ich weiß, die meisten hier sind vielleicht schon darauf gekommen. Ich habe aber die Notwendigkeit empfunden, das nochmal detailliert darzulegen.

Ich glaube, das Beste wäre, wenn ich erstmal aller Dating- und Flirtaktivitäten wieder einstelle, und erstmal nach einer Lösung für dieses Problem suche.

Nachtrag: Das hat leider uach gesundheitliche Konsequenzen. Nach Dates hatte ich bisher immer am nächsten Tag einen brachialen Kopfschmerz, der auch nach 3 ASS nicht besser wurde.
Da ist kein Problem. Du redest dir nur eins ein. Du hast doch das mit dem Flirten gut hinbekommen, also pfeif doch auf die Ratgeber!
Doch, da ist ein Problem. Das ist aber vor dieser Flirtsituation. ich kenne dein Gefühl sehr gut, dass man ständig (teilweise [vermeintlich?] widersprüchliche) Dinge vermittelt bekommt, die man jetzt zu tun hätte – auch wenn sich das selbst für einen in dieser Situation völlig unnatürlich anfühlen würde. Und wenn man dann krampfhaft alles richtig machen will (bzw. gar krampfhaft locker bleiben will!) – tja, da merkt man schon, dass da was nicht passt und das so kaum funktionieren kann.

Wahrscheinlich ist es in dieser Situation besser, sich selbst erstmal Zeit zu geben und zu schauen, weche Art von Gefühl sich bei einem selbst einstellt, wenn man mit der Person länger zu tun hat. Wenn du gar nicht das Bedürfnis hast, sie zu berühren, ist es natürlich Quatsch, das zu machen, nur weil das so empfohlen wird. (Wenn man jedoch das Bedürfnis hat und sich nicht traut, ist es schon eher angeraten, zu versuchen, über seinen Schatten zu springen).

Wenn du in diesem konkreten Fall auch kein Problem hast, wenn das rein freundschaftlich ist (oder zu diesem Zeitpunkt), dann ist das ja auch völlig legitim und du kannst einfach den freundschaftlichen Kontakt genießen, solange sie noch da ist.

Das größere Problem sehe ich eher darin, dass dich das generell so extrem runterzieht. Bzw. ich befürchte eher, dass deine dunkle Stimmung, die du hier beschreibst, einfach schon da war, und nun natürlich Auswirkung auf diese Situation hat.

Daher sehe ich das wichtigste darin, dass du dir erstmal helfen lässt – und darin nichts verwerfliches siehst. Depressionen lassen sich gut behandeln, und man sollte da auch keine falsche Scham haben. Du kannst dir Therapeuten in deinem Umfeld suchen und nach einem Erstgespräch entscheiden, ob du die Therapie mit diesem Therapeuten machen möchtest. Eine Überweisung bekommst du dann von deinem Hausarzt. Du kannst dich da vorher zum Procedere auch nochmal genau erkundigen. Wenn da sogar schon Selbstmordgedanken im Spiel sind, dann solltest du auch keine Zeit verlieren. Da es mit dem Therapiebeginn je nach Auslastung manchmal auch etwas dauern kann, kann im akuten Fall vielleicht auch erstmal eine Telefonseelsorge helfen bzw. es scheint auch mehrere Institutionen für Suizidprävention zu geben.

Ich denke, in deinem Fall ist es wirklich besser, dich erstmal darum zu kümmern, dass es dir wieder gut geht, bevor du dir Gedanken machst, in welchem Moment du vielleicht irgendein Detail beim Flirten falsch oder richtig machst.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Gatem » Donnerstag 8. November 2018, 22:59

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 17:30
Die Lösung, die gefühlt 95% Deiner Mitmenschen da praktizieren: definiere für Dich selbst, ob Du diesen Menschen als potentiellen Freund oder potentielle Partnerin siehst. Und behandle sie entsprechend. Das löst nicht nur Dein Problem sondern macht es ihr auch leichter herauszufinden, ob sie sich in dieser Rolle wohlfühlt. Und es dann irgendwann zu verbalisieren.
Um dich selbst zu zitieren:
Tania hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 14:38
Nur ist eben leider einer der Grundzüge einer Beziehung, dass man da die Bedürfnisse von 2 Personen zu berücksichtigen hat.
Man kann eine Beziehung an der zwei Personen beteiligt sind nicht einfach einseitig definieren.
Menschen, die sich selbst einseitig in eine Beziehung definieren, nennt man wohl für gewöhnlich Stalker. Und dies ist zu Recht strafbar.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Tania » Donnerstag 8. November 2018, 23:11

Gatem hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 22:59
Tania hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 17:30
Die Lösung, die gefühlt 95% Deiner Mitmenschen da praktizieren: definiere für Dich selbst, ob Du diesen Menschen als potentiellen Freund oder potentielle Partnerin siehst. Und behandle sie entsprechend. Das löst nicht nur Dein Problem sondern macht es ihr auch leichter herauszufinden, ob sie sich in dieser Rolle wohlfühlt. Und es dann irgendwann zu verbalisieren.
Um dich selbst zu zitieren:
Tania hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 14:38
Nur ist eben leider einer der Grundzüge einer Beziehung, dass man da die Bedürfnisse von 2 Personen zu berücksichtigen hat.
Man kann eine Beziehung an der zwei Personen beteiligt sind nicht einfach einseitig definieren.
Menschen, die sich selbst einseitig in eine Beziehung definieren, nennt man wohl für gewöhnlich Stalker. Und dies ist zu Recht strafbar.
Wo in meinen Aussagen liest Du "Beziehung definieren"? :gruebel:

Glaubt bloß nicht alles, was ich schreibe. Würde ich wirklich wissen, wie Beziehungen funktionieren, hätte ich kaum dieses Forum entdeckt ;)

Kief
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Kief » Donnerstag 8. November 2018, 23:39

Gatem hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 22:59
Man kann eine Beziehung an der zwei Personen beteiligt sind nicht einfach einseitig definieren.
Menschen, die sich selbst einseitig in eine Beziehung definieren, nennt man wohl für gewöhnlich Stalker. Und dies ist zu Recht strafbar.
Wie nennst Du es, wenn eine Person einseitig feststellt, dass sie eine andere Person naeher kennenlernen moechte?
Wenn sie herausfinden will, ob das auf Gegenseitigkeit beruht, und ob es noch weiter gehen kann?

Wenn Ruecksicht dabei ist, und entsprechend noch keine Entscheidung ueber die gemeinsame Zukunft getroffen ist?


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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Darth Revan » Donnerstag 8. November 2018, 23:58

Ich gehe mal die bisherigen Antworten auf meinen letzten Post Punkt für Punkt an.
Krausig hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:57
Da ist kein Problem. Du redest dir nur eins ein. Du hast doch das mit dem Flirten gut hinbekommen, also pfeif doch auf die Ratgeber!
Das empfinde ich nicht so. Ich habe einen dummen Fehler gemacht, weil ich die Klappe nicht halten konnte.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Das ist leider die Konsequenz, wenn man so ein luftig-leichtes Thema wie Flirten irgendwie in Worte fassen will: Kein Ratgeber auf der Welt schafft das adäquat, es kommt immer verkopft und extremst kompliziert rüber. Und wenn man es noch nie richtig erlebt hat, erschlagen einen die ganzen "guten Ratschläge" förmlich.
Luftig-leicht? Wohl eher bleischwer. So fühlt es sich für mich an. Und ich werde davon nicht erschlagen, sondern überrollt.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Nein, wieso? Damit ist doch nur gemeint, du musst dich in der Situation wohl fühlen - nicht das Gefühl haben, dass du dich verstellen musst - das berühmte "du selbst sein".
Da sind wir doch beim Problem. Ich fühle mich in der Situation nicht wohl und kann das wohl kaum erzwingen. Ich muss cool und souverän wirken, aber das bekomme ich nicht hin. "Ich selbst" bin doch das Problem. Wenn ich eine Frau toll finde, muss ich mich immer dazu zwingen, es zu versuchen, immer mit der Angst im Nacken, abgelehnt zu werden, weil ich nicht gut genug bin.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Na aber ein gewisses Interesse an der Frau, an dem, was sie ausmacht und bewegt und alles, ist doch sicher da, sonst macht das ganze keinen Sinn?
Es ist ja die einzige Motivation es überhaupt zu versuchen. Aber wie kann ich denn desinteressiert wirken, wenn ich mit ihr auf ein Date gehen will? Oder gar gehe? Das sollte das Interesse doch beweisen.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Du weißt es, aber sie nicht zwingend. Sie soll dich ja auch als Mann wahrnehmen und nicht als sprechende Deko in der Landschaft.
Das kann ich nicht erfüllen. Wie soll man eine Pfeife wie mich als Mann wahrnehmen? Ich bin nicht stark, kann nicht zeigen, wo es lang geht, bin ein Ja-Sager und ein Weichei, und generell nicht das, was man als "männlich" bezeichnen würde. Wie soll man mich denn so wahrnehmen? Es passt nicht zu meinem Charakter. Ich kann diese Rolle nicht erfüllen.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Wenn du das begründet kannst - und zwar aus eigener Motivation, nicht "ich will das, weil sie es will" - ist doch alles okay.
Ob sie das auch merkt? Ich kann doch nicht jedes Mal lang und breit erklären, "Natürlich will ich das auch, und ich mache das garantiert nicht, weil du es willst."
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Ach komm :umarmung2: :umarmung2:
Danke. Ich würde so gern aufhören. Das kann ich aber nicht, weil ich den Wunsch nach einem erfüllten Leben und nach einer Beziehung habe.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Ja, natürlich tut sie das, wenn es für dich kein schönes Erlebnis ist, mit ihr zu tun zu haben, sondern du dich dabei quälst. Ist es denn nicht so, dass, wenn eine Frau dich interessiert, du gern Zeit mit ihr verbringst und so oft wie möglich in ihrer Nähe sein willst?
Natürlich möchte ich das. Da ich aber das Gefühl habe, bewertet zu werden, und dass ich Anforderungen erfüllen muss, um nicht abgelehnt zu werden, wird es zu einer Qual. Deswegen habe ich früher gar nicht erst Frauen/Mädchen angesprochen, weil ich mich nicht dem aussetzen wollte.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Na ja, aber vergeigt hast du es bei dieser einen Frau ja nun nicht gerade?
Nach genauerem Nachdenken bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich weiß nicht, ob ich es noch retten kann, oder ob ich das überhaupt versuchen soll, weil die Chancen ja auch durch die Umstände so schlecht stehen. Und als "Übungsobjekt" will ich sie nicht missbrauchen.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Sie hat dir keine geklebt, ist beleidigt davongerauscht, hat dir eine miese Abfuhr erteilt.
Ich wünschte mir irgendwie, sie hätte es getan. Das wäre zwar unangenehm gewesen, aber dann wäre dieses Horror-Spiel jetzt endlich vorbei.
Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:08
Alles Gute dir! Mal gucken, was die anderen so schreiben! :vielglueck:
Nochmal Danke. :hut:
Calliandra hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:40
Das größere Problem sehe ich eher darin, dass dich das generell so extrem runterzieht. Bzw. ich befürchte eher, dass deine dunkle Stimmung, die du hier beschreibst, einfach schon da war, und nun natürlich Auswirkung auf diese Situation hat.
Tatsächlich habe ich seit dem Teenageralter solche Probleme. Ich rechnete mir nie hohe Chancen bei anderen Menschen aus, schon gar nicht bei Frauen, was dazu führte, dass ich allen aus dem Weg ging, obwohl das mein Leid noch vergrößerte.
Calliandra hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:40
Ich denke, in deinem Fall ist es wirklich besser, dich erstmal darum zu kümmern, dass es dir wieder gut geht, bevor du dir Gedanken machst, in welchem Moment du vielleicht irgendein Detail beim Flirten falsch oder richtig machst.
Mir wurde auch schon von einem guten Freund eine Therapie angeraten, da ich ihm gegenüber auf Nervosität zu sprechen kam und ob man die nicht vielleicht medikamentös betäuben könnte.
Calliandra hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 19:40
:vielglueck:
Danke. :hut:
Ich trage tausend Masken und bin überall und nirgendwo.

fredstiller
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von fredstiller » Freitag 9. November 2018, 00:00

Darth Revan hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 21:27
Als ich ihr sagte, dass ich wohl oder übel jemand anderen suchen müsse (vielleicht ein Fehler), sagte sie, dass sie das verwirre, und da schwang sowas mit (kann ich mir aber auch nur eingebildet haben), dass nach „bitte gib mich nicht auf“ klang. Und dann sprach sie den wohl seltsamsten Satz, den ich je von einer Frau gehört habe: „Du kannst mein (fester) Freund sein, aber ich brauche Zeit“. Und dabei hielten wir Händchen, was sie erst beendete, als es so aussah, als würden wir Hand in Hand gehen.
Das ganze wirkt schwarz auf weiss etwas skurril. Wie schon gesagt: nicht zuviel Kopf drum machen. Ansonsten... ist zwar nur so ein Bauchgefühl, und vermutlich hast du genau die Wirkung nicht bewusst so bezweckt, aber:
Darth Revan hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 21:27
Als ich ihr sagte, dass ich wohl oder übel jemand anderen suchen müsse (vielleicht ein Fehler)
Das könnte einer der situativ besten Sätze sein, den jemals ein Mensch in diesem Forum gesagt hat.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von BartS » Freitag 9. November 2018, 02:54

Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Flirten und Dating machen mir keinen Spaß. Ich finde keine Freude daran. Und wenn ich ehrlich sein muss, wird dieses Problem noch durch Weisheiten und was man sonst noch so im Netz findet, eher erschwert.

Fangen wir doch einfach mal damit an, dass ich damit kaum nennenswerte Erfahrungen habe und es auch nicht während der Pubertät "spielerisch" gelernt habe. Logisch, dass ich keine Ahnung habe.
Vielleicht ist ja die Fehlannahme zu glauben, dass es den anderen Menschen in der Pubertät Spaß machte und auch noch Erfolg beim Flirten und Dating hatten. Wer sagt denn, dass man nur durch Flirten und Dates zu einer festen Beziehung kommt? Wer hat denn nachgewiesen, dass die allermeisten Männer dadurch zu einer Beziehung kamen, weil sie so tolle Flirter sind? Vielleicht hilft es bei den immer wiederkehrenden Problemen nicht immer dieselben Fragen zu stellen, sondern auch mal Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen und einen Perspektivwechsel dadurch hinzubekommen.
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Ich muss locker sein (da ist doch schon der erste Widerspruch!), ich muss interessiert wirken, ohne dass es needy rüberkommt (das hat dann zur Konsequenz, dass ich desinteressiert wirke) ich muss Signale (die ich nicht kenne) richtig interpretieren können, ich muss sie berühren, ich muss sie als auf sexueller/sinnlicher Ebene als "Frau" wahrnehmen (ich denke ja meistens nicht mal dran), ich muss mich "männlich" rüberkommen (reicht es nicht, das ich zumindest im biologischen Sinn weiß, dass ich ein Mann bin?) ich darf nicht zu allem Ja und Amen sagen (und wenn ich gar nicht widersprechen will, sogar einverstanden bin?), ich muss sexuelles Interesse zeigen, ich muss Selbstvertrauen haben und sie davon überzeugen, dass ich derjenige bin, der sie glücklich machen kann (schwierig für jemanden, der sich als grundfalsch betrachtet und gern auch mal ernsthaft darüber nachdenkt, sich aufzuhängen, damit ihn niemand mehr aushalten muss), und ich muss zwangsweise Freude und Spaß an der Sache haben, und wenn ich irgendwas davon nicht kann, dann springt irgendwann selbst die am heftigsten in mich verliebte Frau ab (die es natürlich nicht gibt).
Das sind alles Glaubensgrundsätze, die man auch mal in Frage stellen darf. :D Und es tut auch nicht weh.
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Entschuldigung, aber so kann ich nicht. Bei einem Date schießen mir dann tausend Gedanken durch den Kopf, von wegen "Ich muss dies machen!" "Ich muss das machen!" "Ich darf das jetzt auf keinen Fall tun!" Und so bin ich dann nur mit mir selbst beschäftigt, ohne mich wirklich mit der Frau zu beschäftigen - was ich ja auch tun soll.
Ja, das erinnert mich an Jeff aus Coupling. Der war auch völlig gehemmt, weil ihm ständig diese Gedanken durch den Kopf gingen. Er hatte Angst, dass er vor einer Frau steht und aus Versehen "Brüste" sagt, weil er gerade an diese denkt. :mrgreen: Er täuschte sogar eine Lähmung vor, damit er keinen Sex mit einer guten Freundin haben muss, aus Furcht, sie könnte mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Ich kann die Serie nur empfehlen. :daumen:
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Und so wirke ich dann langweilig, verkrampft, strange, desinteressiert - sucht euch was aus. Ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten, und deshalb platzte diese Sache einfach aus mir heraus. Ich kann nicht anders, als die Annäherung zu versaubeuteln, weil ich mich mit einem Wust an Aufgaben konfrontiert sehe, die ich auf keinen Fall gleichzeitig bewältigen kann.
Du musst Dich doch gar nicht dafür rechtfertigen, was Du da gemacht hast. Es ist doch genau das, was viele in der Pubertät machen; sie gehen ihren Impulsen nach und lernen dann aus dem, was passiert ist. Also von daher: :good:
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Nachtrag: Das hat leider uach gesundheitliche Konsequenzen. Nach Dates hatte ich bisher immer am nächsten Tag einen brachialen Kopfschmerz, der auch nach 3 ASS nicht besser wurde.
Wer sagt denn bitte schön, dass Dates nicht anstrengend sein dürfen? Warum soll man sich nach unglaublich spannenden Stunden mit einer Frau nicht am nächsten Tag erschöpft fühlen? Also ich kenne das gut. Das ist so wie bei einer Messe. Man sieht 7-8 Stunden spannende Sachen, es strömen viele Reize auf einen ein, führt mehrere Gespräche, bei denen man hochkonzentriert sein muss und erfährt wirklich neue Sachen, aber ich bin dann am nächsten Morgen völlig KO. Aber ich werde trotzdem zur nächsten Messe gehen, weil sie mich beruflich weiterbringen.
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Gucki » Freitag 9. November 2018, 08:47

Darth Revan hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 21:27
Als ich ihr sagte, dass ich wohl oder übel jemand anderen suchen müsse (vielleicht ein Fehler)
... diesen Satz würde ich einem Handwerker sagen, wenn er einen Termin absagt - "Sie können am 27.11. mein Vorzimmer nicht ausmalen? Dann muss ich mir wohl oder übel Jemand anderen suchen" ;)

aber nicht zu einer Frau, an der ich Interesse habe

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Peter » Freitag 9. November 2018, 09:20

Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 23:58
Das empfinde ich nicht so. Ich habe einen dummen Fehler gemacht, weil ich die Klappe nicht halten konnte.
Ich sehe das nicht so dramatisch. Auch wenn ich der Meinung bin, in der Anbahnungsphase sollte man nicht zu viel zerreden, hast Du doch zwei Erkenntnisse über ihr Verhältnis zu dir gewinnen können.

Jetzt hast Du im großen und ganzen drei Möglichkeiten darauf zu reagieren. Welche die beste ist, weiß man frühestens hinterher.

Jedenfalls gibt es keinen Grund, jetzt zu streng zu dir selber zu sein.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von knopper » Freitag 9. November 2018, 10:16

Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35

Fangen wir doch einfach mal damit an, dass ich damit kaum nennenswerte Erfahrungen habe und es auch nicht während der Pubertät "spielerisch" gelernt habe. Logisch, dass ich keine Ahnung habe. Dann gehe ich ins Internet, erfahre mehr Dinge darüber (natürlich rein theoretisch, für die praktische Umsetzung ist ja normalerweise keine da), und das alles erscheint mir wie eine Wissenschaft, über die man ganze Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten und sogar Habilitationsschriften verfassen könnte. Ich kann von diesem Wust jetzt nicht alles wiedergeben, aber ungefähr sieht es für mich so aus: Ich muss locker sein (da ist doch schon der erste Widerspruch!), ich muss interessiert wirken, ohne dass es needy rüberkommt (das hat dann zur Konsequenz, dass ich desinteressiert wirke) ich muss Signale (die ich nicht kenne) richtig interpretieren können, ich muss sie berühren, ich muss sie als auf sexueller/sinnlicher Ebene als "Frau" wahrnehmen (ich denke ja meistens nicht mal dran), ich muss mich "männlich" rüberkommen (reicht es nicht, das ich zumindest im biologischen Sinn weiß, dass ich ein Mann bin?) ich darf nicht zu allem Ja und Amen sagen (und wenn ich gar nicht widersprechen will, sogar einverstanden bin?), ich muss sexuelles Interesse zeigen, ich muss Selbstvertrauen haben und sie davon überzeugen, dass ich derjenige bin, der sie glücklich machen kann (schwierig für jemanden, der sich als grundfalsch betrachtet und gern auch mal ernsthaft darüber nachdenkt, sich aufzuhängen, damit ihn niemand mehr aushalten muss), und ich muss zwangsweise Freude und Spaß an der Sache haben, und wenn ich irgendwas davon nicht kann, dann springt irgendwann selbst die am heftigsten in mich verliebte Frau ab (die es natürlich nicht gibt).

Entschuldigung, aber so kann ich nicht. Bei einem Date schießen mir dann tausend Gedanken durch den Kopf, von wegen "Ich muss dies machen!" "Ich muss das machen!" "Ich darf das jetzt auf keinen Fall tun!" Und so bin ich dann nur mit mir selbst beschäftigt, ohne mich wirklich mit der Frau zu beschäftigen - was ich ja auch tun soll. Und so wirke ich dann langweilig, verkrampft, strange, desinteressiert - sucht euch was aus. Ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten, und deshalb platzte diese Sache einfach aus mir heraus. Ich kann nicht anders, als die Annäherung zu versaubeuteln, weil ich mich mit einem Wust an Aufgaben konfrontiert sehe, die ich auf keinen Fall gleichzeitig bewältigen kann. Ich kann eigentlich schon froh sein, nicht vor lauter Druck zusammengeklappt zu sein (wäre mir eigentlich lieber gewesen, ich läge jetzt im Krankenhaus und wir hätten vielleicht ein anderes Thema).
ja kann deine Gedankengänge gut nachvollziehen, war bei mir früher auch verstärkt so aber davon muss man sich lösen.

Man schaut immer irgendwie auf andere wie toll und perfekt die das doch machen.... und wenn du dann noch den Satz zu hören bekommst "so macht man das, werde mal ein Mann" ... :D dann is alles im Eimer. Das zieht runter ganz klar. Man fühlt sich falsch, deplatziert und irgendwie nicht der Situation gewachsen.
Dann auch immer die vielen unterschiedlichen Weisheiten, einerseits "Flirten, küssen, Annährung usw... sind angeboren" und dann kommt der nächste Experte daher "nee da is nix angeboren, das muss man lernen wie Autofahren"...oder so. :D
Ja was denn nun?
Von daher habe ich mich gesagt davon gelöst und mache einfach mein eigenes Ding, so wie ich halt bin...und nicht wie es gesellschaftliche Flirt-Ratgeber und "Experten" empfehlen, ganz einfach.
Darth Revan hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 18:35
Nachtrag: Das hat leider uach gesundheitliche Konsequenzen. Nach Dates hatte ich bisher immer am nächsten Tag einen brachialen Kopfschmerz, der auch nach 3 ASS nicht besser wurde.
ok ganz so schlimm ist es bei mir nicht....aber das einen das hinterher beschäftigt wenns mal wieder schief gegangen ist, kenn ich gut.
Die 1. Nacht ist meist schlaflos und man grübelt und grübelt und geht die Situation immer wieder durch. Man sagt sich scheiß drauf...vergiss sie doch, aber nee so einfach macht einem es das Gehirn nicht...die Gedanken kommen immer wieder von selber auf, jedenfalls bei mir.

Manche sind da ja eiskalt und abgebrüht und probieren es sofort mit der nächsten. Kann ich nicht verstehen, käme mir absolut nicht in den Sinn...

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Tania » Freitag 9. November 2018, 15:27

knopper hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 10:16
Dann auch immer die vielen unterschiedlichen Weisheiten, einerseits "Flirten, küssen, Annährung usw... sind angeboren" und dann kommt der nächste Experte daher "nee da is nix angeboren, das muss man lernen wie Autofahren"...oder so. :D
Ja was denn nun?
Es ist ähnlich angeboren wie die Fähigkeit zu Schwimmen. Prinzipiell kann jeder Mensch sich über Wasser halten. Aber irgendwann verlieren wir diesen Instinkt, bekommen Angst vorm Wasser, denken drüber nach, welche Bewegung wir machen müssen ... und das war's dann mit dem schwerelosen Dahintreiben. Und dann lernen wir die Technik, üben, trainieren - und die meisten schaffen es. Alle nicht ... aber die bauen dann halt Boote oder kaufen Schwimmwesten.

Glaubt bloß nicht alles, was ich schreibe. Würde ich wirklich wissen, wie Beziehungen funktionieren, hätte ich kaum dieses Forum entdeckt ;)

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von naptime » Freitag 9. November 2018, 15:40

Tania hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 15:27
Und dann lernen wir die Technik, üben, trainieren - und die meisten schaffen es. Alle nicht ... aber die bauen dann halt Boote oder kaufen Schwimmwesten.
Wo kann ich bitte ein Boot oder eine Schwimmweste für Beziehungsanbahnungen kaufen? Am besten nicht so teuer, denn ich lebe unter der Armutsgrenze.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Darth Revan » Freitag 9. November 2018, 17:45

Ich will den Thread am Leben erhalten, daher antworte ich weiter auf das, was ihr schreibt.
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Vielleicht ist ja die Fehlannahme zu glauben, dass es den anderen Menschen in der Pubertät Spaß machte und auch noch Erfolg beim Flirten und Dating hatten. Wer sagt denn, dass man nur durch Flirten und Dates zu einer festen Beziehung kommt? Wer hat denn nachgewiesen, dass die allermeisten Männer dadurch zu einer Beziehung kamen, weil sie so tolle Flirter sind? Vielleicht hilft es bei den immer wiederkehrenden Problemen nicht immer dieselben Fragen zu stellen, sondern auch mal Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen und einen Perspektivwechsel dadurch hinzubekommen.
Wie komme ich denn sonst zu einer festen Beziehung? Meinst du etwa, ich will das Opfer irgendwelcher dümmlichen Verkupplungsversuche werden? Oder dass mir irgendeine in den Schoß fällt? So läuft das bei den Leuten in meinem Alter nun mal. Ich kenne keine anderen Wege.
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Das sind alles Glaubensgrundsätze, die man auch mal in Frage stellen darf. :D Und es tut auch nicht weh.
Würde ich ja gern, leider ist an vielen etwas dran. Und sie klingen für mich völlig unumsetzbar.
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Du musst Dich doch gar nicht dafür rechtfertigen, was Du da gemacht hast. Es ist doch genau das, was viele in der Pubertät machen; sie gehen ihren Impulsen nach und lernen dann aus dem, was passiert ist. Also von daher: :good:
Ich bin aber nicht mehr in der Pubertät, Herrgottnochmal. Ich sollte darüber erhaben sein, irgendwelchen Impulsen nachzugehen. Ich wundere mich echt, dass die Frau überhaupt noch Zeit mit mir verbringen will, jetzt wo die Katze aus dem Sack ist.
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Wer sagt denn bitte schön, dass Dates nicht anstrengend sein dürfen? Warum soll man sich nach unglaublich spannenden Stunden mit einer Frau nicht am nächsten Tag erschöpft fühlen?
Das, was du hier als "unglaublich spannend" bezeichnest, ist für mich eine einzige Qual, die mir körperliche Schmerzen bereitet. Bei dir klingt das so, als wäre das etwas Gutes, das ist es aber nicht.
Gucki hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 08:47
... diesen Satz würde ich einem Handwerker sagen, wenn er einen Termin absagt - "Sie können am 27.11. mein Vorzimmer nicht ausmalen? Dann muss ich mir wohl oder übel Jemand anderen suchen" ;)

aber nicht zu einer Frau, an der ich Interesse habe
Und wenn sie mich nicht will? Da bleibt mir doch nichts anderes übrig.
Jetzt hast Du im großen und ganzen drei Möglichkeiten darauf zu reagieren. Welche die beste ist, weiß man frühestens hinterher.
Tolle Situation, wirklich. Zurück kann ich ja leider nicht mehr.
knopper hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 10:16
Von daher habe ich mich gesagt davon gelöst und mache einfach mein eigenes Ding, so wie ich halt bin...und nicht wie es gesellschaftliche Flirt-Ratgeber und "Experten" empfehlen, ganz einfach.
Aber das ist ja auch wieder falsch. Wenn ich es so mache, "wie ich halt bin", kommen gleich wieder Ratschläge um die Ecke.

Also, irgendwas ist bei mir gewaltig schiefgelaufen, da ich denke, dass ich nur scheitern kann.

Kleine Anmerkung zur Entwicklung der konkreten Situation: Offebar will sie jetzt mehr Zeit mit mir verbringen. Aber ich glaube nicht, dass sie mehr als Freundschaft will. Der Zug ist abgefahren.
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von BartS » Freitag 9. November 2018, 18:24

Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 17:45
Wie komme ich denn sonst zu einer festen Beziehung? Meinst du etwa, ich will das Opfer irgendwelcher dümmlichen Verkupplungsversuche werden? Oder dass mir irgendeine in den Schoß fällt? So läuft das bei den Leuten in meinem Alter nun mal. Ich kenne keine anderen Wege.
Als ich so Anfang 20 war und das Internet als Informationsquelle schon zur Verfügung stand, habe ich begierig Paar-Kennenlern-Geschichten (beispielsweise in Internet-Foren) gesammelt. Weil ich wissen wollte, wie Paare sich wirklich finden. Das für mich erstaunliche war, es gab nicht den Weg. Die Orte und der Ablauf waren oft sehr unterschiedlich. Es gab auch Paare, die zuvor kein einziges Date miteinander hatten, sondern sich in einer Gruppe kennenlernten und dort bis zum ersten Kuss alles stattfand. Ich kann es nur empfehlen, nach realen Kennenlerngeschichten zu suchen, weil man auch so bestimmte Mythen anfängt zu hinterfragen.
Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 17:45
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Das sind alles Glaubensgrundsätze, die man auch mal in Frage stellen darf. :D Und es tut auch nicht weh.
Würde ich ja gern, leider ist an vielen etwas dran. Und sie klingen für mich völlig unumsetzbar.
"etwas dran sein" heißt aber in meinen Augen nicht, dass sie im Kern stimmen.
Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 17:45
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Du musst Dich doch gar nicht dafür rechtfertigen, was Du da gemacht hast. Es ist doch genau das, was viele in der Pubertät machen; sie gehen ihren Impulsen nach und lernen dann aus dem, was passiert ist. Also von daher: :good:
Ich bin aber nicht mehr in der Pubertät, Herrgottnochmal. Ich sollte darüber erhaben sein, irgendwelchen Impulsen nachzugehen. Ich wundere mich echt, dass die Frau überhaupt noch Zeit mit mir verbringen will, jetzt wo die Katze aus dem Sack ist.
Du machst Dich gerade selber fertig, weil Du bestimmte Ansprüche, die Du an Dich selber stellst, nicht erfüllst. Was willst Du jetzt machen? Weiter über Dich ärgern oder vielleicht überlegen, ob Deine ganzen Ansprüche an Dich selbst, wirklich alle angebracht sind?
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Wer sagt denn bitte schön, dass Dates nicht anstrengend sein dürfen? Warum soll man sich nach unglaublich spannenden Stunden mit einer Frau nicht am nächsten Tag erschöpft fühlen?
Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 17:45
Das, was du hier als "unglaublich spannend" bezeichnest, ist für mich eine einzige Qual, die mir körperliche Schmerzen bereitet. Bei dir klingt das so, als wäre das etwas Gutes, das ist es aber nicht.
Marathonläufer verspüren auch Schmerzen während und nach dem Rennen. Warum machen sie trotzdem weiter? Ich habe nicht gesagt, dass man wegen den Schmerzen das machen sollte, sondern trotz der Schmerzen, weil man dann etwas erreicht, was einen höheren Wert besitzt als der einfache Erfolg. Hast Du Dir noch nie im Leben etwas vorgenommen, was nur mit größerer Kraftanstrengung erreichbar war?
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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von fredstiller » Freitag 9. November 2018, 18:43

Mal abgesehen davon, dass ich es fragwürdig finde, überhaupt erst das Thema verbal anzusprechen:
Gucki hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 08:47
Darth Revan hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 21:27
Als ich ihr sagte, dass ich wohl oder übel jemand anderen suchen müsse (vielleicht ein Fehler)
... diesen Satz würde ich einem Handwerker sagen, wenn er einen Termin absagt - "Sie können am 27.11. mein Vorzimmer nicht ausmalen? Dann muss ich mir wohl oder übel Jemand anderen suchen" ;)

aber nicht zu einer Frau, an der ich Interesse habe
Unter den gegebenen Umständen finde ich das, ich sagte es oben schon, den vielleicht bestmöglichen Satz.
Die (Umstände) hier eben waren, dass sie schon verbal drüber redeten, über ihre Beziehung und Anziehung.
Und sie meinte, sie habe ja mit anderen Männern schlechte Erfahrungen gemacht, könne sich deshalb nicht (schnell) auf Sachen einlassen, etc. Das ist schlicht Bullshit. Nicht geeignet, zu irgendwas wie Zärtlichkeiten zu führen. Schliesslich geht’s nicht um andere Männer, sondern um die individuelle Beziehung von Darth_Revan und der jungen Frau. Sollte es jedenfalls.

Da hat in ihr die Ratio der Vorsicht die Oberhand über die emotionale Seite der Anziehung gewonnen. Und ich glaube, jede andere „oh so verständnisvolle“ Antwort („Versteh ich“, „Ich bin geduldig (...und warte auf dich...)“) hätte ihn wohl auf schnellstem Weg direkt in die Friendzone geführt.

Stattdessen grenzt er sich knallhart ab und macht sein Desinteresse an einer blossen Freundschaft klar.
Damit hatte sie aber womöglich nicht gerechnet, denn dann (Hervorhebung von mir):
Darth Revan hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 21:27
sagte sie, dass sie das verwirre, und da schwang sowas mit (kann ich mir aber auch nur eingebildet haben), dass nach „bitte gib mich nicht auf“ klang. Und dann sprach sie den wohl seltsamsten Satz, den ich je von einer Frau gehört habe: „Du kannst mein (fester) Freund sein, aber ich brauche Zeit“. Und dabei hielten wir Händchen, was sie erst beendete, als es so aussah, als würden wir Hand in Hand gehen.
Es erscheint paradox. Und in der Psychotherapie würde man es wohl auch genauso nennen: Eine paradoxe Technik:
Man bestärkt das Gegenüber radikal im unerwünschten Verhalten (hier Kontakteinschränkung, Beschränkung auf reine Freundschaft) - und erreicht damit ggf. genau das Gegenteil.

Vielleicht nicht beabsichtigt und wenn mir auch die Vorgeschichte suspekt ist, aber in diesem Sinne kann ich den Satz „Muss ich wohl eine andere suchen“ nur als womöglich genial gut bezeichnen. Fast so, als ob er sie eiskalt manipulieren wollte.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von Darth Revan » Freitag 9. November 2018, 19:43

BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 18:24
Als ich so Anfang 20 war und das Internet als Informationsquelle schon zur Verfügung stand, habe ich begierig Paar-Kennenlern-Geschichten (beispielsweise in Internet-Foren) gesammelt. Weil ich wissen wollte, wie Paare sich wirklich finden. Das für mich erstaunliche war, es gab nicht den Weg. Die Orte und der Ablauf waren oft sehr unterschiedlich. Es gab auch Paare, die zuvor kein einziges Date miteinander hatten, sondern sich in einer Gruppe kennenlernten und dort bis zum ersten Kuss alles stattfand. Ich kann es nur empfehlen, nach realen Kennenlerngeschichten zu suchen, weil man auch so bestimmte Mythen anfängt zu hinterfragen.
Also über den Bekanntenkreis habe ich bisher noch niemanden kennengelernt, und in Gruppen auch nicht. Außerdem gehe ich nicht davon aus, dass mir solche Dinge passieren werden.
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
"etwas dran sein" heißt aber in meinen Augen nicht, dass sie im Kern stimmen.
Heißt das, ich muss dem ganzen nicht gerecht werden und kann trotzdem eine Freundin finden?
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Du machst Dich gerade selber fertig, weil Du bestimmte Ansprüche, die Du an Dich selber stellst, nicht erfüllst. Was willst Du jetzt machen? Weiter über Dich ärgern oder vielleicht überlegen, ob Deine ganzen Ansprüche an Dich selbst, wirklich alle angebracht sind?
Bestimmt ist der Perfektionsanspruch unangebracht. Aber wie hilft mir das weiter? Ich kann mich zu den meisten Sachen, die ich runtergerattert habe, schlecht zwingen, da meine Persönlichkeit es einfach nicht hergibt. Oder ist der Schlüssel zum ganzen etwa "in mir" und ich weiß es bloß nicht?
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Marathonläufer verspüren auch Schmerzen während und nach dem Rennen. Warum machen sie trotzdem weiter? Ich habe nicht gesagt, dass man wegen den Schmerzen das machen sollte, sondern trotz der Schmerzen, weil man dann etwas erreicht, was einen höheren Wert besitzt als der einfache Erfolg. Hast Du Dir noch nie im Leben etwas vorgenommen, was nur mit größerer Kraftanstrengung erreichbar war?
Das ist etwas anderes. Die Schmerzen gehören dazu. Aber hier heißt es doch, ich solle Freude daran haben und mich eben nicht quälen. Ich mache es ja trotz der Schmerzen, damit ich mein Ziel erreiche, aber wenn ich es nicht erreiche, waren die Schmerzen umsonst.
Ich trage tausend Masken und bin überall und nirgendwo.

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Re: Steht sie auf mich?

Beitrag von BartS » Freitag 9. November 2018, 20:54

Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 19:43
Heißt das, ich muss dem ganzen nicht gerecht werden und kann trotzdem eine Freundin finden?
Why not?
Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 19:43
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Du machst Dich gerade selber fertig, weil Du bestimmte Ansprüche, die Du an Dich selber stellst, nicht erfüllst. Was willst Du jetzt machen? Weiter über Dich ärgern oder vielleicht überlegen, ob Deine ganzen Ansprüche an Dich selbst, wirklich alle angebracht sind?
Bestimmt ist der Perfektionsanspruch unangebracht. Aber wie hilft mir das weiter? Ich kann mich zu den meisten Sachen, die ich runtergerattert habe, schlecht zwingen, da meine Persönlichkeit es einfach nicht hergibt. Oder ist der Schlüssel zum ganzen etwa "in mir" und ich weiß es bloß nicht?
Hmm, heißt es nicht auch, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung? Wenn jemand weiß, dass ein bestimmtes Verhalten eher schädigt, gibt es ihm auch die Gelegenheit nach Alternativen umzuschauen. Ist denn Deine Persönlichkeit und der Perfektionsanspruch untrennbar zusammen? Das musst Du hier nicht beantworten, aber vielleicht lohnt es sich, darüber nachzudenken.
Darth Revan hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 19:43
BartS hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 02:54
Marathonläufer verspüren auch Schmerzen während und nach dem Rennen. Warum machen sie trotzdem weiter? Ich habe nicht gesagt, dass man wegen den Schmerzen das machen sollte, sondern trotz der Schmerzen, weil man dann etwas erreicht, was einen höheren Wert besitzt als der einfache Erfolg. Hast Du Dir noch nie im Leben etwas vorgenommen, was nur mit größerer Kraftanstrengung erreichbar war?
Das ist etwas anderes. Die Schmerzen gehören dazu. Aber hier heißt es doch, ich solle Freude daran haben und mich eben nicht quälen. Ich mache es ja trotz der Schmerzen, damit ich mein Ziel erreiche, aber wenn ich es nicht erreiche, waren die Schmerzen umsonst.
Auch das habe ich gelernt und schon von anderen gehört, selbst in einer Beziehung muss man sich auch ab und zu mal selbst "quälen". Ist auch immer die Frage, ab welchem Level man von quälen spricht. Ich würde aber niemanden glauben, der behaupten würde, dass eine durchgehende Beziehung immer easy und nie mit Schmerzen verbunden ist. Und ich glaube, dass trifft auch für die Phase davor zu.

Ja, wenn man trotz der Schmerzen das Ziel nicht erreicht, bereitet es Frustration. Das will ich gar nicht schönreden. Das Gute ist, man hat mit einem neuen Versuch wieder die Chance, Erfolg zu haben.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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